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Andrang von Flüchtlingen auf der Balkanroute nimmt ab



epa04997679 Migrants warm themselves next to a campfire at the Slovenian-Austrian border in Sentilj, Slovenia 26 October 2015. Seeking to relieve pressure at a camp in Sentilj, where migrants are awaiting passage to Austria, Slovenia had asked Vienna to open a second point of entry. Slovenia has become the latest country to come under pressure from Europe's migration crisis. More than 680,000 migrants and refugees have arrived on the continent by sea this year, the biggest population movement it has experienced since World War II.  EPA/GUORGY VARGA HUNGARY OUT

Die Zahl von Asylsuchenden, die auf der Balkan-Route nach Zentraleuropa reisen, nahm in den letzten Tagen merklich ab – Flüchtlinge an der slowenischen Grenze wärmen sich an einem Lagerfeuer.
Bild: EPA/MTI

Auf der sogenannten Balkan-Route durch Kroatien, Slowenien und Österreich Richtung Deutschland sind weiter Tausende Flüchtlinge unterwegs. Allerdings ging die Zahl der Flüchtlinge im Vergleich zu den Vortagen merklich zurück.

In Slowenien trafen am Freitag in den ersten sechs Stunden 2168 Flüchtlinge aus Kroatien ein, wie die slowenische Polizei mitteilte. Am Donnerstag waren es insgesamt 5341 gewesen, deutlich weniger als am Tag zuvor, als 9848 Menschen kamen.

Seit Ungarn Mitte des Monats seine Landgrenze zu Kroatien mit einem Sperrzaun abgeriegelt hat, sind 104'912 Menschen auf der Balkan-Route durch Slowenien gekommen. Slowenien registrierte im Schnitt 8000 bis 9000 Asylbewerber am Tag. Das kleine Land leitet sie zur österreichischen Grenze weiter.

In Kroatien wiederum trafen in der Nacht zum Freitag 2383 Migranten aus Serbien ein, teilte das Innenministerium auf seiner Homepage mit. Am Vortag waren es insgesamt mehr als 5800 gewesen.

Null Flüchtlinge

Dafür rühmt sich Tschechien, dass es inzwischen wieder Tage gebe, an denen kein Flüchtling in das Land einreise. Innenminister Milan Chovanec verteidigte die Praxis, illegal eingereiste Flüchtlinge nach ihrer Ankunft in geschlossenen Einrichtungen festzuhalten.

«Wenn wir alle aufnehmen und durchreisen liessen, ohne uns um die Sicherheit zu kümmern, dann würde ich nicht Innenminister sein wollen», sagte der 45-Jährige. Die jüngste scharfe Kritik des UNO-Hochkommissariats für Menschenrechte an der Behandlung von Flüchtlingen in Tschechien wies er zurück.

Sein Land profitiere vom ungarischen Grenzzaun an der Grenze zu Serbien und Kroatien. Andererseits hätten Flüchtlinge eine Karte bei sich, auf der «die Tschechische Republik durchgestrichen ist, weil wir sie hier festhalten», sagte Chovanec gegenüber der Tageszeitung «Hospodarske noviny». (wst/sda/dpa)

Vom Krieg vertrieben und zu Fuss auf dem Weg in eine ungewisse Zukunft

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