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Ungarische Kamerafrau verklagt Facebook und den Flüchtling, den sie getreten hat – ausserdem will sie nach Russland auswandern



REFILE - ADDITIONAL INFORMATIONA migrant carrying a child falls after tripping on TV camerawoman (R) Petra Laszlo while trying to escape from a collection point in Roszke village, Hungary, September 8, 2015. Laszlo, a camerawoman for a private television channel in Hungary, was fired late on Tuesday after videos of her kicking and tripping up migrants fleeing police, including a man carrying a child, spread in the media and on the internet.  REUTERS/Marko Djurica

Ein Bild, das die Flüchtlingskrise prägte: Eine ungarische Kamerafrau tritt einen syrischen Flüchtling. Bild: MARKO DJURICA/REUTERS

Es war eine der unwürdigsten Szenen auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise in diesem Spätsommer: Die ungarische Kamerafrau Petra Laszlo, die den syrischen Flüchtling Osama Abdul Mohsen und einen seiner Söhne an der serbisch-ungarischen Grenze mit einem Tritt zu Fall brachte und damit weltweit für Empörung sorgte.

Laszlo entschuldigte sich im Nachhinein öffentlich für den Tritt. Ihren Job war die junge Frau trotzdem los und ein Strafverfahren hat sie ebenfalls am Hals.

In einem Interview mit der russischsprachigen Zeitung Izvestia kündigte Laszlo nun ihrerseits rechtliche Schritte an: Sobald das Strafverfahren gegen sie abgeschlossen sei, wolle sie gegen Facebook und gegen Osama Abdul Mohsen vorgehen.

Facebook habe es unterlassen, Hasskommentare gegen sie auf dem sozialen Netzwerk zu entfernen, während umgekehrt Gruppen, die sie unterstützen wollten, gelöscht worden seien.

Osama Abdul Mohsen (C), a Syrian refugee who was filmed being tripped up by a camerawoman as he fled police in Hungary with his young son Zaid, poses with Zaid and his other son Mohammad al Ghadabe (R), in front of their new home in Getafe, Spain, September 17, 2015. Mohsen has been offered a job in soccer coaching in Madrid, after his story caught the eye of a training school there. REUTERS/Andrea ComasATTENTION EDITORS: SPANISH LAW REQUIRES THAT THE FACES OF MINORS ARE MASKED IN PUBLICATIONS WITHIN SPAIN

Abdhul Mohsen mit zwei seiner Söhne in Getafe, Spanien. Bild: ANDREA COMAS/REUTERS

Gegen Osama Abduhl Mohsen, der mittlerweile mit seiner Familie in Spanien lebt und seinem Beruf als Fussball-Trainer nachgeht, will sie wegen Falschaussage vorgehen: Mohsen habe ursprünglich die Polizei beschuldigt und im Nachhinein seine Aussage geändert.

Laszlo spielt offenbar mit dem Gedanken, nach Russland auszuwandern. Sie fühle sich bedroht in Ungarn und wolle deshalb mit ihrer Familie das Land verlassen. Russland sei eine Option. (wst)

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