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epa08057644 (L-R) Russian President Vladimir Putin, French President Emmanuel Macron, German Chancellor Angela Merkel, Ukrainian President Volodymyr Zelensky attend their summit on Ukraine at Elysee Palace in Paris, France, 09 December 2019. The Normandy format was created in 2014 to resolve the conflict between Kiev and the breakaway republics in Ukraine's east.  EPA/CHRISTOPHE PETIT TESSON / POOL

Wladimir Putin, Emmanuel Macron, Angela Merkel und Wolodymyr Selenskyj in Paris. Bild: EPA

Zeichen für Fortschritte bei Pariser Ukraine-Gipfel



Im Ringen um einem Frieden in der Ostukraine gibt es Zeichen für ernsthafte Fortschritte. Der Ukraine-Gipfel zur Entschärfung des gefährlichen Konflikts im Osten des Kontinents debattierte am Montagabend in Paris überraschend eine gemeinsame Erklärung.

Das wurde von Kreisen der französischen Präsidentschaft bestätigt. Am Tisch sassen Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron, die deutsche Kanzlerin Angela Merkel, der russische Präsident Wladimir Putin und dessen ukrainischer Amtskollege Wolodymyr Selenskyj. Ein solches Treffen hatte es zuletzt vor gut drei Jahren in Berlin gegeben.

Die Zusammenkunft von Selenskyj und Putin am Rande des Vierergipfels im Élyséepalast wurde als ein wichtiges Signal der Annäherung gesehen. Beide Staatschefs hatten bislang nur miteinander telefoniert, um den seit Jahren schwelenden Konflikt zu lösen.

Bei dem Zweiertreffen sollte auch der Gastransit durch die Ukraine zur Sprache kommen. Ein Vertrag dazu läuft zum Jahresende aus, die Verhandlungen für eine Verlängerung stocken bisher.

Gipfel dauert länger

Der Vierergipfel, zu dem Macron eingeladen hatte, zog sich am Abend länger hin als ursprünglich erwartet. Auch dies wurde als ein Indiz für intensive Debatten gesehen.

In den ostukrainischen Regionen Donezk und Luhansk stehen sich ukrainische Regierungstruppen und prorussische Separatisten gegenüber. Rund 13'000 Menschen sind nach Uno-Schätzung bisher ums Leben gekommen.

Der im April ins höchste Staatsamt gewählte Selenskyj steht innenpolitisch erheblich unter Druck. Direkt vor dem Präsidentensitz in Kiew hielten sich in der Nacht zum Montag bei Temperaturen um den Gefrierpunkt mehrere Hundert Menschen auf, die gegen mögliche Zugeständnisse an Russland demonstrierten.

Kiew will die Kontrolle über den ukrainisch-russischen Grenzabschnitt zurück, der von prorussischen Separatisten kontrolliert wird. Diese werden von Moskau unterstützt.

epa08057922 (L-R) Ukrainian President Volodymyr Zelensky, French President Emmanuel Macron, Russian President Vladimir Putin, and German Chancellor Angela Merkel at for the roundtable during a summit on Ukraine at the Elysee Palace in Paris, France, 09 December 2019. The Normandy format was created in 2014 to resolve the conflict between Kiev and the breakaway republics in Ukraine's east.  EPA/ALEXEI NIKOLSKY/SPUTNIK/KREMLIN POOL / POOL MANDATORY CREDIT/SPUTNIK

Die Gespräche dauerten bis am späten Abend an. Bild: EPA

Für weiteren Gefangenenaustausch

Zudem fordert die Ukraine einen weiteren Gefangenenaustausch und einen Waffenstillstand. Ein Friedensplan, der 2015 in der weissrussischen Hauptstadt Minsk ausgehandelt wurde, liegt weitgehend auf Eis.

Russland war mit der Vorgabe in die Verhandlungen gegangen, dass sich Selenskyj zum Minsker Friedensplan bekennen müsse. Dieser regelt Schritte wie die Entmilitarisierung und die Waffenruhe, die immer noch brüchig ist.

Der Gipfel wird auch als «Normandie-Treffen» bezeichnet, weil es die erste Zusammenkunft dieser Art im Juni 2014 in der Normandie gab - diese Region liegt nordwestlich von Paris.

Macron für umfassenden Dialog

Gastgeber Macron strebt einen umfassenden Dialog mit Moskau über Sicherheit und Stabilität in Europa an. Um zu Fortschritten mit Moskau zu kommen, muss nach französischer Auffassung auch der Ukraine-Konflikt gelöst werden. Macrons Annäherung an Moskau wird in mittel- und osteuropäischen Ländern mitunter misstrauisch verfolgt.

Merkel kam am Rande auch zu einem gemeinsamen Gespräch mit Putin zusammen. Über Inhalte machte die deutsche Seite zunächst keine Angaben. Es war erwartet worden, dass Merkel den Mord an einem Georgier in Berlin anspricht, der zu einer diplomatischen Krise zwischen Deutschland und Russland geführt hat.

Wegen fehlender Kooperation Russlands bei der Aufklärung des mutmasslichen Auftragsmords am 23. August im Kleinen Tiergarten in Berlin hatte die Deutschland zwei russische Diplomaten ausgewiesen. Die von Moskau angekündigte Reaktion steht noch aus. (sda/dpa)

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