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FILE - This Oct. 5, 2017 file photo shows Jens Maier, member of the AfD parliamentary group  at  parliament  in Berlin, Germany. The son of former tennis star Boris Becker is pressing charges against a German nationalist lawmaker who insulted him with a racist slur. Lawyer Christian-Oliver Moser told The Associated Press on Thursday that he filed a complaint on behalf of Noah Becker against the “unbearable and racist remarks” that came from the Twitter account of nationalist lawmaker Jens Maier.  (Michael Kappeler/dpa via AP)

Jens Maier von der AfD wird wegen Rassismus von Becker-Sohn Noah angezeigt. Bild: AP/dpa

Wegen rassistischem Tweet: Becker-Sohn zeigt AfD-Abgeordneten Maier an



Noah Becker, Sohn der deutschen Tennislegende Boris Becker, geht nach einem rassistischen Tweet auf dem Account des AfD-Politikers Jens Maier juristisch gegen den Bundestagsabgeordneten vor.

Gegen Maier sei bereits am vergangenen Mittwoch «wegen aller hier in Betracht kommender Delikte» Strafanzeige erstattet sowie Strafantrag gestellt worden, teilte Beckers Berliner Anwalt Christian-Oliver Moser auf Anfrage am Sonntag mit.

Der fragliche Tweet:

Zudem sei der AfD-Politiker zur Abgabe einer Unterlassungserklärung aufgefordert worden, «um eine derartige rassistische Beleidigung in Zukunft auszuschliessen». Die für Freitag gesetzte Frist habe Maier aber «ohne jede Reaktion» verstreichen lassen. Daher wolle er «zeitnah auch die Zivilgerichte bemühen», erklärte Moser.

Über Maiers Twitter-Account war in der vergangenen Woche in Richtung Noah Becker der Satz gepostet worden: «Dem kleinen Halbneger scheint einfach zu wenig Beachtung geschenkt worden zu sein, anders lässt sich sein Verhalten nicht erklären.» Der Kommentar wurde später gelöscht.

Maier schiebt Schuld auf Mitarbeiter

Maier erklärte, nicht er selbst, sondern ein Mitarbeiter habe die Zeilen verfasst. Boris Becker hält diese Erklärung für unglaubwürdig.

In einem Gastbeitrag für die «Welt am Sonntag» schrieb Becker, die Beleidigung seines Sohnes sei keineswegs ein Versehen gewesen: «Jetzt sagt er, er habe den Tweet gar nicht selbst abgesetzt. Ein Mitarbeiter soll es gewesen sein.» Das aber sei die Masche der AfD: «Irgendetwas in die Welt setzen und sich dann davon distanzieren.»

Der Kommentar hatte sich auf ein Interview bezogen. In diesem hatte Noah Becker erklärt, Berlin sei im Vergleich zu London oder Paris eine «weisse Stadt», er selbst sei wegen seiner braunen Hautfarbe attackiert worden. (leo/sda/dpa)

Bundestagswahl 2017: Der Siegeszug der AfD

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100 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
Fiona Odermatt
07.01.2018 14:45registriert December 2016
Die ganzen Blitzer mit brauner „Meinung“ sollen doch auch mal kommentieren und ihre Argumente darlegen.Könnte sonst passieren dass ihr für Bots, eine Troll Armee oder Mitläufer die sich gar keine Gedanken machen gehalten werdet.........
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nimmersatt
07.01.2018 16:12registriert February 2014
Gibt dir ein bisschen Mühe AFD, siehe hin und lerne von der SVP wie man Rassismus nett formuliert, gesellschaftlich salonfähig macht und so ein wundervolles demokratisches Klima schafft
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rodolofo
07.01.2018 15:32registriert February 2016
"Halbneger" finde ich doppelt beleidigend, als "Neger"!
AfD'ler Maier wäre vermutlich auch doppelt beleidigt, wenn ich ihn als "Halb-Nazi" bezeichnen würde und ihn damit nicht für voll nähme.
Ja, böser Herrenmensch Maier,
noch stehen in Deutschland die Menschenrechte über Nationalem AfD-Recht!
Sie müssen sich also noch eine Weile gedulden, bis Sie wieder ohne unangenehme Konsequenzen "Halb-Neger" sagen dürfen, wie damals im Tausendjährigen Reich, das nicht einmal ein Jahrzehnt lang dauerte.
Vielleicht ist bis dann ein "Halb-Neger" Kanzler und wirft Ihnen einen mitleidigen Blick zu...
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