International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Israeli Prime Minister Benjamin Netanyahu listens during a news conference in Jerusalem, Thursday, Nov. 19, 2020. Israel

Der israelische Premierminister Benjamin Netanyahu. Bild: keystone

Israelischer Premier und Saudi-Arabiens Kronprinz halten Geheimtreffen ab – das erste Mal



Der israelische Premierminister Benjamin Netanyahu soll zu einem geheimen Treffen mit Saudi-Arabiens Kronprinz Mohammed bin Salman nach Saudi-Arabien geflogen sein. Das berichten israelische Medien. Es würde sich hiermit um die erste bekannte Begegnung zwischen hochrangigen israelischen und saudischen Beamten handeln.

epa08836373 A handout photo made available by G20 Riyadh Summit shows Saudi Arabia's Crown Prince Mohammed bin Salman bin Abdulaziz addressing a session of the second day of the G20 Riyadh Summit, Riyadh, Saudi Arabia, 22 November 2020. The G20 Leaders' Summit will be held virtually on 21 and 22 November and is organized by Saudi Arabia's current G20 Presidency.  EPA/G20 RIYADH SUMMIT HANDOUT  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Saudi-Arabiens Kronprinz Mohammed bin Salman. Bild: keystone

In der Stadt Neom habe er sich am Sonntag mit Kronprinz Mohammed bin Salman und US-Aussenminister Mike Pompeo getroffen, berichteten israelische Zeitungen am Montag. Begleitet worden sei Netanjahu vom Chef des Auslandsgeheimdienstes Mossad, Jossi Cohen.

Das Büro des Regierungschefs wollte sich demnach nicht zu den Berichten über die aussergewöhnliche Reise äussern. Netanjahus Social-Media-Berater Topaz Luk schrieb am Montagmorgen auf Twitter, der Ministerpräsident mache Frieden, während Verteidigungsminister Benny Gantz Politik mache. Gantz will in einer Affäre um U-Boot-Käufe die Beschaffungsabläufe beleuchten lassen. Im Zuge der Affäre war auch Netanjahu unter Druck geraten.

Wie entstand der Konflikt im Nahen Osten?

Video: www.explain-it.ch

Das Büro des israelischen Aussenministers antwortete nicht auf Anfragen der Associated Press.

Israel bemüht sich um Annäherung an arabische Länder. Mit den Golfstaaten Bahrain und den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) hatte sich die Regierung in Jerusalem zuletzt auf die Aufnahme diplomatischer Beziehungen verständigt. Die Länder schmiedeten damit auch eine Allianz gegen den Iran. Israel sowie die sunnitischen Staaten Bahrain, die VAE und ihr regionaler Verbündeter Saudi-Arabien sehen im schiitischen Iran eine der grössten Gefahren für die Stabilität im Nahen Osten.

Saudi-Arabien hatte auf die Abkommen der Golfstaaten mit Israel zunächst zurückhaltend reagiert. Das Königreich gab aber seinen Luftraum für Flugverbindungen zwischen den drei Ländern frei. Das Überflugverbot basierte darauf, dass Saudi-Arabien Israel als Staat nicht anerkennt und keine diplomatischen Beziehungen zu Israel unterhält.

Die arabischen Staaten verfolgten bislang den Ansatz, die Lösung des Konflikts mit den Palästinensern zur Bedingung für eine Normalisierung der Beziehungen zu Israel zu machen. Eine Friedensinitiative Saudi-Arabiens sieht eine Normalisierung der Beziehungen der arabischen Staaten zu Israel vor, falls sich der jüdische Staat aus allen 1967 besetzten Gebieten zurückzieht. (cki/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Die Flucht einer jungen Saudi-Araberin

«Ich will Autofahren. Ich will unabhängig sein.»

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Analyse

Donald Trumps christliche Dschihadisten

Christliche Fundamentalisten waren mit dabei, als das Kapitol gestürmt wurde. Sie bilden einen zentralen Bestandteil von Trumps Kampftruppen – und sie sind brandgefährlich.

Kuhhörner, die Flagge der Südstaaten, Wikinger-Felle und Runen: All dies bringen wir in Verbindung mit den Chaoten, welche das Kapitol in Washington gestürmt haben. Wir denken an Neo-Nazis und weisse Herrenmenschen. Gerne übersehen wir die Vielzahl von christlichen Symbolen, die ebenfalls mitgeschleppt wurden, etwa Fahnen, auf denen die Liebe zu Christus verkündet wird.

Die gewalttätigen Proud Boys sind vor dem Sturm gar zum Gebet niedergekniet. Das ist kein Zufall. «Die Extremisten unter den …

Artikel lesen
Link zum Artikel