International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Bericht über Mängel in «Dreamliner»-Werk erhöht Druck auf Boeing

Ein Bericht über Mängel bei der Produktion des Langstreckenjets 787 «Dreamliner» bringt den US-Luftfahrtriesen Boeing weiter unter Druck.



Laut «New York Times» hat der Konzern in den vergangenen zehn Jahren wiederholt Hinweise auf Sicherheitsrisiken erhalten, diese jedoch teilweise ignoriert. Die Zeitung beruft sich auf Hunderte Seiten an internen E-Mails, Dokumente des Unternehmens und Unterlagen von Behörden sowie Interviews mit mehr als einem Dutzend Mitarbeitern.

Sicherheitsbedenken

Konkret geht es demnach um teilweise massive Sicherheitsbedenken bei der «Dreamliner»-Herstellung im Boeing-Werk in North Charleston im US-Bundesstaat South Carolina. Hausgemachte Probleme wie überhöhter Produktionsdruck und mangelnde Qualifikation von Mitarbeitern sollen zu Mängeln bei der Fertigung geführt haben. So seien Metallspäne nicht ordentlich beseitigt und defekte Teile in den Fliegern installiert worden.

epa07484136 (FILE) - Rescue workers search the site for pieces of the wreckage of an Ethiopia Airlines Boeing 737 Max 8 aircraft near Bishoftu, Ethiopia, 13 March 2019. Ethiopian Airlines flight ET 302 carrying 149 passengers and 8 crew was en route to Nairobi, Kenya, when it crashed on 10 March 2019. All passengers and crew aboard died in the crash. Media reports on 04 April 2019 state that the preliminary report into the crash of an Ethiopian Airlines plane ET 302 last month says the aircraft nose dived several times before it crashed. Ethiopian Airlines state the preliminary report clearly showed that the Ethiopian Airlines Pilots who were commanding Fligh tET 302 /on 10 March have followed the Boeing recommended and FAA approved emergency procedures to handle the most difficult emergency situation created on the airplane. Despite their hard work and full  compliance with the emergency procedures, it was very unfortunate that they could not recover the airplane from the persistence of nose diving. As the investigation continues with more detailed analysis, as usual we will continue with our full cooperation with the investigation team.  EPA/STRINGER

Die Überreste der im März 2019 abgestürzten Boeing 737 Max 8 der Ethiopian Airlines. Bild: EPA/EPA

Boeing wies die Vorwürfe zurück. Das Unternehmen produziere im Werk in South Carolina auf dem höchsten Qualitätsniveau seiner Geschichte, erklärte Boeings Leiter der Verkehrsflugzeugsparte, Kevin McAllister.

Internationale Überprüfung

Die US-Luftfahrtbehörde FAA hat unterdessen eine internationale Überprüfung der jüngsten Neuerungen an Flugzeugen des Typs Boeing 737 MAX angekündigt. Laut einer FAA-Mitteilung vom Freitag werden zehn verschiedene Luftfahrtbehörden an dem Test beteiligt sein. Dieser soll am 29. April beginnen und 90 Tage dauern. Boeing hatte am Mittwoch einen letzten Testflug für das Softwareupdate vorgenommen.

Nach Angaben der FAA werden die Luftfahrtbehörden von Australien, Brasilien, China, der EU, Indonesien, Japan, Kanada, Singapur und der Vereinigten Arabischen Emirate Vertreter entsenden. Hinzu kommen Experten der FAA und der US-Raumfahrtbehörde NASA. Gemeinsam sollen sie drei Monate lang die neue Technik von Boeing überprüfen.

Zwei Abstürze von Flugzeugen

Der US-Konzern steht nach zwei Abstürzen seiner bestverkauften Baureihe 737 Max binnen weniger Monate massiv in der Kritik. Nach ersten Ermittlungsberichten steht ein Herstellerfehler bei einer Steuerungssoftware im Verdacht, eine entscheidende Ursache für die Unglücke mit insgesamt 346 Todesopfern gewesen zu sein. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

DC-9 prallte 1990 beim Landeanflug auf Zürich gegen Stadlerberg

Auch Schweiz sperrt Luftraum für Unglücksmaschine

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Boeing-Panne in den USA: Swiss behält ihre Maschinen weiterhin in der Luft

Die Schweizer Fluggesellschaft hat 12 Boeing «Triple Seven» Maschinen in ihrer Flotte. Die Triebwerkpanne in den USA eines gleichen Modells hat aber vorerst keine Auswirkungen auf die Swiss-Maschinen.

Die Aufnahmen sind beängstigend, welche die Passagiere eines United-Flugs ab Denver filmten: Ein Triebwerk ohne Hülle, das Funken sprüht. Der Vorfall ereignete sich am Wochenende. Teile des Triebwerks explodierten und fielen auf bewohnte Gebiete nahe der Hauptstadt Colorados.

Die US-Luftfahrtbehörde FAA hat in der Folge Konsequenzen angekündigt. Maschinen des gleichen Flugzeug-Typs - es war eine Boeing 777 -, welche mit bestimmten Triebwerken von «Pratt & Whitney» ausgestattet sind, …

Artikel lesen
Link zum Artikel