International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Der chinesische Künstler Ai Weiwei erinnert an 43 Studenten, die 2014 in Mexiko verschwunden sind. Aus einer Million Legosteinen gestaltete er für eine Ausstellung in Mexiko-Stadt die Porträts der Verschwundenen.

Der chinesische Künstler Ai Weiwei erinnert an die 43 Studenten. Aus einer Million Legosteinen gestaltete er für eine Ausstellung in Mexiko-Stadt die Porträts der Verschwundenen. Bild: EPA EFE

43 verschwundene Studenten: Hauptverdächtiger in Mexiko kommt frei



Knapp fünf Jahre nach der Verschleppung und mutmasslichen Tötung von 43 Studenten in Mexiko ist einer der Hauptverdächtigen freigelassen worden.

Justizquellen bestätigten Medienberichte vom Dienstag, wonach Gildardo López Astudillo alias «El Gil», der mutmassliche Regionalchef des Verbrechersyndikats Guerreros Unidos im Ort Iguala, aus dem Gefängnis entlassen wurde.

Den Berichten zufolge wurden Beweise gegen López Astudillo verworfen, weil sie mit Folter erzwungen worden seien. Mexikos Präsident Andrés Manuel López Obrador sagte bei einer Pressekonferenz, die Regierung untersuche den Fall.

Polizisten hatten 43 Studenten des Lehrerseminars Ayotzinapa in der Nacht zum 27. September 2014 in Iguala im Bundesstaat Guerrero verschleppt und den Guerreros Unidos übergeben. Den offiziellen Ermittlungen zufolge wurden die jungen Männer getötet und verbrannt. Unabhängige Untersuchungen zweifeln das allerdings an. Die Einzelheiten und Hintergründe der Tat sind noch immer unklar.

López Astudillo war bei seiner Festnahme vor vier Jahren vorgeworfen worden, die Verschleppung und Ermordung der Studenten angeordnet zu haben. Von insgesamt mehr als 120 Festgenommenen kamen inzwischen mehr als 40 wieder frei - die meisten von ihnen, nachdem ein Bundesgericht im vergangenen Jahr wegen Hinweisen, dass sie gefoltert worden waren, eine Neuverhandlung angeordnet hatte.

Verurteilt wurde bislang niemand. Der Präsident setzte im vergangenen Dezember mit seinem ersten Erlass eine Wahrheitskommission zu dem Fall ein. Das hatte das Bundesgericht im September 2018 gefordert. (kün/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

So werden tausende honduranische Flüchtende mit Gewalt gestoppt

In Guatemala kam es zu gewaltsamen Ausschreitungen zwischen honduranischen Flüchtenden und der Polizei. Tausende Menschen waren unterwegs, um über Guatemala und Mexiko in die USA zu migrieren.

Die neue sogenannte Migrantenkarawane mit mehreren Tausend Menschen ist in Guatemala auf ihren Weg Richtung USA Regierungsangaben zufolge mit Gewalt und Tränengas gestoppt worden.

Seit vergangener Woche haben sich laut lokalen Medienberichten zufolge über 9000 Honduraner auf den Weg via Guatemala über Mexiko an die US-Grenze gemacht. Sie erhofften sich durch den Amtseintritt vom neuen Präsidenten Joe Biden eine weniger restriktive Einwanderungspolitik. Sie flüchteten vor (Banden-)Gewalt, …

Artikel lesen
Link zum Artikel