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Das Bild des deutschen Fotografen Hartmut Schwarzbach erzählt laut Unicef

Insbesondere Mädchen werden durch Schulschliessungen und wegen wirtschaftlichen Problemen in der Krise zur Kinderarbeit getrieben. Bild: EPA

Kinderhilfswerk warnt vor globalem Bildungsnotstand wegen Corona-Krise



Die Kinderhilfsorganisation Save the Children hat vor einem weltweiten Bildungsnotstand als Folge der Corona-Pandemie gewarnt. Bis Jahresende könnten fast zehn Millionen Kinder für immer vom Unterricht ausgeschlossen sein. Besonders betroffen seien Mädchen in ärmeren Ländern oder Konfliktregionen, die aufgrund der Schulschliessungen und wirtschaftlichen Probleme in Kinderarbeit oder Frühehen gezwungen würden, hiess es in einem am Montag veröffentlichten Bericht.

Als Konsequenz fordert die Kinderrechtsorganisation unter anderem Kreditgeber auf, den ärmsten Staaten einen Aufschub bei der Schuldentilgung zu gewähren. Darüber hinaus müssten Kinder während der Schulschliessungen Zugang zu digitalem Lernen und Schutzmöglichkeiten haben.

Wo die Schule wieder offen ist:

Bild

Karte und Daten der Unesco. Screenshot: unesco

Vor der Pandemie seien 258 Millionen Kinder und Jugendliche weltweit nicht zur Schule gegangen, hiess es in dem Bericht. Durch die weltweiten Schulschliessungen waren es demnach zwischenzeitlich 1.6 Milliarden, aktuell liegt die Zahl bei etwa einer Milliarde. Am grössten ist das Risiko, nicht mehr zur Schule zurückzukehren, dem Bericht zufolge in zwölf Staaten, die überwiegend in West- und Zentralafrika liegen. Aber auch der Jemen und Afghanistan zählen dazu.

Die Auswirkungen der Schulschliessungen sind laut Bericht vielfältig. Ausser einem Mangel an Bildung verlieren viele Kinder demnach mit der Schule einen sicheren Aufenthaltsort, an dem sie mit Freunden spielen können, wo sie eine Mahlzeit bekommen und Zugang zu Gesundheitsdiensten haben. Zudem falle eine wichtige Kontrollfunktion weg: Oftmals seien es Lehrer, die als Erste bemerken, wenn ein Kind unter häuslicher Gewalt leidet. (sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • 97ProzentVonCH68000 13.07.2020 08:30
    Highlight Highlight Wer vor diesen Folgen unserer Corona-Massnahmen ab Mitte April warnte, wurde hier persönlich angegriffen und auch jetzt ist mit vielen Blitzen zu rechnen.
    Es zeigt sich mehr und mehr, dass die Massnahmen mehr Schaden als Nutzen anrichten.
    • Stubenhocker 13.07.2020 20:05
      Highlight Highlight Ich glaube kaum, dass jemand diese Folgen bestritten hat. Jedoch muss man hier abwägen was wichtiger ist, Bildung oder Gesundheit. Bildung kann man nachholen.

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