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epa04928260 Smoke from fireworks fired towards Israeli border police spreads at al-Aqsa mosque complex, during clashes with Palestinians, in Jerusalem's Old City, Israel, early 13 September 2015. Media reported that police entered al-Aqsa mosque as Palestinians threw stones and fireworks at them while Jewish people prayed at the Western Wall for the Jewish holiday of Rosh Hashanah, Jewish New Year, which this year falls 13 September at sunset.  EPA/ABIR SULTAN

Polizisten in der Al-Aksa-Moschee in Jerusalem.
Bild: ABIR SULTAN/EPA/KEYSTONE

Israelische Polizei stürmt nach Ausschreitungen mit Palästinensern die Al-Aksa-Moschee in Jerusalem 



Kurz vor Beginn des jüdischen Neujahrsfestes ist es am Sonntagmorgen an der Al-Aksa-Moschee in der Altstadt von Jerusalem zu Ausschreitungen zwischen israelischen Sicherheitskräften und Palästinensern gekommen.

Maskierte Demonstranten hätten sich über Nacht in der Moschee verschanzt und Steine und Feuerwerkskörper auf die Beamten geworfen, teilte die Polizei am Sonntagmorgen mit. Nach Angaben von Zeugen richteten die Sicherheitskräfte Schäden an, als sie in die Moschee eindrangen, was die Polizei dementierte.

Die Spannungen auf dem Hochplateau vor der Al-Aksa-Moschee, das Juden als Tempelberg verehren, haben in den vergangenen Tagen zugenommen. Der israelische Verteidigungsminister Mosche Jaalon hatte am Mittwoch zwei als «Glaubenswächter» vor der Al-Aksa-Moschee agierende muslimische Gruppen verboten und damit die Palästinenser provoziert.

Die «Verteidiger des Glaubens» genannten Gruppen schreiten auf dem Gelände gegen jüdische Besucher ein, wenn diese dort Gebete verrichten.

Spannungen rund um die Moschee

In Jerusalems Altstadt beginnen am Sonntag die Feierlichkeiten für das jüdische Neujahrsfest, das am Montag und Dienstag begangen wird. Laut der israelischen Polizei hatten sich junge Muslime in der Al-Aksa-Moschee verschanzt, um die erwarteten jüdischen Besucher zu stören.

Palestinians take part in a protest against a power crisis in Rafah in the southern Gaza Strip September 13, 2015. Power has been provided to different areas in the impoverished coastal territory in six-hour shifts as Gaza's lone power plant shut one of its generator on Saturday due to a fuel shortage, energy officials said. Electricity is also supplied to the Gaza grid through power lines from Israel and Egypt. Gaza's plant provides electricity to two-thirds of its population. REUTERS/Ibraheem Abu Mustafa

Palästinenser demonstrieren vor der Al-Aksa-Moschee.
Bild: IBRAHEEM ABU MUSTAFA/REUTERS

Am Eingang der Moschee seien Schläuche gefunden worden, die mit Sprengstoff hätten gefüllt werden können, sagte ein Sprecher. Die Moschee-Pforte sei daraufhin von den Beamten geschlossen worden.

Ein muslimischer Augenzeuge sagte der Nachrichtenagentur AFP, die Beamten hätten sich auch zum Stuhl für die Prediger begeben, einige Gebetsteppiche seien teilweise verbrannt worden. Nach Tagesanbruch setzten sich die Ausschreitungen fort, dabei setzte die Polizei auf dem Areal vor der Moschee Tränengas ein.

Furcht vor interreligiösen Auseinandersetzungen

Die Al-Aksa-Moschee ist das dritthöchste islamische Heiligtum nach Mekka und Medina. Nach der derzeit gültiger Regelung dürfen Juden und andere nicht-muslimische Besucher den Hügel – den die Juden Tempelberg und die Araber Al-Haram Al-Scharif (Edles Heiligtum) nennen – zwar besuchen, nicht aber dort beten. Grund dafür ist die Furcht vor interreligiösen Auseinandersetzungen.

Ultraorthodoxe Juden versuchen immer wieder, das Verbot im von Israel während des Sechs-Tage-Kriegs 1967 besetzten und später annektierten Ost-Jerusalem zu durchbrechen. Die UNO erkennt die Annexion nicht an. Israel betrachtet Jerusalem als seine «unteilbare» Hauptstadt, während die Palästinenser den Osten der Stadt zur Hauptstadt eines eigenen Staates machen wollen. (sda/afp)

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