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Französische Medien verbünden sich gegen Fake News und Facebook hilft mit

Im Hinblick auf die Präsidentschaftswahl im April und die Wahl der Nationalversammlung im Juni haben sich französische Medien im Kampf gegen Fake News zusammengeschlossen. Daraus entstanden ist das Faktencheck-Portal «Crosscheck».



Die Meinungsbildung zu den unterschiedlichen Präsidentschaftskandidaten in Frankreich soll fair ablaufen. Dafür haben 250 Journalisten von 37 französischen Newsorganisationen das Faktchecking-Portal «CrossCheck» ins Leben gerufen. Mit an Bord sind unter anderen die Nachrichtenagentur AFP, «Le Monde», Google und Facebook.

Seit Dienstag ist die Plattform online abrufbar. Gepostet werden Artikel von diversen Online-Medien, die Fake News von Social-Media-Plattformen entlarven. Damit ein Artikel erscheint, muss er von mindestens zwei Organisationen verifiziert werden. 

Bisher hatten nur vereinzelte Medien «Factcheckers», die sich explizit dem Kampf gegen Fake News verschrieben haben, nun will man in Frankreich dem Problem der immer grösser werdenden Flut von Falschmeldungen im Internet gemeinsam habhaft werden. «Ein Medium alleine schafft es nicht, alles was Online geteilt wird, zu überprüfen», sagt Adrien Sénécat, ein Faktenchecker von «Le Monde» zu «Radio France Internationale».

Nutzer von «CrossCheck» können online ebenfalls Artikel zur Überprüfung vorschlagen. Die Ergebnisse des Faktenchecks werden dann auf der Seite publiziert und können von dort aus auf Social Media geteilt werden. Dadurch sollen solche Fehlinformationen verhindert werden:

Erste Fälle von Falschinformationen aufgedeckt

Bereits einen Tag nach dem Start des Projektes wurden einige Falschmeldungen aus dem Internet bearbeitet. Darunter ein Foto, das den US-Botschafter in Russland bei einer Anti-Putin-Demonstration zeigen soll.

Das Foto wurde von einem französischen Parlamentarier, Thierry Mariani, retweeted. Mariani schrieb in seinem Tweet: «Wenn ein russischer Botschafter dasselbe in Frankreich tun würde, wäre es ein Skandal. Aber die USA dürfen ja tun, was sie wollen.»

Nun stellt sich aber heraus, dass es sich bei dem Bild um eine Fotomontage handelt. Mariani, der wegen seiner Pro-Russland-Haltung in Frankreich nicht unumstritten ist, hat sich später auf Twitter entschuldigt und den Tweet gelöscht.

Doch «CrossCheck» soll nicht nur Propaganda der einen Seite aufdecken, sondern sich allen Falschmeldungen annehmen. So wurde bereits ein vermeintlicher Tweet von Präsidentschaftskandidatin Marine Le Pen als gefälscht entlarvt. 

Tatsächlich hat sich die Vorsitzende des rechtspopulistischen Front National nie auf Twitter über das Kopftuch der Zeichentrick-Figur Masha aufgeregt. (leo)

Diese Bilder haben uns 2016 schockiert und verblüfft – und alle waren sie gefälscht:

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