International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa07788172 A handout photo made available by the NGO organisation Medecins Sans Frontieres (MSF) showing the Ocean Viking vessel at sea on 23 August 2019, after they received permission to land in Malta. Reports state that after 14 days at sea all 356 people onboard Ocean Viking will finally disembark to Malta. While some EU States finally stepped up with a humane response to this humanitarian disaster, a predictable disembarkation mechanism is needed now!

Das Schiff hatte am Sonntag zunächst 50 Menschen gerettet. Danach übernahm es weitere 34 Bootsflüchtlinge. Bild: EPA

Bootsflüchtlinge auf «Ocean Viking» dürfen in Italien an Land



Die 82 Bootsflüchtlinge auf dem Rettungsschiff «Ocean Viking» im Mittelmeer dürfen in Italien an Land. Die «Ocean Viking» hat laut der Hilfsorganisation SOS Méditerranée von der koordinierenden Seenotleitstelle in Rom die Anweisung erhalten, nach Lampedusa zu fahren.

«Dies wurde als sicherer Ort für die 82 Überlebenden der letzten beiden Rettungseinsätze bestimmt», schrieb die Hilfsorganisation am Samstagmorgen auf Twitter.

Das von SOS Méditerranée und Ärzte ohne Grenzen betriebene Schiff hatte am vergangenen Sonntag zunächst 50 Menschen gerettet. Danach übernahm es weitere 34 Bootsflüchtlinge, die die Organisation Resqship zuvor aus Seenot gerettet hatte. Nur zwei Menschen, eine hochschwangere Frau und ihr Mann, durften bisher von Bord und wurden nach Malta gebracht.

Uno-Flüchtlingskommissar Filippo Grandi begrüsste die jüngste Entwicklung. «Hoffentlich ist dies ein weiterer Schritt hin zu einem dringend benötigten, berechenbaren Ausschiffungsabkommen, das von einer Anzahl europäischer Länder unterstützt wird», schrieb Grandi auf Twitter.

Der französische Innenminister Christophe Castaner schrieb, für die «Ocean Viking» sei ein «europäisches Ad-hoc-Abkommen» zwischen Italien, Frankreich, Deutschland, Portugal und Luxemburg getroffen worden.

Die im August zerbrochene frühere italienische Regierung aus populistischer Fünf-Sterne-Bewegung und rechter Lega hatte sich durch eine sehr harte Haltung gegen Flüchtlinge und Migranten ausgezeichnet. Lega-Chef Matteo Salvini wurde als Innenminister von der Spitzenbeamten Luciana Lamorgese abgelöst. (viw/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Sea Watch 3 und Carola Rackete

Salvinis Rede über Sea-Watch sorgt für Aufregung

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Neue Migranten auf Lampedusa – Bürgermeister hält die Lage für unkontrollierbar

Auf der italienischen Mittelmeerinsel Lampedusa sind mehrere Dutzend neue Migranten aus Afrika angekommen, was die Behörden vor Probleme stellt. Bürgermeister Totò Martello sagte nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Ansa am Samstag: «Die Situation ist unkontrollierbar geworden. Wenn die Regierung es nicht tut, werde ich den Ausnahmezustand ausrufen.»

Auf der 20 Quadratkilometer grossen Insel befinden sich aktuell mehr als 1000 Migranten – darunter rund 200 Menschen, die auf mehreren …

Artikel lesen
Link zum Artikel