International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

«Möglichkeit für einen Neustart»: Dutzende Flüchtlinge fliegen von Athen nach Hannover



epa08370158 Unaccompanied minor refugees, who were living at the migrant camps of the islands of north Aegean Sea, board an airplane at the International Airport of Athens, to travel to Germany, in Athens, Greece, 18 April 2020. The fifty three children have been accepted to live in shelters for minors in Germany.  EPA/ORESTIS PANAGIOTOU

Junge Flüchtlinge besteigen in Athen eine Maschine nach Deutschland. Bild: EPA

Dutzende minderjährige Flüchtlinge von griechischen Inseln sind am Samstagvormittag nach Deutschland abgeflogen, wo sie aufgenommen werden sollen. Dies bestätigte eine Sprecherin des Athener Flughafens der Deutschen Presse-Agentur. Sie fliegen nach Hannover, von wo sie für eine 14-tägige Corona-Quarantäne in den Landkreis Osnabrück gebracht werden.

Die 49 unbegleiteten Minderjährigen mit einem Durchschnittsalter von 13 Jahren stammen mehrheitlich aus Afghanistan und Syrien, hiess es in Kreisen des Migrationsministeriums in Athen. «Wir geben verfolgten Menschen die Möglichkeit für einen Neustart», erklärte der griechische Regierungschef Kyriakos Mitsotakis im Staatsfernsehen.

Die Jugendlichen sollen nach ihrer Corona-Quarantäne im Landkreis Osnabrück auf die Bundesländer verteilt werden. Sie sind die zweite Gruppe von Minderjährigen, die aus den berüchtigten Lagern der griechischen Inseln Lesbos, Chios und Samos geholt wurden. Bereits am Mittwoch waren zwölf Jugendliche von Luxemburg aufgenommen worden.

Der Plan sieht vor, dass rund 1600 Jugendliche in andere EU-Staaten gebracht werden. Gut 90 Prozent der Minderjährigen sind Jungen. In den Lagern der Inseln im Osten der Ägäis harren zurzeit gut 39'000 Menschen aus. Etwa 36 Prozent sind nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) Minderjährige. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Covid-Verordnung Bundesrat (16. April 2020)

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

25 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
Do not lie to mE
18.04.2020 10:30registriert March 2019
Ehrliche Worte finde ich. Der luxemburgische Ministers für Immigration und Asyl, Jean Asselborn:
„Jedem Jugendlichen folgen später im Zuge des Familiennachzugs vier bis fünf weitere Personen, das ist so, das muss man auch offen sagen.“
11265
Melden
Zum Kommentar
Quacksalber
18.04.2020 10:56registriert November 2016
Wenn fast nur Buben eine Chance bekommen, könnte die Schweiz doch einen Ausgleich schaffen und Mädchen aufnehmen. Ein Vorschlag.
5832
Melden
Zum Kommentar
Matungus Jones
18.04.2020 14:43registriert March 2018
Schon witzig, die Votings und Kommentare hier. Wusste gar nicht, dass dieser Asselborn als so wichtige Persönlichkeit empfunden wurde, dass er hier ständig zitiert wird lol
4422
Melden
Zum Kommentar
25

Analyse

Griechenland setzt Flüchtlinge auf offenem Meer aus – und überlässt sie ihrem Schicksal

So aggressiv hat noch kein europäisches Land auf die Ankunft von geflohenen Menschen reagiert. Was die Hellenen da gerade machen, ist brandgefährlich.

Die Enthüllung der New York Times ist schockierend: Die amerikanische Zeitung berichtete am Wochenende, dass griechische Behörden in den vergangenen Monaten mindestens 31 Mal Flüchtlingsgruppen aus Auffanglagern holten, sie mitten in der Nachts aufs offene Meer hinausfuhren, in Schlauchboote setzten und sie an der griechischen Seegrenze ihrem Schicksal überliessen.

Mindestens 1072 Menschen haben sich die Griechen auf diesem Weg vom Hals geschafft. Die New York Times hat mit mehreren von ihnen …

Artikel lesen
Link zum Artikel