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5 Marken, 5 verschiedene Wege mit Rassismus-Vorwürfen umzugehen

Die «Black Lives Matter»-Bewegung führt zunehmend auch bei Grosskonzernen zum Umdenken. So hat Uncle Ben's Reis angekündigt, ihre Marke komplett umzugestalten. 5 Beispiele von Marken mit ähnlichen Problemen und ihre Reaktion darauf.



Der Konzern Mars Food hat jüngst angekündigt, die Reismarke Uncle Ben's komplett zu überarbeiten. Dieser Entscheid entstand aus einem Austausch mit der «black community». Problematisch am Marken-Branding ist dabei vor allem, dass der Charakter «Uncle Ben» auf einem afroamerikanischen Haussklaven basiert. Dies widerspiegelt sich mitunter in der Kleidung, aber auch im Namen, wie Stuart Elliott bereits 2007 in der New York Times herausstrich:

«White Southerners once used ‹uncle› and ‹aunt› as honorifics for older blacks because they refused to say ‹Mr.› and ‹Mrs.›»

Weisse Südstaatler benutzten einst ‹Onkel› und ‹Tante› als Höflichkeitsform für ältere Schwarze, weil sie sich weigerten, ‹Herr› und ‹Frau› zu sagen. quelle: businessinsider

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Bild: flickr

In diesem Sinne geht es beim Wieso vor allem um das Vermeiden von Perpetuierung rassistischer Stereotypen. Ähnliches gilt für die Backmarke Aunt Jemima des Pepsi-Konzerns, die ebenfalls ein Re-Branding angekündigt hat.

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Bild: flickr

Doch wie gehen (oder gingen) andere Marken mit ähnlichen Problemen um?

Mohrenbier

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Bild: wikipedia

Der Name des österreichischen Biers geht auf den Gründer, einen Herrn namens Josef Mohr, zurück. Daher ist der Name gemäss der Brauerei nicht rassistisch motiviert. Bei den Konsumenten eher stossend kommt jedoch die Kombination mit dem Logo an, das die schemenhafte oder karikierende Silhouette eines stereotypischen Afrikaners zeigt.

Es liegt auf der Hand, dass die Biermarke mit zunehmender gesellschaftlicher Sensibilisierung unter Beschuss geriet. 2012 wurde die Angelegenheit in Österreich breit und öffentlich diskutiert. Die Mohrenbrauerei stellte sich dabei entschieden gegen Rassismus, wehrte sich gelichzeitig aber auch dagegen, Markenname oder -logo anzupassen. Zudem würden viele Dunkelhäutige das Bier und das Branding schätzen, hiess es.

Weiter heisst es in der offiziellen Unternehmenskommunikation, dass der Kopf auf dem Logo das Familienwappen des Gründers darstellt. Darum sei das Logo historischer Herkunft und keineswegs rassistischen Ursprungs. Seit 1834 hat das Unternehmen die Besitzerfamilie gewechselt. Sie ging also bereits 50 Jahre nach der Gründung in den Besitz der Familie Huber über.

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Bild: flickr

Eskimo Pie

Die Herkunft des Begriffs Eskimo ist nicht eindeutig zu klären, klar ist nur, dass es eine Fremdbezeichnung ist, die im 17. Jahrhundert etabliert wurde. Die Bedeutung ist umstritten: «Rohfleischesser», «Schneeschuhflechter» oder «Mensch, der eine andere Sprache spricht» gehören dabei zu den gängigeren Übersetzungen. Gemeinhin wird uns hierzulande beigebracht, dass «Eskimo» beleidigend ist und durch «Inuit» ersetzt werden soll, was eine Eigenbezeichnung ist.

Inuit bedeutet schlicht «Mensch» – allerdings nur in einem Teil des Polargebiets. Andernorts wäre «Yupik», «Kalaallit» oder «Inupiat» die korrekte Bezeichnung, je nach Sprachraum. In Alaska zum Beispiel bezeichnen sich besagte Bewohner selbst als Eskimos und wehren sich gegen die Bezeichnung als Inuit.

Erst jüngst äusserten sich Verantwortliche dazu und liessen verlauten, dass das Produkt als Reaktion auf den sich wandelnden Zeitgeist umbenannt werden wird – ohne, dass dies überhaupt öffentlich gefordert wurde.

Elizabeth Marque (Head of Marketing):

«We are committed to being a part of the solution on racial equality, and recognize the term is derogatory.»

«Wir setzen uns dafür ein, ein Teil der Lösung zur Rassengleichheit zu sein, und erkennen an, dass der Begriff abwertend ist.» quelle: whnt

Washington Redskins

Washington Redskins running back Rob Kelley (20) attempts to run the ball while being tackled by Los Angeles Rams linebacker Mark Barron (26) during the first half of an NFL football game Sunday, Sept. 17, 2017, in Los Angeles. (AP Photo/Kelvin Kuo)

Bild: AP

Die Washington Redskins sind ein American-Football-Team, das in der NFL spielt. In jüngerer Vergangenheit wurden jene Stimmen zusehends lauter, die eine Umbenennung des Teams fordern. Der Grund dafür dürfte auf der Hand liegen: «Redskins» (dt.: «Rothäute») ist insbesondere in den USA ein Schimpfwort für die indigene Bevölkerung Nordamerikas – ein Umstand, der es gar verunmöglicht, die Redskins als «trade mark» eintragen zu lassen.

Der rechtfertigende O-Ton der Redskins-Verantwortlichen in dieser Hinsicht bezieht sich darauf, dass das verwendete Logo und der Name – beide seit 1933 in Gebrauch – eine Hommage an William «Lone Star» Dietz sei, einen ehemaligen indigenen Coach des Teams. Allerdings ist der Wahrheitsgehalt von Dietz' Abstammung seit jeher umstritten.

Doch selbst wenn dem so wäre, gerät die öffentliche Argumentationslinie ins Wanken. Ein 2014 lanciertes Gerichtsverfahren gegen den Team-Namen förderte neue Details ans Licht.

Ein 1993 im «Hartford Courant» erschienenes Zitat des ehemaligen General Managers George Preston Marshall, der damals für Logo und Name verantwortlich war:

«The fact that we have in our head coach, Lone Star Dietz, an Indian, together with several Indian players, has not, as may be suspected, inspired me to select the name Redskins.»

«Die Tatsache, dass wir in unserem Cheftrainer, Lone Star Dietz, einen Indianer und mehrere indianische Spieler haben, hat mich nicht, wie man vielleicht vermuten könnte, dazu inspiriert, den Namen Redskins zu wählen.» quelle: washington Post

Viel eher sei es darum gegangen, das Indianer-Sujet, das bereits vor dem Umzug von Boston (damals hiess das Team «Boston Braves») nach Washington vertreten war, beizubehalten. Die indigene Bevölkerung setzt sich seit den 1960er-Jahren teils vehement für eine erneute Umbenennung ein, da das jetzige Motiv beleidigend und stereotypisierend sei.

Die Mannschaftsverantwortlichen und die Liga (NFL) verteidigen den Namen und das Logo bis heute vehement, indem sie – nebst oben erwähnten Argumenten – darauf verweisen, dass sich ein Grossteil der indigenen Bevölkerung nicht davon angegriffen führt. Zitierte Studien sind allerdings ebenfalls Gegenstand hitziger Debatten.

Hier einige Alternativvorschläge von Fans und/oder Grafikern aus dem Jahr 2013:

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Bild: bleacherreport

Cleveland Indians

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«Chief Wahoo» war bis zum Ende der Saison 2018 das offizielle Logo der Cleveland Indians. Bild: wikipedia

Vor einem ziemlich ähnlichen Problem stehen die Cleveland Indians, ein Profi-Baseball-Team aus der US-amerikanischen Major League Baseball (MLB). Ihr Logo zeigte einen überzeichneten Indianer-Stereotyp. Als Reaktion auf den öffentlichen Druck hin entschied sich die Organisation, das Logo auf die Saison 2019 hin definitiv zu ändern.

Das alte und das neue Logo im Vergleich:

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Bild: wkyc

«Chief Wahoo», wie das einstige Logo hiess, wurde somit endgültig aus dem Stadion, von den Jerseys, sowie der offiziellen Homepage verbannt. Allerdings fungiert er insgeheim immer noch als Maskottchen, das in offiziellen Fan-Stores in mannigfaltigen Ausführungen erhältlich ist. Zudem blieb der Name bestehen, was diverse Bürgerrechtsorganisationen weiterhin als problematisch erachten.

Ähnlich wie bei den Redskins ist auch hier die offizielle Version, dass die Namensgebung eine Ehrerbietung an einen ehemaligen, indigenen Spieler ist; Louis Sockalexis. Doch auch dieser Mythos wurde widerlegt, indem aufgezeigt werden konnte, dass Stockalexis in seiner Aktivzeit zusammen mit anderen indigenen Spielern diskriminiert wurde.

Der angebliche Namensgeber der Indians:

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Louis Stockalexis. Bild: wikipedia

Während die Befürworter des Namens sich darauf berufen, der indigenen Kultur so allgemein Respekt zu zollen, bemängeln die Gegner, dass die Stereotypisierung und Pauschalisierung einer sehr heterogenen Kultur zu einer verzerrten Wahrnehmung führtzumal der Name eher willkürlich und nicht aus historischer Begründung zustande kam.

Insofern gingen die Mannschaftsverantwortlichen einen Kompromiss ein, indem sie durch die offizielle Logo-Änderung ein Teileingeständnis machten. Dieser Akt verfügt zwar über Signalwirkung, dass man bereit ist, entgegen zu kommen, ist letztlich aber auch heikel, da es kaum jemanden – weder die Befürworter, noch die Gegner – wirklich zufriedenstellt.

Diverse Lebensmittelprodukte

Die Zentralität Afrikas in der Kakaoproduktion schlug sich unweigerlich auch auf das Branding von Schokoladenproduzenten nieder. Auch heute noch wird der Link zwischen afrikanischer Abstammung und Schokoladenprodukten auf visueller Ebene kontinuierlich reproduziert. Selbes gilt natürlich auch für andere Hauptbestandteile und deren Herkunftsländer, wie etwa der ostasiatische Raum und die Reisproduktion.

Hier einige Beispiele:

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Conguitos werden hauptsächlich in Spanien vertrieben. Bild: amazon

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Banania ist ein beliebter Schokoladen-Drink, der hauptsächlich in Frankreich vertrieben wird. Bild: wikipedia

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Die Kina-Reispuffer sind vor allem in Skandinavien beliebt. Bild: ebay

Da diese Marken oftmals nicht gross genug sind, um Teil der öffentlichen Debatte zu sein, lässt sich über deren Reaktion wenig in Erfahrung bringen. Oft scheint es sich eher um subtile Anpassungen auf visueller Ebene zu handeln, die ohne grosses internationales Echo vonstatten gehen.

So verschwanden bei Banania die übertrieben gross dargestellten Lippen:

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Bild: amazon

Und bei Kina das prototypisch asiatische Gesicht:

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Bild: amazon

Inwiefern diese Anpassungen genügen, dürfte sich mit Fortlaufen der gesellschaftlichen Debatte zeigen. Ein Beispiel für die schrittweise Überarbeitung eines ganzen Markenbilds liefert der deutsche Schokoladenhersteller Sarotti.

Von 1891 bis in die 1960er-Jahre:

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Der sogenannte «Sarotti Mohr» erinnert an einen dunkelhäutigen Diener. Bild: twitter

Von den 1960ern bis 2004:

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Aus dem Diener wurde ein Fahnenträger. Das Gesicht ist zudem weniger karikierend gezeichnet. Dieses Sujet wurde im Laufe der Zeit modernisiert, blieb von der Bildsprache her allerdings gleich. Bild: twitter

Ab 2004:

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Aus dem «Sarotti Mohren» wurde ein «Sarotti Magier». Grund dafür war vor allem die Übernahme des Konzerns Stollwerck, der die Marke internationaler ausrichten wollte, was die Logo-Änderung unabdingbar machte. Bild: twitter

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    Alle Leser-Kommentare
  • Schso 26.06.2020 08:38
    Highlight Highlight Warum wehren sich so viele gegen diese Änderungen?
    Ja, der Rassismus verschwindet deswegen nicht - aber man kann das Festhalten an rassistischen Stereotypen abbauen.
    Ja, es gibt grössere Probleme, Afrika leidet - aber die gehen nicht weg, wenn wir die kleinen Probleme ignorieren.

    Es ist doch schön, wenn man auf solch doch recht einfache Weise aufhören kann, rassistische Stereotypen zu fördern.
  • Blitzesammler 26.06.2020 06:14
    Highlight Highlight Kinderkrippe Liliput-(aner) ☝
    • Greebo 26.06.2020 14:53
      Highlight Highlight Liliput ist ein fiktives Land mit sehr kleinen Menschen aus dem Buch Gullivers Reisen. Eine Kinderkrippe mit (kleinen) Kindern nach diesem Land zu nennen, finde ich nicht sonderlich schlimm. Kleinwüchsige Menschen Liliputaner zu nennen wäre hingegen eher respektlos.
    • Blitzesammler 26.06.2020 15:31
      Highlight Highlight genau das meine ich👍
  • Nero1342 25.06.2020 22:47
    Highlight Highlight Muss jetzt jeder Kopf auf einem Produkt weiss sein?
    Wo wären wir denn da mit der Gleichberechtigung?
    • Menel 26.06.2020 07:54
      Highlight Highlight Es geht doch nicht darum, dass auf Produkten jemand mit dunkler Hautfarbe zu sehen ist, sondern darum in welchem Kontext; Sklave, Diener...
    • Freischütz 26.06.2020 14:19
      Highlight Highlight @Menel: 99.9% denken nicht an den von Dir aufgesetzten Kontext wie Sklave oder Diener wenn sie Uncle Ben's Rice kaufen. Aber Du reihst Dich in die Herde der Leute ein, die hinter allem und jeden etwas mit Rassismus, Rechtsextremismus usw. sehen. Gerade Ihr Toleranten seid im Grund die Intolerantesten, wenn es um Leute geht, die nicht Eure Meinung zu 100% teilen. Das ist eine neue Art Rassismus...
    • Menel 26.06.2020 15:52
      Highlight Highlight Wie gesagt, der Kontext macht den Unterschied; der Name "Uncle Ben's" ist rassistisch. Wenn "Mr. Ben's" drauf stehen würde und ein Mensch mit dunkler Hautfarbe wäre daneben abgebildet, wäre dies kein Problem.
  • Grötzu 25.06.2020 21:32
    Highlight Highlight Schön gibt es nur Schwarz-Weiss
  • SF_49ers 25.06.2020 21:22
    Highlight Highlight In dem fall gehört das logo von der florida state university auch unter rassissmus. Sowie ihr mascottchen chief chief oscela?
    Benutzer Bild
  • Hardy18 25.06.2020 21:12
    Highlight Highlight Würde man die Rosette eines Fuchses abbilden anstelle eines Gesichtes, gäbe es bestimmt Menschen die in dem was Rassistisches sehen.

    Anstatt Politisch was gegen Rassismus zu unternehmen, nimmt man sich erstmal Firmen vor, die auf Verderb niedergemacht werden. Es ist ja einfacher in bekannten Apps was zu „entdecken“ und die anerkannte Bestätigung von Follower bekommen, die immer recht haben...

    Schlussendlich werden die Leute dafür bezahlen die dann ihren Job los sind, weil es die Firma nicht mehr geben wird oder durch den geringen Absatz sparen muss.
  • Jarl Ivan 25.06.2020 18:48
    Highlight Highlight Wäre es nicht sinnvoller, anstelle einer Änderung des Bildes. Den Namen von Uncle auf Mr. zu wechseln. Dadurch würde meiner Meinung nach, die Ungleichstellung aufgehoben.
  • Dr.Röntgen 25.06.2020 18:15
    Highlight Highlight "Ewigi Baustell das wünsch ih dir, ewigi Baustell das wünsch ich mir." ;-)

    Hab noch was für euch Migros:
    Benutzer Bild
  • 155West 25.06.2020 18:11
    Highlight Highlight "Unce Ben's kann nicht rassistisch sein, weil ich das nie so verstanden habe. Auch Mohrenbräu habe ich nie mit Rassismus in Verbindung gebracht. Es kann also nicht rassistisch sein!"

    Anderes Beispiel, dieselbe Logik:

    "Ich habe mein ganzes Leben lang aus 2+2 5 gemacht! Es kann also gar nicht sein, dass das falsch ist und 2+2 4 ergibt. UNMÖGLICH!"

    Anderes Beispiel, dieselbe Logik:

    "Wie kommst Du auf die Idee, dass Dich mein Witz über Dein Übergewicht kränkt? Ich hab's ja bloss als Witz gemeint, gar nicht böse, und sowieso, ich wäre an Deiner Stelle auch nicht gekränkt. Also!"

    • octusfussuskopfus 26.06.2020 14:53
      Highlight Highlight also sorry wenn man für jeden slogan jedes loge überall druch die geschichte schaut findet man immer einen punkt um es als Rassitisch stereotyp oder sonst etwas zu bezeichnen.

      ich kenne einige dunkelhäutig und hab noch nie gehört das einer sich wegen onkel ben's diskiminiert fühlt. höchstens die meinungen "guter reis wenns shcnell gehen muss" oder "ich mag ihn ned essen".

      ich hab oncle ben wie jamie oliver wahrgenommen wie wohl mindestens 99% aller konsumenten: hier hast du mein geheimrezept wie du schnell meinen super reis zaubern kannst.
    • Tillo Reilly 27.06.2020 09:04
      Highlight Highlight Mir war auch nicht bewusst das uncle und auntie auch die Bezeichnung für schwarze Sklaven war. Jetzt da ich das gelernt habe sehe ich was am namen Uncle Ben's kritisch ist.
  • PC Principal 25.06.2020 17:08
    Highlight Highlight Eskomo schliesst aber mehr Vöker ein als Inuit, zumbeispiel Leute aus Sibirien.
    • Menel 26.06.2020 07:56
      Highlight Highlight Und wer hat diese Klassifikation beschlossen? Wohl kaum die, die damit gemeint sind.
  • Thomas Rothen (1) 25.06.2020 16:07
    Highlight Highlight Irgendwie geht mir dieses Logogebashe auf den Zeiger...
    Firmen ändern ihre Logos auch nur aus Marketingtechnischen Überlegungen. Und nicht, weil sie plötzlich erkennen, dass ihr Logo evtl. rassistisch sein könnte.

    Statt Logos hinterher rennen würde man lieber endlich dafür sorgen, dass z. B. Frauen denselben Lohn wie Männer bekommen oder dass Paare egal welchen Geschlechts alle dieselben Rechte haben. Das sind jetzt nur zwei Beispiele. Es gäbe noch x andere Sachen, die man ändern könnte, die unterdrückten / benachteiligten Menschen wirklich helfen würde.
    Aber ja, das würde halt Geld kosten🙄
    • Menel 26.06.2020 08:03
      Highlight Highlight Was einem alltäglich begegnet prägt die eigene Wahrnehmung von der Welt und deren Werte und Überzeugungen. Das betrifft dann auch Gleichstellung und Gleichberechtigung. Darum ist es sehr wichtig, dass man darauf schaut, was man über Produkte und Marketing für Botschaften verbreitet.
    • Schso 26.06.2020 08:26
      Highlight Highlight Die Dinge schliessen sich ja nicht aus. Gewisse Logos gehen heute schlicht nicht mehr.
      Unterschiedliche Löhne für Männer und Frauen geht auch nicht.
      Das eine macht das andere nicht besser.
    • Thomas Rothen (1) 26.06.2020 12:33
      Highlight Highlight Ds mag ja alles stimmen. Aber es werden wieder ein Mal Dinge herausgepickt, die Betroffenen nicht wirklich hilft.
      Man würde besser die Sachen angehen, die zu ändern auchcwas bewirkt. Eben, z.B. endlich Gleichberechtigung gegenüber ALLEN Menschen.
  • Abraham Colombo 25.06.2020 16:07
    Highlight Highlight Ich klinke mich mal aus diesem Thema aus das ist echt ziemlich dämlich. Über Rassismus muss debattiert werden gantz klar, obwohl damit der Rassismus nicht weg geht egal wie viel "Gesetze" erlassen werden. Rasissten bleiben Rasissten ob jetz die Glace Eskimo oder der SchoggiKuss Mohrenkopf heisst. Ich denke wir haben echt Elementarere Probleme als das. Afrika verdurstet und wir diskutieren über Markennamen.
    • Schso 26.06.2020 08:34
      Highlight Highlight Warum muss man aber krampfhaft an den rassistisch geprägten Stereotypen festhalten?
    • Abraham Colombo 26.06.2020 20:37
      Highlight Highlight Weil white people problem
  • wydy 25.06.2020 15:29
    Highlight Highlight Haben sich die Leute die dunkelhäutigen Leute an Uncle Benz gestört und gab es Rassismus deswegen? Ich habe davon nie etwas gehört.

    Bis heute wusste ich nichts darüber, dass so ein Logo rassistisch verstanden werden kann. Für mich war das immer eine Marke, die wohl von einer dunkelhäutigen Person gegründet wurde und von allen Onkel genannt wurde. Wie bspw. der Tante Emma Laden.


    Ist es nicht eher kritisch, wenn man die Marke jetzt ändert und jemand weisses dort abbilden würde? Weil dann wäre die schwarze Bevölkerung ja wieder unterbesetzt.
    • Satan 25.06.2020 16:15
      Highlight Highlight Das Problem gerade bei Marken wie Uncle Ben's betrifft weniger die Schweiz, als vielmehr die USA.
      Wo die Bezüge um einiges präsenter sind.

      Das kann man aber aus dem Artikel herauslesen, wenn man ihn nicht einfach überfliegt.
    • Holunder 25.06.2020 16:47
      Highlight Highlight Geht mir genau so wydy. Ich hatte immer grossen Respekt vor dieser (Qualitäts-)marke, da ich dachte: "Boa, der Typ hat es in einer für ihn schwierigen Zeit verdammt weit gebracht!"

      @Weisser Mann
      Ja da müsste das Thema vielleicht auch geographisch differenziert diskutiert werden.
      Unterschiedliche Brandings sind ja nicht unüblich. Spontan kommt mir da CocaColas Fuze-Tea in den Sinn, den man in der Schweiz (aus offensichtlichen Gründen) in Fusetea umbenannt hat.
      Soweit ich weiss heisst dieses Getränk ausserhalb des Deutschsprachigen Raums immernoch "Fuze-Tea".
    • Knety 25.06.2020 17:08
      Highlight Highlight Ich bin mir nicht sicher, aber ich glaube auf den Plantagen nannte man jeweils den Hausneger « Uncle ».
    Weitere Antworten anzeigen
  • dmark 25.06.2020 15:20
    Highlight Highlight Bei Conguitos erkenne ich eher einen nackten Ping, welcher frisch aus dem Sommerurlaub zurück ist.
  • Baccaralette 25.06.2020 14:34
    Highlight Highlight Und wieder voll rein ins Vergnügen, wo sich Weisse Menschen pikiert zeigen. Uns hat das ja nie gestört, wir haben ja nie an Rassismus gedacht, oh jetzt wirds lächerlich, oh die Diskussion fängt an zu nerven.

    Momoll, wir haben tatsächlich kein Rassismus-Problem in der Schweiz, weil wir schweigen es einfach tot. Wie immer und alles hier in der CH.
    • MaskedGaijin 25.06.2020 16:10
      Highlight Highlight Im Artikel geht es aber nicht um Schweizer Produkte.
    • Satan 25.06.2020 16:17
      Highlight Highlight Ich finde es schlimm, dass viele Schweizer das Problem des Rassismus in Amerikanischen Produkten nicht sehen, weil sie entweder zu Naiv für die Materie sind oder unfähig sich in den Kopf der schwarzen Bevölkerung von Amerika zu versetzen.
    • Holunder 25.06.2020 17:01
      Highlight Highlight Ich finde es wird gerade verdammt viel diskutiert und kaum jemand entzieht sich der Diskussion. Warum also so negativ?

      Ich als Weisser mittdreissiger war jetzt schon einige male überrascht, wo rassistische Hintergründe bestehen oder bestehen könnten.
      Wie hätten Leute wie ich also bisher etwas totschweigen sollen, von dessen Existenz wir nichts wussten?

      Der Rassismus "schwarz vs. weiss" ist meiner Bescheidenen Meinung nach auch eher ein US-Amerikanisches Thema. Bei uns in der Schweiz habe ich bisher die Islamfeindlichkeit als dominantes Thema in der Rassismus-Debatte wahrgenommen.

  • Eskimo 25.06.2020 14:07
    Highlight Highlight Also ich als Direktbetroffener fühle mich nicht beleidigt😉
    • MaskedGaijin 25.06.2020 21:28
      Highlight Highlight Entschuldigung, aber das bestimmt immer noch der weisse Twitter-Mob wer sich gefälligst zu empören hat!!!!!
  • AfterEightZuHauseUmViertelVorAchtEsser____________ 25.06.2020 13:40
    Highlight Highlight Bei Comella gings ja auch ohne grossen Aufschrei.
  • John Henry Eden 25.06.2020 13:22
    Highlight Highlight Langsam wird es lächerlich und schlussendlich nicht unbedingt besser.

    Verkaufspsychologisch müsste man sowieso nur blonde und blauäugige Gesichter abbilden. Keine Optik wird mehr mit Vertrauenswürdigkeit, Zuverlässigkeit und Seriösität gleichgesetzt. Übrigens überall auf der Welt. Das Unterbewusstsein von uns Menschen ist so ausgerichtet.

    Sollte jemand vorhaben, in Südamerika, Ostasien oder Afrika einen Supermarkt zu eröffnen, stellt er am besten nur blonde und blauäugige Blondinen als Kassiererin an.
    • Bronko 25.06.2020 14:01
      Highlight Highlight Das ist eine sehr subjektive und leider etwas überhebliche (weil nicht empathische) Einschätzung und entspricht vollständig nur deinen Vorstellungen...
      Aha, du meinst Blondinen, ich glaube du vermischt hier was.
    • Hierundjetzt 25.06.2020 16:51
      Highlight Highlight Bronko, jhe hat recht und ist empirisch (!) erwiesen.

      In China (uva grösste Provinz Guangdong, die Werkbank der Welt) werden zB extra Weisse eingestellt, damit sich die Immobilien besser verkaufen.

      In Angola werden explizit Weisse für Werbung gebraucht

      Nur weil wir Westler uns so dermassen unglaublich perfekt moralisch überlegen fühlen, heisst das nicht, dass andere das auch so sehen
    • Frausowieso 25.06.2020 19:44
      Highlight Highlight Meine Schwestern und ich, alle blond oder rothaarig, färben uns seit je her die Haare dunkel, da man als Blondine nicht ernst genommen wird. Von wegen "vertrauenswürdig" etc....
    Weitere Antworten anzeigen
  • Cirrum 25.06.2020 13:21
    Highlight Highlight Gut so. Auch wenn es für viele keinen Sinn macht, wir können das nicht beurteilen wie sich Menschen fühlen, die jeden Tag zu spüren bekommen, als ob sie weniger Wert sind. Sie möchten nicht immer daran erinnert werden, wie ihre Vorfahren misshandelt worden sind. Sie möchten auch Vorurteilslos ihr Leben leben! Genau wie wir! Wir sind alle gleich und das muss endlich in die Köpfe der Leute! Wie ungebildet muss man sein, wenn man zwischen Menschen unterschiede macht!
  • Zwiebeln haben Schichten 25.06.2020 13:20
    Highlight Highlight Es gibt übrigens auch "Negersaat/Samen" in Vogelfuttermischungen. Die Migros nennt diese kleinen schwarzen Samen ganz offiziell so. Bisher bin ich aber noch auf keinen Kommentar gestossen, welcher sich daran stören könnte.
    • Holunder 25.06.2020 16:39
      Highlight Highlight Skandal!
      Play Icon
    • felixJongleur 25.06.2020 16:46
      Highlight Highlight Psssst!
    • Grubinski 26.06.2020 08:24
      Highlight Highlight Na dann los, worauf warten Sie noch.
    Weitere Antworten anzeigen
  • BliBlaBlu123 25.06.2020 13:17
    Highlight Highlight Ist die Apenzeller Käse Werbung nun auch rassistisch? Denn dort wird auch mit Klisches gearbeitet.
    • Cirrum 25.06.2020 13:29
      Highlight Highlight Das musste ja kommen...
      Man muss sich einzig fragen, was hat der Name für eine Vergangenheit! Apenzeller wurden nicht versklavt! Das ist einfach ein Herkunftsnamen, wie Schweizer Käse und und und..
      Das kann man nicht vergleichen..
    • Wen nicht Ich wer dann 25.06.2020 14:03
      Highlight Highlight Nein, die Appenzeller wurden nicht versklavt, höchstens verdingt.
    • StGb Art. 258 @ Bundesrat 25.06.2020 15:02
      Highlight Highlight "Apenzeller wurden nicht versklavt!"
      "Leibeigene" wäre euch Anti-Sklavereikämpfern bestimmt ein Begriff, wenn ihr in Geschichte nicht gepennt hättet :)))
    Weitere Antworten anzeigen
  • Vecchia 25.06.2020 13:07
    Highlight Highlight Und ich freute mich jedesmal über das "Eskismooo chocolat glacéee" das von Kamerunern oder Kongolesen laut rufend am Strand der Côte Aquitaine angepriesen wurde... Der Name, der 1980 noch nicht verpönt war, suggerierte nahende Abkühlung. ;-)

    Ich kann mit "Inuit" gut leben, habe aber das Gefühl, dass in den 70/80ern Namen und Bezeichnungen zwar teilweise veraltet und aus heutiger Sicht unsensibel waren, dafür jedoch die gelebte Toleranz im Alltag grösser war.
    • Amateurschreiber 25.06.2020 13:41
      Highlight Highlight @Vecchia
      Eskimo war nie rassistisch. Das war eher ein Missverständnis oder gar Hoax.

      Zitat:
      "In Alaska zum Beispiel bezeichnen sich besagte Bewohner selbst als Eskimos und wehren sich gegen die Bezeichnung als Inuit."
    • Garp 25.06.2020 19:27
      Highlight Highlight Die gelebte Toleranz war leider nicht grösser. Wehe ich wäre in den Siebzigern mit einem dunkelhäutigen Partner nach Hause gekommen. Das hätte Stunk gegeben und das obwohl meine Familie gegen Schwarzenbach war. Und so hätte es auch bei all meinen Freundinnen, keine Familie akzeptiert.
    • Vecchia 26.06.2020 07:52
      Highlight Highlight Garp, das war je nach Region oder Familie verschieden.

      Mir ist gerade bewusst worden, dass ich eben auch von der Romandie geprägt bin. Die Schweiz ist nicht nur Deutschschweiz. Und die Romandie war schon immer von der französischen Kultur geprägt und hatte auch mehr dunkelhäutige Menschen.
      Bei mir tönte es seitens des Vaters etwa so: "Völlig egal welche Hautfarbe, aber bitte keine Religion, die die Freiheit und Selbständigkeit meiner Töchter einschränkt."
  • Gipfeligeist 25.06.2020 13:03
    Highlight Highlight Mohrenbrauerei: "...Darum sei das Logo historischer Herkunft und keineswegs rassistischen Ursprungs"

    Ja hoffentlich wird Rassismus auch bald historisch. Aktuell ist so ein öffentliches Verhalten jedoch einfach schwach
    • nukular 25.06.2020 13:09
      Highlight Highlight also das geschrei um "rassismus" geht mir so was von langsam auf den zeiger... auf einmal ist alles rassistisch.. dann dürfte man wahrscheinlich auch keine filme mehr wie "django" drehen und im kino zeigen...
      ich trinke seit jahren das mohrenbräu, und habe dieses logo noch nie mit "rassismus" in verbindung gebracht... oder ist nun ein "bünzlikopf" besser als ein "mohrenkopf"?.. wie lange es wohl geht, bis sich jemand am wort "bünzlikopf" verletzt fühlt... irgendwo hat doch alles seine grenzen... gegen rassismus ankämpfen gerne, aber dann auch mit gesunden menschenverstand..
    • Gar Ma Nar Nar 25.06.2020 14:12
      Highlight Highlight @Nukular: Also das Bierlogo ist klar basierend auf einer alten, stereotypen bzw. rassistischen Darstellung von Schwarzen. Steht ja auch im Artikel. Ansonsten, vgl. Wikipedia (v.a. die übertriebenen Lippen).

      https://en.wikipedia.org/wiki/Stereotypes_of_African_Americans#Historical_stereotypes
    • supremewash 25.06.2020 14:27
      Highlight Highlight Diese trotzigen Reaktionen auf Anpassungen von Markennamen oder Logos aus Rücksicht auf anderer Leute Gefühle erstaunt mich auch nach Wochen noch. Wem wird denn dabei etwas weggenommen?
      Vielleicht wäre Bünzlikopf tatsächlich die treffende Bezeichnung...
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  • THEOne 25.06.2020 12:50
    Highlight Highlight wow, nie mehr rasismus nach diesen aktionen, hätte nicht gedacht, dass es so einfach ist.
    • Ritiker K. 25.06.2020 13:22
      Highlight Highlight Der Everest wird auch nicht in einem grossen Sprung bestiegen, sondern Schritt für Schritt.

      Ein einzelner Schritt in sich mag in sich unbedeutend erscheinen, aber alle Schritte zusammen führen zum Ziel.
    • qolume 25.06.2020 14:26
      Highlight Highlight Betreffend Everest, müsste man den auch offiziell anders nennen. George Everest war ein Englischer Imperialist. Der Berg heisst Sagarmatha (Nepal) oder Qomolangma (Tibet). Und wenn dann schon nach einem Menschen benannt, Sardar Tenzing Norgay Sherpa (Sherpa ist nicht der "Träger", sondern das Volk!)
    • Schso 26.06.2020 08:22
      Highlight Highlight Es ist in der Tat so einfach, rassistische Marken anzupassen. Ist doch schön, dass man auf so einfache Art die Welt ein kleines Stück besser machen kann.
      Sagt ja keiner, dass dadurch der Rassismus gänzlich verschwindet. Aber es geht Schritt für Schritt in die richtige Richtung.

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