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Tausende bei Trauermarsch in Beirut – Kirchenglocken und Gesänge nach Explosion



Eine Woche nach der verheerenden Explosion in Beirut haben am Dienstag mehrere Tausend Menschen an einem Trauermarsch zum Gedenken an die Opfer teilgenommen.

epa08597700 Anti-government protestors gather near the devastated harbor area to commemorate the victims of the explosion that took place just one week earlier, in Beirut, Lebanon, 11 August 2020. The Lebanese Health Ministry said at least 160 people were killed, and more than 6,000 injured in the Beirut blast that devastated the port area on 04 August and believed to have been caused by an estimated 2,750 tons of ammonium nitrate stored in a warehouse  EPA/NABIL MOUNZER

Trauermarsch und Anti-Regierung-Demonstrationen: Beirut eine Woche nach der Detonation., 11. August 2020. Bild: keystone

Sie zogen in der libanesischen Hauptstadt schweigend in Richtung Hafen, wie Augenzeugen berichteten. Einige trugen weisse Rosen. Andere hatten Tränen in den Augen. Viele hüllten sich in rot-weisse Landesflaggen und riefen «Lang lebe der Libanon».

Kirchenglocken läuten im Takt zu den gelesenen Koranversen vor den Hafentrümmern in Beirut. twitter@adlamassoud

Bei einer Gedenkveranstaltung wurden die Namen der Todesopfer verlesen. In der Umgebung läuteten Kirchenglocken. Von einer Moschee wurden Koranverse übertragen.

Eine Frau namens Randa, die durch die Katastrophe obdachlos wurde, sagte: «Ich bin sprachlos. Wir haben unser wunderschönes Beirut verloren.» Andere Teilnehmer riefen: «Wir sind Überlebende und werden aus den Trümmern wieder auferstehen.»

Durch die Explosion wurden mindestens 165 Menschen getötet und 6000 weitere verletzt. Bis zu 300'000 Menschen verloren ihr Zuhause. (sda/dpa)

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Schwere Explosion am Hafen von Beirut

Videos zeigen das Ausmass der Katastrophe in Beirut

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7 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
Popo Catepetl
11.08.2020 22:00registriert September 2014
Für einmal diese Vereinigung von Islam und Christentum zu hören ist sehr schön!
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7

Augenzeuge in Beirut: «Was ich gesehen habe, kann man nicht mit Worten beschreiben»

Eigentlich wollte er Hilfsprojekte im Libanon vorbereiten – dann wurde er zum Ersthelfer inmitten des Chaos von Beirut: Der Deutsche Serkan Eren hat nach der heftigen Explosion mit angepackt, bis ihn seine Kräfte verliessen.

Es ist 2 Uhr in der Nacht deutscher Zeit, schon 3 Uhr in Beirut. Serkan Eren sagt am Telefon, er wird so schnell nicht schlafen können. «Was ich gesehen habe, kann man nicht mit Worten beschreiben. Unvorstellbare Zerstörung. Viel Blut, dazu die Schreie von Menschen um Hilfe, und wenn man einem geholfen hatte, wartete schon der nächste. Ich stehe völlig neben mir und muss jetzt versuchen, erst einmal runterzukommen.»

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