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Über 10 Opfer pro Tag: Noch nie wurden in Mexiko so viele Frauen ermordet



Trauriger Rekord: Im April sind in Mexiko mehr Frauen ermordet worden als in jedem anderen Monat in den vergangenen fünf Jahren. Mexikos Amt für öffentliche Sicherheit zählte in einer am Montag veröffentlichten Statistik 337 Frauen, die im vergangenen Monat mutmasslich Opfer von Morden wurden. Eine höhere Zahl gab es bisher in keinem Monat seit Beginn der statistischen Erfassung im Jahr 2015.

Women march during International Women's Day in Mexico City, Sunday, March 8, 2020. Protests against gender violence in Mexico have intensified in recent years amid an increase in killings of women and girls. (AP Photo/Eduardo Verdugo)

Lautstarke Proteste gegen Gewalt an Frauen: Am Weltfrauentag am 8. März gingen Zehntausende Frauen in Mexiko-Stadt auf die Strasse. Bild: AP

In 70 Fällen wurde den Angaben zufolge im April eine Frau mutmasslich Opfer eines Femizids, also wegen ihres Geschlechts umgebracht. Die Zahl der Mordopfer insgesamt sank im Vergleich zum März um 1.9 Prozent auf 3020.

Ein Anstieg der registrierten Fälle von Gewalt gegen Frauen sowie mehrere besonders brutale Frauenmorde hatten bereits vor einigen Monaten in Mexiko einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Am Weltfrauentag am 8. März gingen Zehntausende Frauen in Mexiko-Stadt auf die Strasse. Mexikanische und internationale Organisationen warnten vor einem weiteren Anstieg der Gewalt gegen Frauen, als die Regierung die Menschen seit Ende März aufforderte, wegen der Coronavirus-Pandemie zu Hause zu bleiben.

An actress walks near a line of red shoes representing murdered women, as part of a performance during the national women's strike

Diese roten Schuhe sollten am 8. März an die getöteten Frauen erinnern. Bild: AP

Im vergangenen Jahr wurden in dem nordamerikanischen Land rund 3800 Morde an Frauen registriert. Ein knappes Drittel wurde als Femizide eingestuft. In den ersten vier Monaten dieses Jahres stieg die Zahl der Frauenmorde um 7.9 Prozent im Vergleich zum selben Zeitraum im vergangenen Jahr. (sda/dpa)

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