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In this photo provided by the Saudi Press Agency (SPA), Royal Saudi Land Forces and units of Special Forces of the Pakistani army take part in a joint military exercise called

Die saudische Armee wird wieder von Grossbritannien beliefert. Bild: AP/Saudi Press Agency

Grossbritannien nimmt Waffenexporte nach Saudi-Arabien wieder auf



Grossbritannien will trotz internationaler Bedenken wieder Waffen nach Saudi-Arabien liefern. Es gibt kein eindeutiges Risiko für einen Missbrauch des Rüstungsmaterials im Jemen-Konflikt, wie Handelsministerin Lizz Truss in London mitteilte. Aktivisten und die Opposition reagierten auf die Ankündigung mit scharfer Kritik.

Eine von Saudi-Arabien geführte Militärallianz kämpft seit mehreren Jahren im Jemen gegen die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen. Die Waffenexporte waren daher von einem britischen Gericht vorübergehend gestoppt worden.

Aktivisten der Campaign Against Arms Trade nannten die Pläne der britischen Regierung am Dienstagabend eine «moralische Bankrotterklärung». Die Bombenangriffe der von Saudi-Arabien angeführten Militärkoalition hätten im Jemen die schlimmste humanitäre Krise der Welt verursacht. Anwälte sollten nun die Pläne der Regierung überprüfen, kündigte die Organisation an.

Emily Thornberry von der oppositionellen Labour-Partei hält die Entscheidung für «moralisch unvertretbar». Die Organisation Save The Children teilte mit, die Kinder im Jemen «brauchen Schutz und nicht noch mehr Bomben». Amnesty International bezeichnete den Schritt der britischen Regierung als «zutiefst zynisch».

Erst am Montag hatte die Regierung in London Sanktionen wie Einreiseverbote wegen Menschenrechtsverletzungen gegen Personen in Saudi-Arabien verhängt, die für den Tod des Journalisten Jamal Khashoggi verantwortlich sein sollen. Die saudische Regierung hatte den Mord auf internationalen Druck eingeräumt. Ein Sonderkommando aus Riad hatte den Journalisten 2018 im saudischen Konsulat in Istanbul brutal getötet. Von Leichnam fehlt jede Spur. (sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Fandall 08.07.2020 14:51
    Highlight Highlight Würde mich jetzt auch interessieren wie der Missbrauch von Rüstungsgütern genau definiert ist...
    • Kruk 08.07.2020 16:09
      Highlight Highlight Ein Missbrauch von Rüstungsgptern ist wenn du sie zum Kochen benutzt.

      Diese Sachen sind zum Tötrn gemacht.
  • rodolofo 08.07.2020 14:27
    Highlight Highlight Da könnte man ja direkt auf die Idee kommen, dass die ultraliberalen Hardliner (an sich ein totaler Widerspruch...) an der Züchtung von islamistischem Terror viel Geld verdienen, etwa in der Art wie eine Feuerwehr, welche die Brände, die sie dann löschen soll, gleich selber legt...
  • John Steam in the snail hole 08.07.2020 12:06
    Highlight Highlight Ja super... "Es gibt kein eindeutiges Risiko für einen Missbrauch des Rüstungsmaterials im Jemen-Konflikt". Eine Waffe soll töten, solange sie dies macht (egal wen, wie alt und warum) kann man nicht von einem Missbrauch sprechen, so kann man sich die Welt auch schön reden.
  • Superreicher 08.07.2020 12:02
    Highlight Highlight Saudi-Arabien ist ein vorbildlicher und demokratischer Rechtsstaat, der sich für die Rechte seiner Bürger einsetzt. Und für die Rechte ausländischer Gastarbeiter sowieso. Wieso sollte man denen keine Waffen liefern? Diese werden garantiert nicht von den Saudis missbraucht. In Saudi-Arabien werden auch niemals Terroristen geduldet oder gar ausgebildet. Ein durch und durch friedliches und kooperatives Land.

    Ende Sarkasmus.
    • Kruk 08.07.2020 16:12
      Highlight Highlight "In Saudi-Arabien werden auch niemals Terroristen geduldet oder gar ausgebildet." das ist wahr, diese Sachen wurde outgesourct.

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