International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Pia Klemp Sea Watch Kapitänin

Pia Klemp hat ein Buch geschrieben. Bild: sea watch

Flucht, Haft und Flachlegen: Die Seenot-Kapitänin und der Tanz mit den Toten

Annegret Mathari / Keystone-SDA



Immer wieder hören wir Berichte, dass Menschen im Mittelmeer ertrinken. Mit der Abschottung der EU-Staaten wurde es zu einem der gefährlichsten Grenzübergänge. In Pia Klemps Roman «Lass uns mit den Toten tanzen» erzählt eine Aktivistin und Kapitänin, wie sie mit ihrer Crew in See sticht, um Bootsflüchtlinge zu retten.

Auf der Flucht vor Krieg und Verfolgung versuchen tausende Menschen, sich über das Mittelmeer in Europa in Sicherheit zu bringen. In diesem Europa gehe es aber nicht darum, Leben zu retten, sondern nicht zu sehen, wenn Menschen sterben, schreibt die Kapitänin und Ich-Erzählerin mit Blick auf ihre Motivation zur Seenotrettung.

Subtil schildert sie, wie die neue Crew aus Weltverbesserern, die für drei Wochen an Bord bleibt, bei den Vorbereitungsarbeiten im Hafen allmählich zusammenwächst. Ohne «Crew love» geht nichts. Dabei kommt es zu witzigen Szenen: «Kette, Kette» rufen sie sich zu, als sie eine Kette bilden und sich die Schwimmwesten zuwerfen, die im Schiff verstaut werden sollen. Schliesslich singen sie frei nach Aretha Franklin «Chain, chain, chaiiiin – chain of fools».

Ein paar Federstriche charakterisieren Personen: «Er wäre gerne ein Sonnyboy, dafür hat er aber zuviel gesehen», sagt die Protagonistin über ihren Bootsmann. Ihr Schiff patrouilliert in internationalen Gewässern vor der libyschen Küste, die Crew hält Ausschau nach Schiffbrüchigen.

EU schaut weg

Als sie Boote entdecken, helfen andere NGO-Schiffe mit, die Flüchtlinge zu retten. Ein deutsches Kriegsschiff taucht auf und macht – nichts. Italien hat seine Schiffe in den Norden verlegt, «um ja niemanden aus Versehen zu finden». Am Ende des Tages haben die Kapitänin und ihre Crew 400 Gäste an Bord.

Die Kapitänin schlägt sich mit der Seenotrufleitstelle in Rom herum, die in dieser Seenotrettungszone bei Notfällen für die Koordination zuständig ist. Rom verspricht Küstenwachschiffe zu schicken, die die Menschen nach Italien bringen. «Doch wie immer sagt uns keiner wann».

Dass Frauen Schiffe führen, ist offenbar immer noch exotisch. Damit wird die Kapitänin oft konfrontiert. Sehr schön schildert sie das anhand eines Bilderbuchanlegemanövers: als es ihr gelingt, ihr Schiff im Hafen in eine kleine Lücke zwischen zwei angedockte dicke Offshore-Versorger zu manövrieren, schauen von dort die Besatzungsmitglieder mit anerkennendem Nicken zu. Und als sie sehen, dass eine Frau am Steuer ist, wenden sie sich beschämt ab. Schade, dass die Erzählerin an anderer Stelle eine Mackersprache verwendet, als sie hofft, «flachgelegt» zu werden.

Der Roman hat viel Drive, sarkastischen Humor und Ironie, er liest sich im Nu. Mit viel Beobachtungsgabe und Menschenkenntnis berichtet die Protagonistin in einer manchmal deftigen Umgangssprache. Es gibt überraschende Vergleiche, so hat etwa ihre Beziehung zu Schiffen etwas von «arrangierten Ehen, bollywoodmässig, mit einem schwierigen Anfang und einem Ende, bei dem alle mit überquellendem Herzen und fliegendem Konfetti tanzen».

Seenotrettung stört

Doch die Seenotrettung durch NGO stört offenbar. Den Versuch, sie zu kriminalisieren, überlässt die EU Italien.

Nach vielen Schikanen wird das Schiff schliesslich in Italien konfisziert und Anklage gegen die Kapitänin und ihre Crew wegen Menschenschmuggels erhoben. Das Seerecht verpflichtet allerdings alle Kapitäne dazu, Schiffbrüchige zu retten. Und im richtigen Leben hat der Uno-Hochkommissar für Flüchtlinge, Filippo Grandi, wiederholt die wichtige Rolle der NGO bei der Seenotrettung hervorgehoben.

Pia Klemp war selbst Kapitänin mehrerer Schiffsrettungsmissionen. Die Erlebnisse dieser Zeit verarbeitet sie in dem Roman, die Personen sind fiktiv, das Insiderwissen real. 2017 wurde eines ihrer Schiffe, die Iuventa, beschlagnahmt. Die italienische Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Klemp und weitere Crew-Mitglieder wegen «Beihilfe zur illegalen Einwanderung». Da ihr in Italien U-Haft droht, kann sie derzeit keine Einsätze fahren.

Genauso wie die Seenotrettung durch NGO stört, wird auch dieses Buch stören, denn es handelt von Menschen, die nicht wegschauen, sondern hinschauen – und hingehen. (sda)

Das Buch

Pia Klemp: Lass uns mit den Toten tanzen, Maro Verlag, Augsburg 2019, 240 Seiten.

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Sea Watch 3 und Carola Rackete

115 Migranten nach Bootsunglück vor libyscher Küste vermisst

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

69
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
69Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • LaPalomaOhe 30.08.2019 13:26
    Highlight Highlight Aufgrund vielfacher Nachfrage: https://www.welt.de/politik/ausland/article163929348/Retter-sollen-Fluechtlingsboote-mit-Lichtsignalen-anlocken.html
    Es ist mir egal ob das in der Springer-Presse, im Moskaufunk oder bei "Brüssel today" (Tagesschau) erscheint, es ist überall Propaganda und Gegenpropaganda, am ehesten traue ich noch Schweizer Medien, aber auch nicht allen....
    Im Grunde genommen sind das alles Ersatzreligionen.
  • soulcalibur 30.08.2019 08:16
    Highlight Highlight Eine traurige Situation, untragbar. Aber was ich mich frage; was wäre denn die langfristige Lösung für dieses Dilemma? No Borders, no Nations? Also unbegrenzte Einwanderung aus Afrika? Auf dem afrikanischen Kontinent leben gemäss UNO 1,3 Milliarden Menschen, 2050 sollen es doppelt so viele sein. Was passiert, wenn Europa seine Grenzen öffnet für die legale Migration?
    • Ale Ice 30.08.2019 14:29
      Highlight Highlight Durchaus berechtigte Fragen.

      Welche Funktion haben Grenzen?

      Unter Anderem sollen Staatsgrenzen anscheinend Ungerechtigkeiten aufrecht erhalten.

      Grenzen sollen Menschen davon abhalten, an dem Kuchen teilzuhaben, den wir hier aus Zutaten backen, die wir ihnen zuvor gestohlen haben.

      Was diese Menge der Menschen auf dieser Erde betrifft: Wahrscheinlich denkt die Menschheit erst dann nach und pflanzt sich nicht wie verrückt weiter, wenn es zu spät ist...
  • rey_feitosa 30.08.2019 06:43
    Highlight Highlight Es braucht dringend eine Systemänderung, dass die Leute wenn schon auf legalem Weg einreisen, jedes afrikanische Land hat EU-Botschaften vor Ort! Dadurch reisen die Leute nicht ohne Identität ein, müssen weniger Zeit in den Flüchtlingsunterkünften ergehen lassen und können besser in die Gesellschaft (Unterkunft und Ausbildung bzw Arbeit).

    Und Somit kann auch die überteuerte (Flugticket und Visum sind viel günstiger) und gefährliche Einreise via Schlepper eingedämmt werden. Zudem sollten sich die Flüchtlinge des Risikos bewusst sein, wenn sie ein überfülltes Böötchen besteigen.
    • Rabbi Jussuf 30.08.2019 11:37
      Highlight Highlight rey
      Nein. Das bringt überhaupt nichts, weder den Afrikanern noch Europa.
  • who cares? 29.08.2019 22:03
    Highlight Highlight Was ist nur in dieser Kommentarspalte los? :'(
    • Mr. Spock 30.08.2019 07:14
      Highlight Highlight Trolle... Komm am Mittag nochmal!
  • Ohniznachtisbett 29.08.2019 21:47
    Highlight Highlight Wenn man mal das Geschlechterverhältnis anschaut, damals als die vielen KRIEGSFlüchtlinge aus Syrien kamen. Ganze Familien, viele Frauen und Kinder. Jetzt übers Mittelmeer kommen hauptsächlich junge Männer. Junge Männer denen man falsche Versprechungen über Europa gemacht hat und denen die ganze Familie ihr gesamtes Geld gab, um die kriminellen Schlepper zu zahlen. Geld, mit dem in Afrika viel möglich gewesen wäre. Man muss die nicht aus dem Wasser ziehen, man muss dafür sorgen, dass diese Wirtschaftsmigranten nie ein Boot besteigen.
    • Rabbi Jussuf 29.08.2019 22:57
      Highlight Highlight Ohni
      Das Verhältnis 2015 war bereits sehr zu Gunsten junger Männer. Nur die Kameras suchten die paar Familien unter der Menschenmenge. BereitsSchon damals waren es hauptsächlich Wirtschafts"flüchtlinge".
    • kobL 30.08.2019 09:22
      Highlight Highlight Dir ist schon bewusst, dass es in Afrika einige Kriege gibt momentan?!
      Somalia, Mali, Lybien, Kongo, Äthiopien, Niger, Nigeria usw.
      Natürlich flüchten nur die, die überhaupt eine Chance haben, die ganze Flucht zu überleben. Will gar nicht wissen, wie viele schon auf dem Weg zu einem Boot nicht überlebt haben.
    • Baccaralette 30.08.2019 11:13
      Highlight Highlight Und wie war das im Balkankrieg? Die jungen, starken Männer kamen in die Schweiz. Damit SIE nicht in den Krieg ziehen mussten.

      Liessen Frau und Kind zurück.

      SO ist das immer.

      Weil Männer so sind. Denkt mal darüber nach.
    Weitere Antworten anzeigen
  • ostpol76 29.08.2019 18:41
    Highlight Highlight "Auf der Flucht vor Krieg und Verfolgung versuchen tausende..."

    Die meisten sind immer noch Wirtschaftsflüchtlinge!
    • Ale Ice 29.08.2019 21:42
      Highlight Highlight Ich lebe auch lieber da, wo ich bessere Chancen auf ein besseres Leben haben könnte.
      Du nicht?

      "Die meisten..."
      Auf welchen Zahlen basiert eigentlich deine Aussage?
      Ich kann nichts dazu finden.
    • Kleine Hexe 29.08.2019 22:19
      Highlight Highlight Weil Europa und China immer noch gerne von Afrika profitieren, ja. Milchexport, Fischfang, seltene Metalle sind da nur einige Stichworte.
      Wenn ich in meinem Heimatsland keine Zukunftsaussichten hätte, würde ich da auch nicht bleiben wollen.
    • Rabbi Jussuf 29.08.2019 23:04
      Highlight Highlight Ale Ice
      Musst du halt besser suchen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Militia 29.08.2019 17:59
    Highlight Highlight Die "Seenotretter" haben einen grossen Anteil an der himmeltraurigen Situation dieser Menschen. Die Leute werden mit falschen Versprechen nach Europa gelockt welche gar nicht erfüllt werden können. Wenn sich das rumspricht und die Tatsache, dass es kein Rettungstaxi gibt würden diese Leute ihr Glück an einem anderen Ort in Afrika suchen. So werden aber Anreize zur Flucht geschaffen in dem man die Leute direkt vor der Küste aufgabelt und dann nicht weiss wohin mit ihnen. Eine Sauerei sondergleichen und absolut falsch verstandene Nächstenliebe. Ein sogenannter Bärendienst.
    • Charivari 29.08.2019 20:56
      Highlight Highlight Langfristig braucht es da sicher eine Strategie dagegen. Doch bis es soweit ist, muss man halt diesen Leuten helfen. Man kann die doch nicht einfach absaufen lassen und so im Mittelmeer einfach "entsorgen".
    • Kruk 29.08.2019 21:13
      Highlight Highlight https://m.spiegel.de/politik/deutschland/migration-das-maerchen-von-der-sogwirkung-gastbeitrag-a-1283331.html
    • Das-Malo 29.08.2019 22:33
      Highlight Highlight Leben zu retten gehört für mich definitiv nicht zu falsch verstandener Nächstenliebe.
      Was währe denn ihrer Meinung nach eine Alternative? Ich meine es ist klar, dass es Lösungen braucht, damit diese Menschen wieder in frieden leben können. Doch was machen wir bis dahin?
      Ich jedenfalls will nicht tatenlos zusehen wie Menschen ertrinken.
    Weitere Antworten anzeigen
  • mrgoku 29.08.2019 17:50
    Highlight Highlight Die war ja bei dieser geilen Aktion von Joko & Klaas als die 15 Minuten Sendezeit hatten.

    GENIAL
  • Vladimir Putin 29.08.2019 17:02
    Highlight Highlight Vielleicht bin ich naiv aber wieso ist es schade, dass die Protagonistin sagt sie wolle flachgelegt werden? Die Figur äussert das äusserst menschliche Bedürfniss nach Geschlechtsverkehr. Hinzu kommt, dass das Buch von einer Frau geschrieben wurde. Ich sehe das Problem wirklich nicht.
    • Mietzekatze 30.08.2019 13:15
      Highlight Highlight ich kann dir sagen was das Problem ist... Nicht ihr Bedürfnis, sondern wie sie es gesagt hat. wir Frauen dürfen nicht sagen wir wollen flachgelegt werden.. Das müsste dann 'ich würde mich sehr darüber freuen, entschiede sich der Herr dazu, mit mir den Beischlaf zu vollziehen' heissen ;) in 2 Stellen im Artikel wird auf die Art der Sprache hingewiesen. Ich behaupte jetzt Mal, nur weil es von einer Frau geschrieben wurde! #dichterdran
  • LaPalomaOhe 29.08.2019 16:57
    Highlight Highlight Seit Salvini in Italien Innenminister war, starben im Mittelmeer nachweislich kaum noch Menschen, seit dem jedoch der zwangsfinanzierte deutsche Staatsfunk mit dieser Tochter eines Waffenverkäufers vor Libyens Küste auf die Schlepperschiffe gewartet haben geht das Sterben wieder los. Ich hoffe die werden bald vor ein Gericht gestellt.
    • Winschdi 29.08.2019 18:09
      Highlight Highlight Quelle? Ohne RussiaToday, Weltwoche, FoxNews und BlocherTV.
    • Walter Sahli 29.08.2019 18:17
      Highlight Highlight Der grösste Rückgang war zwischen 2016 und 2017 zu verzeichnen. Salvini wurde erst im Juni 2018 Innenminister (2018: rund 2'300 Ertrunkene...soviel zum Thema "kaum Menschen ertrunken"). Der Rückgang kann also nicht auf ihn zurückgeführt werden.
    • TJ Müller 29.08.2019 18:28
      Highlight Highlight Schöne Fantasie hast du, nur entspricht dies leider nicht den Fakten. Oder hast du für dieses Märchen auch eine glaubwürdige Quelle?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Baccaralette 29.08.2019 16:01
    Highlight Highlight Ein trauriges Kapitel. Eines, das mich sehr, sehr traurig macht.

    Es handelt sich hierbei um Menschen. Die kann man nicht einfach auf dem Meer absaufen lassen.

    Geht nicht. Zumindest nicht in der Welt, in der ich leben möchte.

    Genauso wie es mir das Herz bricht, wenn ich die Bilder vom Amazonas sehe - der Wald brennt, die Tiere verrecken elend.

    Mensch, wo gehst du hin?
    • Ale Ice 29.08.2019 17:38
      Highlight Highlight Mensch, warum blitzt du diesen Kommentar?
    • Pümpernüssler 29.08.2019 18:07
      Highlight Highlight @baccaraclette dann nimm du sie doch bei dir zuhause auf 🤷‍♀️
    • lily.mcclean 29.08.2019 19:54
      Highlight Highlight @pumpernüssler

      Oh wooow wie Geistreich.

      🤦‍♀️
    Weitere Antworten anzeigen
  • Me, my shelf and I 29.08.2019 15:56
    Highlight Highlight Das sind meine Held*innen. Solidarisch, ohne Aussicht auf persönlichen Nutzen.
    Carola, Pia, Claus-Peter, ihr seit die altruistischen Helden, die die Menschlichkeit braucht, die Menschheit aber nicht verdient hat.
    • Ale Ice 29.08.2019 17:41
      Highlight Highlight Me, myself und mein Herz hat dein Kommentar.

Vergiftete Böden und Kinderarbeit – was sich Schweizer Firmen im Ausland alles erlauben

Am 29. November stimmt die Schweiz über die Konzern-Initiative ab. Sie soll Schweizer Unternehmen bei Rechtsverstössen im Ausland stärker haftbar machen. Höchste Zeit also, um sich ein paar Beispiele von bis jetzt ungeahndeten Menschenrechts- und Umweltvergehen anzusehen.

Nach der Abstimmung ist vor der Abstimmung: Bereits am 29. November kann das Schweizer Stimmvolk erneut wählen gehen. Zum Beispiel über die Konzernverantwortungsintiative. Diese fordert, dass globale Konzerne mit Sitz in der Schweiz einem zwingenden Regelwerk unterstellt sind, wenn es um die Beachtung von Menschenrechten und Umweltschutz bei ihren weltweiten Tätigkeiten geht.

Oder einfach gesagt: Schweizer Unternehmen und ihre Tochterfirmen könnten für ihre Tätigkeiten im Ausland rechtlich …

Artikel lesen
Link zum Artikel