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Bereits über 2100 Tote bei Polizeieinsätzen im Drogenkrieg auf Philippinen



epa05552649 A picture made available on 23 September 2016 shows residents looking on as funeral parlor workers take away the body of an alleged drug user, who was killed during a police operation against illegal drugs in Manila, Philippines, 12 September 2016. On 22 September, Philippines President Rodrigo Duterte reportedly invited the United Nations and European Union to come to the Philippines to debate human rights and Duterte's violent crackdown against drug traffickers and users. Duterte's campaign against illegal drugs has already left around 3,500 people dead in a little more than two and a half months.  EPA/MARK R. CRISTINO

Blutvergiessen nimmt kein Ende. Bild: MARK R. CRISTINO/EPA/KEYSTONE

Im harten Vorgehen von Präsident Rodrigo Duterte gegen die Drogenkriminalität sind auf den Philippinen in den vergangenen fünf Monaten 2102 Personen bei Polizeioperationen getötet worden. Dies geht aus am Mittwoch veröffentlichten Polizeistatistiken hervor.

Seit seinem Amtsantritt Anfang Juli führt Präsident Duterte eine umstrittene Kampagne gegen Drogenkriminalität. Die Polizei ermittelt den Angaben zufolge bei 3993 Tötungen im Zeitraum vom 1. Juli bis 12. Dezember zu möglichen Verbindungen zum Drogenkrieg.

Knapp 41'000 mutmassliche Drogenhändler und -konsumenten wurden festgenommen, mehr als 908'000 meldeten sich gemäss den Behörden freiwillig bei der Polizei.

Oftmals wurden gefesselte Leichen in Strassen oder Hinterhöfen gefunden, viele mit Schildern mit der Aufschrift: «Ich bin ein Drogenhändler. Sei nicht wie ich.» Todesschwadronen, Auftragskiller oder auch Drogengangs könnten für manche Tötungen verantwortlich sein, erklärten die Behörden weiter.

Dutertes Geständnis

Menschenrechtsorganisationen, UN, EU und die USA kritisierten Dutertes Drogenkrieg scharf. Dieser erklärte nun, er habe früher bei Aktionen gegen Drogenkriminelle selbst getötet.

Dies sei in seiner Amtszeit als Stadtpräsident der südlichen Stadt Davao zwischen 1988 und 1998 geschehen. Wie am Mittwoch bekannt wurde, hatte Duterte die Tötungen am Montag vor Wirtschaftsvertretern in Manila zugegeben.

Bereits im September hatte ein ehemaliger Milizsoldat vor einem Untersuchungsausschuss im philippinischen Senat ausgesagt, Duterte solle früher Tötungen mutmasslicher Krimineller angeordnet haben. (sda/dpa)

Nackte Demonstration auf den Philippinen

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