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Pekings Botschafter in Bern: «China ist weder Nutzniesser noch Täter in dieser Krise»

Geng Wenbing (62) ist seit vier Jahren chinesischer Botschafter in der Schweiz. Sein Land habe in der Coronakrise absolut richtig reagiert und nie etwas vertuscht, behauptet Chinas oberster Vertreter in Bern. Und er findet die Schweizer Angst vor Überwachung «nicht logisch».

samuel schumacher / ch media



chinas botschafter in bern schweiz, geng wenbing

Geng Wenbing, Chinas Botschafter in der Schweiz, sagt, es sei «moralisch nicht haltbar», seinem Land die Schuld für die Coronakrise zuzuschieben. Bild: roman pilip

Geng Wenbing (62) hat als Chinas oberster Vertreter in der Schweiz derzeit alle Hände voll zu tun. Trotzdem nahm er sich Zeit, unsere Fragen zu beantworten. Allerdings nur schriftlich. Und zur Situation in Hongkong wollte der Botschafter vorerst keine Stellung nehmen.

Herr Botschafter, wie hat sich die Coronakrise auf Ihre Arbeit ausgewirkt?
Geng Wenbing: Ich pflege immer noch enge Kontakte mit schweizerischen Instanzen. Wir geben unser Bestes, um die Schweiz bei der Bekämpfung der Epidemie zu unterstützen. Die Formalitäten und der Inhalt der diplomatischen Arbeit mögen nach dem Ausbruch der Epidemie einigermassen anders aussehen. Die sino-schweizerischen Beziehungen entwickeln sich aber weiterhin positiv.​

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Tragen Sie eine Schutzmaske, wenn Sie in Bern einkaufen gehen?
Seit dem Ausbruch der Epidemie hierzulande halte ich mich fest an die Empfehlungen der Schweizer Regierung und gehe so wenig wie möglich an die frische Luft. Wenn es aber absolut notwendig ist, mal rauszugehen, dann trage ich eine Schutzmaske, ja.

Welche Lehren zieht China aus der Coronakrise?
Diese Pandemie hat katastrophale Auswirkungen nicht nur auf China, sondern auf die ganze Welt. Es soll nicht die Aufgabe eines bestimmten Landes sein, daraus Lektionen zu ziehen. Alle Länder sollen Daten und Fakten aus der Praxis sammeln und diese objektiv analysieren. Das Ziel liegt darin, dass die Menschheit sich in Zukunft verstärkt für die Prävention von Pandemien einsetzt und das Management des öffentlichen Gesundheitswesens verbessert.

Chinas wirtschaftliche Wachstumsphase wurde abrupt gestoppt. Wie sehr leidet das Vertrauen der Bevölkerung in die Regierung darunter?
Die Bevölkerung ist zuversichtlich in Bezug auf die Wirtschaftsentwicklung, in guten und in schlechten Zeiten. Als die Epidemie ausbrach, folgten 1,4 Milliarden Menschen dem Aufruf der Regierung und blieben zu Hause. Nach der Überwindung der Epidemie fingen die Chinesen wieder an, ihr Zuhause zu verlassen, die Arbeit wieder aufzunehmen und die Produktion wieder hochzufahren. Sie arbeiten hart daran, die Wirtschaft wiederzubeleben. All dies ist Ausdruck des vollen Vertrauens der Bevölkerung in die Regierung. Auch die Kaufkraft ist hoch geblieben: In den freien Tagen vom 1. bis zum 4. Mai machten 104 Millionen Chinesen einen Ausflug und gaben umgerechnet rund 5,8 Milliarden Franken aus. Dies zeigt die enorme Dynamik des Binnenkonsums.

«Wie könnte es da passieren, dass die Bevölkerung so eine Regierung nicht unterstützt?»

Trotzdem: China musste seine Wachstumsprognose nach unten korrigieren. Wie hält die Regierung die Bevölkerung jetzt bei Laune?
Unter der ausgezeichneten Führung der Kommunistischen Partei, die China seit 71 Jahren regiert, ist es dem chinesischen Volk gelungen, sich ein für alle Mal von Elend und Not zu verabschieden und sich endgültig von Missbrauch und Demütigung zu befreien. Die Wirtschaft Chinas ist seit der Einführung der Reform- und Öffnungspolitik vor etwa 40 Jahren in einem unglaublich hohen Tempo gewachsen. Zugleich verbessert sich der Lebensstandard der chinesischen Bevölkerung kontinuierlich. Wie könnte es da passieren, dass die Bevölkerung so eine Regierung nicht unterstützt?

«Die Verleumdungskampagne gegen China wurde erst ausgerufen, nachdem sich die Epidemie auch in Europa und in den USA verbreitet hatte.»

Etwa, indem man die Bevölkerung falsch informiert. Im Frühjahr hat die Regierung warnende Stimmen aus Wuhan zum Schweigen gebracht. Wie kam es zu diesem Fehler?
China hat nie versucht, die Epidemie zu vertuschen. Im Gegenteil hatten wir uns, nachdem die Möglichkeit der Mensch-zu-Mensch-Übertragung des Virus bestätigt wurde, immer fest an die Prinzipien der Offenheit und Transparenz gehalten. Und wir bestehen auf die internationale Zusammenarbeit. Ende Dezember 2019 hat das Wuhan Centre for Disease Prevention & Control Fälle von Lungenentzündung aus unbekannten Gründen registriert. Am 31. Dezember informierten die chinesischen Behörden die Weltgesundheitsbehörde WHO offiziell über diese Fälle.
Ab dem 3. Januar begann China, der WHO und anderen Ländern einschliesslich der Vereinigten Staaten unaufgefordert Berichte über die Entwicklung der Lage zuzusenden. Noch am selben Tag, an dem die Übertragbarkeit des Virus von Mensch zu Mensch nachgewiesen wurde, unternahmen Experten der WHO eine Inspek­tionsreise nach Wuhan. China ist ein Opfer eines unerwarteten Angriffs eines unbekannten Virus auf die Menschheit. Wir sind weder Nutzniesser noch Täter. Die Verleumdungskampagne gegen China wurde erst ausgerufen, nachdem sich die Epidemie auch in Europa und in den USA verbreitet hatte. Sie wollen einen Sündenbock finden und sich ihrer eigenen Verantwortung entziehen.

epaselect epa08451144 A Filipino boy eats a food pack during a coronavirus pandemic at a slum area in Manila, Philippines, 28 May 2020 (issued on 29 May 2020). On the way to the longest confinement worldwide due to COVID-19 pandemic, Manila reaches 76 days in strict quarantine, a mark so far only reached by the Chinese city of Wuhan - epicenter of the outbreak -, an excessive confinement that has proven to be alone ineffective to curb coronavirus.  EPA/FRANCIS R. MALASIG

Die 11-Millionen-Metropole Wuhan war das erste Epizentrum der weltweiten Coronakrise. Die konsequente Abriegelung der Stadt habe der Welt wertvolle Zeit verschafft, sagt Botschafter Geng Wenbing. Bild: keystone

Noch im Januar nach dem Ausbruch des Virus sind 100'000 Chinesen in die ganze Welt gereist. Wie gross ist die Mitverantwortung Chinas für den Ausbruch der Pandemie?
Jedes Jahr unternehmen etwa 140 Millionen chinesische Touristen Reisen ins Ausland. China hat unverzüglich beispiellos strikte Präventions- und Kon­trollmassnahmen ergriffen, als die Mensch-zu-Mensch-Übertragung bestätigt war. Die Stadt Wuhan wurde am 23. Januar komplett abgeriegelt. Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass sich manche westliche Regierungen und Medien kritisch über diese Massnahmen geäussert haben. Ihrer Ansicht nach waren solche Massnahmen erstens unnötig und zweitens hätten sie «Menschenrechte» verletzt. Dadurch hat China der Welt zwei Monate wertvolle Zeit verschafft, sodass andere Länder sich auf die Epidemiebekämpfung vorbereiten konnten. Wir fühlen das Leiden der Betroffenen in anderen Ländern wie am eigenen Leib. Aber einige wenige Menschen versuchen, das Leiden der Anderen zu politisieren. Sie bellen und brüllen wie wilde Tiere. Solche Handlungen verdienen nur Verachtung.

Die Schweiz hat weniger scharfe Massnahmen verhängt als China und die Krise trotzdem im Griff. War Chinas Reaktion nicht übertrieben?
Wir waren mit einem neuartigen Virus konfrontiert, dessen Ausbreitungspotenzial sowie mögliche Auswirkungen noch völlig unklar waren. Wir tappten im Dunkeln. Unter diesen Umständen haben wir festgestellt, dass die Lebenssicherheit und Gesundheit der Bevölkerung die höchste Priorität haben müssen. Unter diesen Voraussetzungen waren die Massnahmen zur Epidemiebekämpfung zielgerecht. China und die Schweiz unterscheiden sich in vielerlei Hinsicht. China hat 1,4 Milliarden Einwohner, also rund 160-mal mehr als die Schweiz. Jede Regierung soll daher Massnahmen ergreifen, die den eigenen nationalen Begebenheiten entsprechen. Solange diese wissenschaftlich fundiert sind und sich als wirksam erweisen, sind sie richtig.

Welche Note geben Sie der Corona­strategie des Bundesrates?
Das ist die Aufgabe der Schweizer Bevölkerung. Ich persönlich finde die vernünftige und pragmatische Vorgehensweise der eidgenössischen Regierung schätzenswert. Der hiesigen Bevölkerung gebe ich eine sehr gute Note. Ihr Vertrauen in die Regierung und ihre aktive Kooperation sind lobenswert.

China setzt sich weiter dafür ein, dass Taiwan nicht bei der Weltgesundheitsbehörde WHO mitwirken kann. Wann hört Ihre Regierung mit dieser Verweigerungstaktik auf?
Taiwan ist kein «Staat», sondern ein integrierter Teil von China. Alle Mitgliedsstaaten der UNO, einschliesslich der Schweiz, haben das Ein-China-­Prinzip anzuerkennen. Die WHO ist eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen, die sich aus souveränen Staaten zusammensetzt. Taiwan als Provinz von China verfügt demnach nicht über die notwendige Qualifikation, der WHO beizutreten. Obwohl die Provinz Taiwan kein Mitglied der WHO ist, sehen die Vereinbarung zwischen China und der Organisation vor, dass Experten aus der Provinz Taiwan an technischen Konferenzen der WHO teilnehmen dürfen, und WHO-Experten können bei Bedarf auch zur Inspektion nach Taiwan reisen.
Man kann sagen, dass keine Hindernisse hinsichtlich der technischen Zusammenarbeit zwischen Taiwan als Region und der WHO zu beobachten sind. Abgesehen davon gibt es noch einige Sachen, die westliche Medien nicht bekanntgegeben haben: Am 30. Dezember, als der erste Fall der unbekannten Lungenentzündung auf dem Festland bestätigt wurde, übermittelte die Wuhaner Stadtregierung auf Anfrage offizielle Informationen an die Gesundheitsinstanz in Taiwan. Danach wurde eine Untersuchungsreise von Experten aus Taiwan nach Wuhan organisiert und technische Daten ausgetauscht. Ohne diese Unterstützung vom Festland hätte Taiwan wohl kaum bemerkenswerten Erfolg in der Epidemiebekämpfung erzielen können. Dieser einseitige «Lobgesang» für die Provinz Taiwan folgt grundsätzlich politischen Zwecken.

15 Bilder, die zeigen, was gerade in Wuhan vor sich geht

«Wir erfüllen die Verantwortung einer Grossmacht.»

US-Präsident Donald Trump spricht vom «Chinesischen Virus». Wie sehr hat das Chinas Ruf geschadet?
Wir tun unser Bestes, um die Epidemie einzudämmen. Unsere Bemühungen gewinnen Anerkennung und Lob von der WHO und vielen Ländern. Darüber hinaus leisten wir, obwohl die Epidemie im eigenen Land noch nicht vollständig überwunden ist, den von dem Virus schwer getroffenen Ländern und Regionen Hilfe. Wir erfüllen die Verantwortung einer Grossmacht. Es ist weder faktisch begründet noch moralisch haltbar, von China zu verlangen, die Verantwortung für die Epidemie zu tragen.

epa08414092 (FILE) - A mural by the street artist EME Freethinker of US President Donald Trump and President of the People's Republic of China Xi Jinping kissing as they wear surgical masks at Mauer park  in Berlin, Germany, 29 April 2020 (reissued 11 May 2020). Some of EME's murals comment on the worldwide COVID-19 pandemic. Press pictures of his paintings like the 'Lord of the Rings' character 'Gollum' saying 'my precious' while holding a roll of toilet paper, or US President Donald Trump and Chinese President Xi Jinping kissing while wearing surgical face masks, were published in many countries. EME Freethinker moved to Germany three years ago and has been living and working in Berlin for two years.  EPA/ALEXANDER BECHER *** Local Caption *** 55971219

Das «harmonische Zusammenleben» wäre für die USA und China von Vorteil, sagt Botschafter Geng Wenbing. Das Verhältnis der beiden Supermächte aber ist so angespannt wie selten zuvor. Bild: EPA

Kann China überhaupt noch mit den USA zusammenarbeiten?
Wir sind fest davon überzeugt, dass das harmonische Zusammenleben für beide Länder von Vorteil ist. Beide Länder tragen Schaden, wenn sie gegeneinander kämpfen. Seit dem Ausbruch der Epidemie haben Präsident Xi Jinping und Präsident Trump zweimal telefonische Gespräche geführt. Beide legen grossen Wert auf die Zusammenarbeit in der Epidemiebekämpfung und betrachten diese Kooperation als die wichtigste Aufgabe in der aktuellen Situation. Allerdings gibt es einige wenige Politiker in der gegenwärtigen US-Administration, denen es an politischer Moral mangelt. Sie nutzen die Epidemie, um persönliche Interessen zu verwirklichen. Diese unzuverlässigen und verantwortungslosen Handlungen stören die internationale Zusammenarbeit und führen dazu, dass solche Politiker ihre Glaubwürdigkeit verlieren.

Auch in der Schweiz gibt es Widerstand gegen den chinesischen Einfluss, nicht erst seit der Coronakrise. Das Parlament hat Investitionskon­trollen für Firmenübernahmen durch ausländische Investoren beschlossen – gemeint sind vor allem chinesische. Was halten Sie davon?
Das gehört zur Innenpolitik der Schweiz. Ich möchte keinen Kommentar dazu geben. Verkäufe und Käufe im Rahmen der Marktwirtschaft vollziehen sich auf freiwilliger Basis, es geschieht kein gezwungener Kauf oder Verkauf.

Mobile network phone masts are visible in front of St Paul's Cathedral in the City of London, Tuesday, Jan. 28, 2020. The Chinese tech firm Huawei has been designated a

Der chinesische Tech-Multi Huawei gilt als weltweit führender Anbieter der 5G-Technologie. Bild: AP

Vor allem das Engagement Chinas beim Ausbau der 5G-Technologie weckt Überwachungsängste.
Wissenschaftliche und technologische Fortschritte gelten seit jeher als der Hauptantrieb für die Entwicklung der Menschheit. Die Zeiten der 1G- bis zur 4G-Technik waren von den Amerikanern dominiert. Aber ich habe noch nie Besorgnis darüber gelesen, jedenfalls nicht in der westlichen Berichterstattung. Jetzt steht China zum ersten Mal auf der weltweit führenden Position – und schnell äussern viele ihre «Besorgnisse». Das ist weder normal noch logisch.

Hat das einst vorzügliche Verhältnis Schweiz-China generell gelitten?
Seit der Aufnahme der diplomatischen Beziehungen vor 70 Jahren entwickeln sich die sino-schweizerischen Beziehungen relativ stabil. China besteht darauf, bilaterale Beziehungen mit der Schweiz auf der Grundlage des gegenseitigen Respektierens, der Gleichheit, des gegenseitigen Zunutze-Kommens und der Kooperation hin zu einem Win-win-Zustand aufzubauen. Wie bei allen bilateralen Beziehungen, ist es ein natürliches Phänomen, dass China und die Schweiz ab und zu auch unterschiedliche Ansichten oder gar Auseinandersetzungen miteinander haben. Wir sollen unsere Sicht jedoch nicht von solchen vorbeiziehenden Wolken blockieren lassen.

«Ich habe oft gesagt, dass Schweizerinnen und Schweizer viel weniger über China wissen als Chinesinnen und Chinesen über die Schweiz.»

Welches sind denn die häufigsten Missverständnisse zu Ihrem Land, denen Sie in der Schweiz begegnen?
Ich habe oft gesagt, dass Schweizerinnen und Schweizer viel weniger über China wissen als Chinesinnen und Chinesen über die Schweiz. Es gibt zwei Arten von Missverständnissen: Einige haben noch immer das Bild von einem rückständigen China aus den 1960er- und 1970er-Jahren beibehalten. Das zweite ist genau das Gegenteil: Man kann nicht akzeptieren, dass China bereits die zweitgrösste Volkswirtschaft der Welt geworden ist, und ist deshalb besorgt, dass die bestehende internationale Ordnung durch den Aufstieg Chinas relativiert würde. Ich kann Ihnen versichern, dass China ein entschlossener Verfechter der bestehenden internationalen Ordnung ist.

Chinesische Touristen tragen vereinzelt Schutzmasken waehrend ihres Besuches in der Stadt Luzern am Freitag, 24. Januar 2020. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

Chinesische Touristen auf der Kapellbrücke in Luzern. Bild: KEYSTONE

Chinesische Touristen sind ein wachsender Markt für die Schweiz. Wann bevölkern Ihre Landsleute wieder die Kapellbrücke in Luzern und die Jungfraubahn?
Die Epidemie hat den Tourismus stark betroffen. Ich bin aber überzeugt, dass der Tourismus sich schnell von der Epidemie erholen kann und einen neuen Aufschwung erleben wird, sobald die Epidemiebekämpfung ihre Wirksamkeit zeigt.

Und ab wann sind Schweizer Touristen in China wieder willkommen?
China heisst Touristen aus aller Welt einschliesslich der Schweiz immer willkommen.

Geng Wenbings Karriere: Syrien, Seychellen, Schweiz

Syrien, Seychellen, Schweiz Geng Wenbing (62) hat in Peking Französische Literatur studiert, bevor er in den 1980er-Jahren in den diplomatischen Dienst der Volksrepublik eintrat.

Als Botschaftsmitarbeiter war er vier Jahre im Libanon und fünf Jahre in Syrien stationiert, bevor er 2005 schliesslich als Botschafter auf die Seychellen und 2007 nach Benin kam.

Seit Februar 2016 ist Geng Wenbing Botschafter der Volksrepublik China in der Schweiz. Er ist verheiratet und hat einen Sohn. Als Botschafter vertritt er auch die Interessen der rund 19'000 Chinesinnen und Chinesen, die in der Schweiz leben. (sas)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Swen Goldpreis 03.06.2020 20:55
    Highlight Highlight Vielen Dank an das Team von Watson, dass ihr der besseren Übersichtlichkeit halbe die wahren Aussagen im Interview von Herrn Geng mit roter Farbe unterstrichen hat. So ist man doch gleich viel schneller mit dem Lesen durch. :)
  • davej 03.06.2020 10:45
    Highlight Highlight "Vor allem das Engagement Chinas beim Ausbau der 5G-Technologie weckt Überwachungsängste."

    Danke für die peinlichste Aussage die ich jemals gelesen habe.
    Dank Snowden wissen wir ja schon, dass die NSA jedes einzelne Handy überwacht.
    Tun wir aber so als hätten wir nie etwas davon gehört.. Einfach genial
  • Sarkasmusdetektor 02.06.2020 21:56
    Highlight Highlight Das beunruhigendste finde ich ja, dass das alles sehr viel vernünftiger klingt, als alles, was man in letzter Zeit von der anderen Weltmacht so gehört hat. China als entschlossener Verfechter der bestehenden internationalen Ordnung klingt plausibler als je zuvor - so etwas würde ich lieber aus Westen mal wieder hören.
  • Kenshiro 02.06.2020 17:06
    Highlight Highlight Hat der gute Mann kein Platz mehr in der Weltwoche gefunden? Oder ist er immer noch beleidigt dass sich sogar ein Köppel erlaubt hat "ach die so grossartige" chinesische Führung zu kritisieren?

    (Kein Köppel fan)
  • Do not lie to mE 02.06.2020 16:30
    Highlight Highlight Hongkong (AFP) - Erstmals seit 30 Jahren hat die Polizei in Hongkong eine Mahnwache zum Gedenken an die gewaltsame Niederschlagung der Proteste auf dem Pekinger Tiananmen-Platz verboten. Als Grund nannte die Polizei am Montag wegen der Corona-Pandemie. Laut Lee Cheuk-yan, Vorsitzender der Hongkong-Allianz "Ich verstehe nicht, warum die Regierung politische Kundgebungen für inakzeptabel hält, während sie grünes Licht für die Öffnung von Schulen und anderen Dienstleistungen gibt, von Bewirtung über Karaoke bis zu Schwimmbädern"
  • Hangover 02.06.2020 15:41
    Highlight Highlight "Wir sollen unsere Sicht jedoch nicht von solchen vorbeiziehenden Wolken blockieren lassen."

    Genau.

  • Locutus70 02.06.2020 13:54
    Highlight Highlight Man braucht sich doch nur mal die Prognosen des IWF angucken, dann weiß man sehr genau das China eben ein Nutznießer der Krise ist. Da braucht der Mann gar nicht rumzuschwubbseln.
  • rodolofo 02.06.2020 13:31
    Highlight Highlight In dem Fall ist China wohl beides: Nutzniesser UND Täter.
    Ich nehme an viele ChinesInnen glauben offiziellen Verlautbarungen dieses staatskapitalistischen Militär- und Polizeistaats ebenso wenig, wie ich.
    Aber im Gegensatz zu mir dürfen sie das nicht öffentlich sagen...
    • farbarch1 02.06.2020 16:21
      Highlight Highlight Wahrscheinlich bist Du in der Tat nicht alleine mit Deiner Ansicht, auch in China. Aber ich würde vorsichtig sein in Deinem Glauben, dass viele Chinesen ihn teilen. (Ich rede aus Erfahrung: chinesischer Nationalstolz über allem).
  • farbarch1 02.06.2020 12:48
    Highlight Highlight Ich finde die Fragen sehr gut gestellt. Sie ermöglichen dem Vertreter der chinesischen Regierung das Gesicht zu wahren und gleichzeitig uns einen Einblick in die offiziell zur Kenntnis zu nehmende Haltung der chinesischen Regierung zu erhalten. Das heisst nicht, dass die Antworten der Wirklichkeiten entsprechen müssen und das man deren Inhalt rechtens finden muss.
  • fireboltfrog 02.06.2020 12:33
    Highlight Highlight Diplomatisch ausgedrückt, aber einfach nur verlogene Propaganda. "China ist ein Opfer eines unerwarteten Angriffs eines unbekannten Virus auf die Menschheit." - stimmt überhaupt nicht. Forschern auf der ganzen Welt und auch am Wuhan Institute of Virology war die Gefahr der Coronaviren in Fledermäusen bekannt. Auch wusste man, dass der Wildtierhandel an den Wet-Markets ein Spiel mit dem Feuer ist - was die Übertragung von Viren auf den Mensch angeht. Ob absichtlich oder nicht wurden Ärzte zum schweigen gebracht, welche früh von der Gefahr des Virus gewarnt haben.
    • Swen Goldpreis 03.06.2020 20:58
      Highlight Highlight Es gab ja sogar einen abendfüllenden Spielfilm. Herr Geng hätte sich den vielleicht einmal auf Netflix anschauen können - aber nein, Netflix ist ja in China gesperrt. Hm, ja dann war es wohl wirklich voooollkommen überraschend.
  • homo sapiens melior 02.06.2020 12:05
    Highlight Highlight Hab kurz zu Taiwan nachgelesen
    - Ureinwohner austronesisch, nicht chinesisch. (Aber Amis juckt das mit den Indianern ja auch nicht.)
    - diverse chinesische Expeditionen, unbelegt
    - ab 1583 Portugal
    - ab 1624 NL Kolonie
    - erste grosse Einwanderung v China ab 1624 als Siedler für NL Kolonie
    - ca. 1630 Eroberung durch einen japanischen Piraten
    - 1895-1945 Japan Kolonie
    - ab 1945 angeblich chinesisch. Sagt China. Der Gegner Mao Zedongs floh nach dem Bürgerkrieg mit 1,5 Mio. Flüchtlingen auf die Insel. Drum will China sie. Darum geht's! Der endgültige symbolische Sieg über Nichtkommunisten.
  • Druna 02.06.2020 10:25
    Highlight Highlight Aiaiai. Das wird immer enger für Taiwan.
  • Schlingel 02.06.2020 09:56
    Highlight Highlight China ist Taiwan :^)
  • Uno 02.06.2020 09:29
    Highlight Highlight China mag eine Grossmacht sein. Der Lebensstandard der Chinesen hat sich verbessert, sicherlich auch zu Lasten der Umwelt. Aber die chinesische Regierung misstraut ihren Bürgern, überwacht diese und gibt ihnen keine Meinungsäusserungsfreiheit, beziehungsweise, wer es trotzdem tut, wird sanktioniert.
    • rodolofo 02.06.2020 13:34
      Highlight Highlight "Sanktioniert" ist noch sehr vorsichtig und diplomatisch ausgedrückt.
  • Teslaner 02.06.2020 09:27
    Highlight Highlight “Zugleich verbessert sich der Lebensstandard der chinesischen Bevölkerung kontinuierlich. Wie könnte es da passieren, dass die Bevölkerung so eine Regierung nicht unterstützt?”

    Dies ist wohl wirklich der Hauptgrund, dass die Bevölkerung Chinas die CCP überhaupt akzeptiert. Und die Nazis haben genau das gleiche auch ausgenutzt. Der chinesischen Bevölkerung ging es so schlecht, dass sie jetzt das Gefühl hat, es gehe ihr gut.
    Trotzdem ist das kein Freipass für eine Regierung, unmenschliches zu tun. Ich hoffe, auch die Chinesen erkennen das irgendwann.
  • TodosSomosSecondos 02.06.2020 09:15
    Highlight Highlight a) Die Chinesische Regierung trägt massgeblich Mitschuld an der weltweiten Verbreitung des Corona Virus. Ohne wenn und aber.

    b) Das die Chinesen mittelfristig wirtschaftlich von der Situation nicht profitieren werden, wage ich zu bezweifeln. Aber das wird wohl erst die Zukunft zeigen.

    c) Taiwan gehört nicht zu China, Tibet gehört nicht zu China.

    d) Über 4000 Jahre nahtlose Geschichte abscheulicher Grausamkeit und man glaubt hier im Westen ernsthaft, das hätte ich sich geändert, weil man in China jetzt Internet hat? Ha!
    • Mutzli 02.06.2020 11:30
      Highlight Highlight @Todos...
      Punkt a-c klar, kein Problem.

      Punkt d:"Über 4000 Jahre nahtlose Geschichte abscheulicher Grausamkeit"

      ...bitte was? Sorry, aber hier schwappt bei Ihnen berechtigte Kritik an der chinesischen Regierung (welche ohne demokratische Basis noch einiges weniger das chinesische Volk repräsentiert als anderen Orten) in anti-chinesische Vorurteile über.

      Das heisst keineswegs, dass in China immer alles nur lila wölkchen und good vibes war, aber hier in Europa zu sitzen und so was behaupten, als ob Judenverfolgungen, religiöse Kriege, Kolonialismus etc. pp. nie passiert wären? Nee.
    • Yunnan 02.06.2020 12:45
      Highlight Highlight Ich will das gegenwärtige Regime keineswegs rechtfertigen, aber Chinas Geschichte ist insgesamt keineswegs von abscheulicheren Grausamkeiten geprägt als die des Westens. Insbesondere hat China über sein heutiges Territorium hinaus nie andere Länder und Kontinente in einer dem Westen auch nur annähernd vergleichbaren Weise kolonialisiert und die indigenen Völker vernichtet, noch hat es einen Holocaust oder die japanischen Massenmorde zu verantworten.
      Die Kulturrrevolution und der grosse Sprung waren verheerend, aber in ihren tödlichen Folgen nicht beabsichtigt.
    • Fisherman 02.06.2020 13:38
      Highlight Highlight Stimme zu.
      Besonders Punkt c)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Teslaner 02.06.2020 08:54
    Highlight Highlight Taiwan ein Teil Chinas... ich könnte k*****.
    Schade ist aktuell Corona-Zeit, sonst könnte man gerne mal einen Protest vor der chinesischen Botschaft machen. Gründe gäbe es genügend:
    - Völkermord an Uiguren
    - Wirtschaftsspionage
    - Aberkennung der Rechte von Hong Kong
    - Inanspruchnahme von Taiwan

    Tragisch finde ich auch, wie China immer “foreign interference” verurteilt, aber sich wohl bei allen Ländern in die politischen Angelegenheiten einmischt.

    Möge hoffentlich die Bevölkerung Chinas diese Regierung stoppen.
    #boycottchina
    • ujay 02.06.2020 09:50
      Highlight Highlight @Teslaner: China zu vergleichen mit den USA, die sich nur schon mittels ihrer unzähligen CIA Verbindungsbüros überall einmischt, was mit Politik zu tun hat, ist lächerlich: Irak, Afghanistan, Venezuela, Kuba, HK, Japan, Korea, Iran, ganz Südostasien, Taiwan, Bolivien etc pp noch nicht mal mitgezählt! Die USA, selbsternannter Weltpolizist, der es lügenderweise um Frieden, bei genauerer Betrachtung jedoch nur um wirtschaftliche Vorteile (Erdöl, Rohstoffe, Industriegüter) geht, hat längst ihre Glaubwürdigkeit verloren. Die Bevölkerung Chinas stoppt nichts, die steht hinter ihrer Regierung.
    • Teslaner 02.06.2020 11:09
      Highlight Highlight Ich habe China nicht mit den USA verglichen und auch nie gesagt, dass die USA bessergestellt ist.

      Nur weil etwas schlecht ist, heisst es nicht automatisch, dass das andere gut ist.
    • Simoil 02.06.2020 11:45
      Highlight Highlight Free Tibet
    Weitere Antworten anzeigen
  • Flo231 02.06.2020 08:40
    Highlight Highlight Wieso solchen Systemtrollen eine Plattform geben? Lächerliches Interview eines strammen Parteisoldaten...
    • Ruefe 02.06.2020 12:42
      Highlight Highlight Ist aber trotzdem immer interessant zu hören was der chinesische Staatsapparat gerade rauslässt. Es gibt durchaus tendentiösere Berichterstattung, zum Beispiel wenn Herr Köppel das Interview geführt hätte.
  • dieBied 02.06.2020 08:39
    Highlight Highlight Ich verstehe nicht ganz, wieso Watson der chinesischen Parteipropaganda noch eine Plattform bieten muss...
    • Sharkdiver 02.06.2020 09:43
      Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
    • Yunnan 02.06.2020 12:53
      Highlight Highlight Ich finde es gut. Im umgekehrten Fall wäre so ein Interview nicht denkbar. Ohnehin führt das Internet führt schon genug dazu, dass die Leute sich nur noch in ihrer eigenen Blase bewegen. Die Stärke eines freiheitlichen Systems liegt demgegenüber gerade auch darin, sich mit dem Anderen auseinanderzusetzen, sich dadurch weiterzuentwickeln und letztlich stärker zu werden.
  • RicoH 02.06.2020 08:39
    Highlight Highlight Ein gutes, sachliches Interview.

    Beachtenswert finde ich die Passage, wo in feinster diplomatischer Weise die Unfähigkeit Trump's angedeutet wird.

    "Allerdings gibt es einige wenige Politiker in der gegenwärtigen US-Administration, denen es an politischer Moral mangelt. Sie nutzen die Epidemie, um persönliche Interessen zu verwirklichen. Diese unzuverlässigen und verantwortungslosen Handlungen stören die internationale Zusammenarbeit und führen dazu, dass solche Politiker ihre Glaubwürdigkeit verlieren".

    Für einen Diplomaten sind das ungewohnt klare Worte.
    • The Destiny // Team Telegram 02.06.2020 08:55
      Highlight Highlight Er meint damit die Demokraten welche ihre identity politics im corona relief bill durchdrücken wollten, obwohl die Priorität die schnelle Hilfe sein sollte und nicht der politische Klassenkampf.

      "Democrats in Congress Monday to put aside their "stupid partisan points" and stop "indulging their creepy ideological obsessions" to focus on getting a coronavirus relief bill passed.

      Folgend noch ein Zitat
    • The Destiny // Team Telegram 02.06.2020 08:55
      Highlight Highlight "...Democrats in Congress Monday to put aside their "stupid partisan points" and stop "indulging their creepy ideological obsessions" to focus on getting a coronavirus relief bill passed.

      "Americans worry they can die of this disease and someone they love could die if they lose their jobs and could be crippled permanently in the wake of this disaster. It's a terrifying moment," Carlson said. "In that moment, we need wisdom and steady guidance from our leaders. We need altruism, [they] need to care more about you than they care about themselves ... but in Congress, they don't."
    • Teslaner 02.06.2020 08:59
      Highlight Highlight Ich weiss ehrlich gesagt nicht, ob es der Weltengemeinschaft hilft, sich mit den USA oder China zu solidaridieren.
      Ein bisschen überspitzt betrachtet scheint mir Europa aktuell die einzige Region zu sein, die von nicht gestörten Personen regiert wird. Hingegen
      - USA
      - Brasilien
      - Russland
      - China
      - ....
    Weitere Antworten anzeigen
  • eddie_c 02.06.2020 08:37
    Highlight Highlight "Unter der ausgezeichneten Führung der Kommunistischen Partei, die China seit 71 Jahren regiert, ist es dem chinesischen Volk gelungen, sich ein für alle Mal von Elend und Not zu verabschieden und sich endgültig von Missbrauch und Demütigung zu befreien."

    Was für ein Hohn angesichts der Kulturrevolution, den Grossen Sprung nach Vorn und den Tiananmen Massaker. Dank der wirtschaftlichen Liberalisierung und protektionistische Massnahmen kam es überhaupt zu einem Aufschwung.
    Dieses Interview ist chinesische Propaganda.
    • Sharkdiver 02.06.2020 09:45
      Highlight Highlight Für die Gruppe die sich voll und ganz der Partei unterstellt und eigenständiges Denken oder eigene Meinung aufgibt, mag es wohl dtimmen
    • RicoH 02.06.2020 09:57
      Highlight Highlight Natürlich ist das chinesische Propaganda. Jeder Botschafter/Diplomat ist fehl am Platz, wenn er nicht Werbung für sein Land macht.

      "Dank der wirtschaftlichen Liberalisierung und protektionistische Massnahmen kam es überhaupt zu einem Aufschwung." Trifft das nicht auf alle wirtschaftlich erfolgreichen Staaten – inkl. der Schweiz – zu?
      Abgesehen davon, befindet sich die USA gerade im Startloch, die gleichen Verbrechen an ihrem Volk zu verüben.
    • eddie_c 02.06.2020 10:49
      Highlight Highlight @RicoH

      Grundsätzlich hast du recht, dass ein Diplomat die Interessen seiner Landes vertreten sollte. Seine Wortwahl zeigt, dass es wenig bis keine Introspektion auf das Handeln der Kommunistischen Partei Chinas stattfindet.

      Ein gelungenes Whataboutism deinerseits. Immerhin erfahren wir vom derzeitigen Unrecht in den USA und die US-Bürger haben die Möglichkeit dagegen zu kämpfen mittels Wahlen, was in China ohne Einverständnis der Partei kaum möglich wäre.
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  • Jinx 02.06.2020 08:27
    Highlight Highlight "Unter der ausgezeichneten Führung der Kommunistischen Partei, die China seit 71 Jahren regiert, ist es dem chinesischen Volk gelungen, sich ein für alle Mal von Elend und Not zu verabschieden und sich endgültig von Missbrauch und Demütigung zu befreien."

    Ehrlich gesagt glaube ich diesen Abschnitt nicht. Schliesslich gibt es dort immer noch Sklaven ähnliche Zustände (Fabriken, usw.). Schliesslich ist China sehr weit unten in den Sachen Menschenrechte.

    https://www.amnesty.de/jahresbericht/2019/china#section-10718721

    https://www.hrw.org/world-report/2019/country-chapters/china-and-tibet
    • Jinx 02.06.2020 10:43
      Highlight Highlight @WID das stimmt, aber wir Schweizer klauen zumindest nicht den anderen das Land weg oder bestrafen alle, die Sachen sagen wie: " Der Bundesrat x hat sch**** gebaut". Somit wird das eigene Volk ( auch andere illegal unterworfene Völker) unter extremen Überwachung gestellt. Eine Meinungsfreiheit existiert in China nicht. Auch werden andere Völker , z.B. die Uiguren) in Gefängnissen gefoltert, nur weil sie Uiguren sind.

      Wenn das alles nicht als Elend und Not, Missbrauch oder Demütigung zählt, weiss ich auch nicht. Schliesslich zählt die CCP die Uiguren, Tibeter als "chinesisches Volk".
    • Jinx 02.06.2020 10:56
      Highlight Highlight Der guter Herr Botschafter beschreibt China wie ein Traumstaat, bei dem alle fröhlich ohne jegliche Kontrolle oder irgendwelche Existenzängste leben. Falls er das nicht tun würde, ist es uns ja allen ziemlich klar was ihm und seiner Familie passieren würde. Dazu wissen wir nicht ob die Bevölkerung wirklich hinter der CCP steht, wenn einer aufmuckt wird der ja abgemurkt.
    • Fisherman 02.06.2020 13:48
      Highlight Highlight @WID:
      Teilweise. Ich finde den Uiguren/Tibeter geht es wesentlich schlechter als den Erntehelfer in E/CH.
      Obwohl ich zustimme, dass die Verhältnisse der Erntehelfer verbessert werden muss.
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  • Ökonometriker 02.06.2020 08:26
    Highlight Highlight Der Botschafter sagte nicht, dass die Angst vor Überwachung "nicht logisch" sei. Sondern dass es nicht logisch sei, Angst vor China zu haben, nicht aber vor den USA. Das macht insbesondere Sinn, da die USA ja einen weitaus stärker ausgebauteren Überwachungsapparat haben und viel aktivere Geheimdienste.
    Chinesische Geheimdienste betreiben keine BlackOPs, entführen keine Leute im Ausland und bringen auch nicht Leute im Ausland um. Und sie betreiben schon gar keine Geheimgefängnisse in anderen Ländern.

    Was der Botschafter dabei vergisst, ist die Angst vor einem Rückfall in autokratische Zeiten.
    • Sharkdiver 02.06.2020 09:51
      Highlight Highlight Ökonometriker Auch Chinesen haben schon Menschen aus dem Ausland entführt und nach China gebracht: Gui Minhai ein EU-Bürger! Und die USA hat keine Straflager/Umerziehungslager für nicht stramme Parteihörige
    • RicoH 02.06.2020 10:00
      Highlight Highlight @ swilly
      Das kann die Schweiz alleine nicht stemmen. Dazu bräuchte es ein geeintes, starkes Europa.
    • Ökonometriker 02.06.2020 10:10
      Highlight Highlight @swilly: klar wäre es das beste, wenn Europa technisch autonomer würde.

      Aber wenn das nicht möglich ist, ist es immer noch vorteilhafter, wenn nicht eine ausländische Macht alles überwachen kann - sondern wenn China und die USA nur jeweils eine Teilüberwachung haben. So überwachen sie sich zumindest noch ein bisschen gegenseitig.

      Wenn wir blind einfach alle Daten in die USA liefern, schaut keiner den USA auf die Finger. Ein Datenmonopol ist nicht im Interesse Europas - auch nicht, wenn der Monopolist eine demokratische Macht ist. Denn die USA haben nunmal nicht europäische Interessen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Lester 02.06.2020 08:21
    Highlight Highlight Keine Fragen zu den internierten Uiguren.
    Keine Fragen zum Sicherheitsgesetz und der Missachtung vom vertraglich festgehaltenen "Two Systems, One Country".
    Blanke Lüge was die ersten Wochen nach dem Auftreten des neuen Coronavirus angeht (Verhaftung von warnenden Ärzten).
    Zudem ist 5G von Huawei (faktisch ein Staatskonzern) definitiv etwas anderes als z.B. von Ericsson. Denn westliche Unternehmen haben ein anderes Verständnis, was Daten an den Staat weitergeben anbelangt (siehe Apple, das sich hartnäckig weigert, für das FBI iPhones zu entschlüsseln).

    Kritischere Fragen wären schön gewesen.
    • Hercanic 02.06.2020 11:08
      Highlight Highlight Apple -kann- die modernen Iphones gar nicht entschlüsseln. Dass ist der einzige Grund.

      Bei den alten ohne integrierten Crypto-Chip hilft Apple sehr wohl der Regierung dabei, sie zu entschlüsseln. Auch alle unverschlüsselten Daten die Apple über den Kunden hat, geben sie weiter.

      Tatsächlich ist es so, dass jede US-Firma gesetzlich dazu verpflichtet ist, alle Daten die sie haben den Behörden auf verlangen auszuliefern. Same difference

      Ericsson, ist schon vor 20 Jahren in der Versenkung verschwunden. Die einzigen die in der Mobilfunktechnik noch was zu bieten haben sind Cisco, IBM und Huawei
  • Quacksalber 02.06.2020 08:20
    Highlight Highlight Taiwan ist ein eigener Staat. Ich erkenne ihn hiermit nochmals als solchen an.
  • benn 02.06.2020 08:04
    Highlight Highlight Der botschafter ist eine marionette der china diktatur, seine worte müssen als parteipropaganda gekennzeichnet werden!
    • The Destiny // Team Telegram 02.06.2020 12:42
      Highlight Highlight @Benn, nein müssen sie nicht.
      Wenn du nicht erkennst, dass ein Botschafter die Interessen seines Landes wiedergibt, dann bringt auch so eine Markierung nichts.
    • benn 02.06.2020 14:52
      Highlight Highlight The destiny, viele schweizer sind nicht so gebildet und intelligent um zu wissen, das china eine diktatur ist, freie meinung unterdrückt, oponenten einsperrt, presse zensuriert, und das volk unterdrückt. Daher müssen vertreter solcher diktaturen klar für jedermann und ihr wort als propaganda deklariert werden!
    • The Destiny // Team Telegram 02.06.2020 18:23
      Highlight Highlight @Benn, dann sollten wir konsequenterweise auch auf die halbdirekte Demokratie verzichten, da ein Teil keine Ahnung hat was abgeht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • LordEdgar 02.06.2020 07:53
    Highlight Highlight Ein loyaler Parteisoladt. Wo bleibt der Watson Faktencheck zu seinen Behauptungen?
  • Ehrlich 02.06.2020 07:53
    Highlight Highlight Wenn eine weltweite Pandemie ausgezeichnete Arbeit und alles richtig gemacht ist....Dankeschön, ich möchte nicht wissen, was uns erwartet, wenn sie nur gut arbeiten....
  • Sharkdiver 02.06.2020 07:52
    Highlight Highlight China ha nie was vertuscht 😂😂😂😂😂😂😂 Spassvogel🤮
    RIP Li Wenliang. Ein wahrer Held Chinas. Nicht so ein Vollversager wie WinniePooh
  • Publicagent 02.06.2020 07:44
    Highlight Highlight Phu da ist aber jemand stark indoktriniert.
    • The Destiny // Team Telegram 02.06.2020 12:44
      Highlight Highlight Hast du gedacht die geben jedem diesen Job? Die nehmen nur die besten, die müssen extrem stark gegen die westliche Propaganda abgehärtet sein.
  • Eyeore 02.06.2020 07:40
    Highlight Highlight Nutzniesser würde ich mal ausklammern. Die Abhängigkeit zu China wird wohl noch grösser werden. Die Billigproduktion wird wohl eher zunehmen als abnehmen wegen der Coronakrise. Falls nicht gesetzlich mehr Unabhängigkeit festgeschrieben wird, glaube ich nicht daran, dass die Wirtschaft selber mehr Unabhängigkeit anstrebt und weiterhin nur den schnellen Profit sieht mit China als Partner.
    • Super8 02.06.2020 09:36
      Highlight Highlight Wir haben es alle selber in der Hand bei jeder Kaufentscheidung.
    • eddie_c 02.06.2020 10:15
      Highlight Highlight Mag sein. Aber auch China wird irgendwann mal für Warenproduktion zu teuer oder es sich nicht mehr leisten kann, durch expansive Geldpolitik den Yuan unterbewertet zu halten. Die Produktion wird dann in ein anderes Land verlagert und VRC wird zunehmend ein Land geprägt vom Dienstleistugssektor.
      China sollte auf jeden Fall zulassen, dass auch ein ausl. Bürger ohne einen Mittelsmann oder Staats-Joint-Venture dort zu investieren. Ansonsten sollten wir gleiche Massnahmen gegen chinesische Staatsbürger ergreifen.

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