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epa07799348 A police officer guards in the early hours in front of the El Caballo Blanco bar, attacked the previous night by an armed group, in Coatzacoalcos, in the state of Veracruz, Mexico, 28 August 2019. The President of Mexico, Andres Manuel Lopez Obrador, updated the death toll to 25 in the attack on the nightclub in Coatzacoalcos, and announced that the Attorney General's Office will investigate the case. The place was attacked at 22.00 local time on 27 August, when it was full of people, first with bursts of machine guns by individuals who fired indiscriminately and then dropped Molotov bombs.  EPA/ANGEL HERNANDEZ

Ein Polizist vor der Bar, in der 26 Menschen bei einem Anschlag starben. Bild: EPA

Mindestens 26 Tote bei Angriff auf Bar in Mexiko



Ein Brandanschlag auf eine Table-Dance-Bar hat im Osten Mexikos mindestens 26 Menschen das Leben gekostet. Bei dem Angriff in der Hafenstadt Coatzacoalcos im Staat Veracruz am Dienstagabend (Ortszeit) wurden zudem 13 Menschen verletzt, wie die dortige Staatsanwaltschaft am Mittwoch mitteilte.

Staatspräsident Andrés Manuel López Obrador sprach auf einer Pressekonferenz von einem kriminellen Akt unter Banden des organisierten Verbrechens.

Unklar war zunächst, welche Gruppen darin verwickelt waren. Die mutmasslichen Angreifer flohen. Als wahrscheinliches Motiv der Tat nannte der Gouverneur von Veracruz, Cuitláhuac García, in einem Radiointerview den Drogenhandel.

Demnach hat eine Gruppe erreichen wollen, dass die Bar «Caballo Blanco» («Weisses Pferd») als Verkaufsort für Drogen genutzt werde, sagte García dem Radio Aristegui En Vivo. «Sie kamen, schlossen die Hintertür und die Notausgänge, stellten mit Benzin gefüllte Feldflaschen auf, zündeten diese an und brachten sie zur Explosion», beschrieb er das Vorgehen der Angreifer. Die Menschen seien erstickt.

In der Gegend soll Medienberichten zufolge ein Kampf zwischen den Drogenkartellen Los Zetas und Jalisco Nueva Generación herrschen. «Es ist sehr bedauerlich», sagte López Obrador mit Blick auf die Toten. «Diese Verbrechen hängen mit Banden zusammen, wir sprechen von organisierter Kriminalität.»

Der Präsident forderte die Generalstaatsanwaltschaft Mexikos auf, die Ermittlungen an sich zu ziehen. Es müsse auch geprüft werden, ob es eine Zusammenarbeit zwischen der örtlichen Staatsanwaltschaft und Kriminellen gebe, sagte er. Demnach war einer der mutmasslichen Täter im Juli festgenommen, dann aber von der Staatsanwaltschaft von Veracruz freigelassen worden.

Kurz nach dem Anschlag hatte Gouverneur García auf Twitter geschrieben, es werde keine Straffreiheit geben: «In Veracruz tolerieren wir keine kriminellen Gruppen mehr.» García liegt mit der Staatsanwaltschaft im Streit über die Freilassung eines im Juli festgenommenen führenden Kartellmitglieds. Ungeklärt blieb, zu welchem Kartell er gehört.

Die Stadt am Golf von Mexiko sei eine der gefährlichsten Gegenden im Bundesstaat Veracruz, schrieb die Zeitung «El Universal». Dort liefern sich Kartelle immer wieder blutige Auseinandersetzungen. Im vergangenen Jahr gab es in Mexiko mehr als 36'000 Tötungsdelikte, der Grossteil von ihnen hängt mit dem organisierten Verbrechen zusammen. (sda/dpa)

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