International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Spaniens Justiz ermittelt gegen Ex-König Juan Carlos



FILE - In this March 10, 2018, file photo, Spain's former monarch King Juan Carlos waves upon his arrival to the Academia Diplomatica de Chile, in Santiago. The Spanish parliament's decision-making board has rejected two proposals calling for the lower chamber to investigate whether former King Juan Carlos received millions of dollars in kick-back payments from Saudi Arabia. The proposals voted Tuesday March 10, 2020 were triggered by an ongoing investigation by Swiss prosecutors into an account reportedly operated for the Spanish monarch, including an alleged payment of 88 million euros (100 million dollars) by late Saudi King Abdullah in 2008. (AP Photo/Esteban Felix, File)
King Juan Carlos

Juan Carlos. Bild: AP

In einem Skandal um mutmassliche Schmiergeldzahlungen beim Bau einer Schnellbahnstrecke in Saudi-Arabien durch ein spanisches Konsortium hat das Oberste Gericht in Madrid Ermittlungen gegen Ex-König Juan Carlos eingeleitet. Bei den Untersuchungen gehe es darum, die «strafrechtliche Relevanz der Taten abzugrenzen oder auszuschliessen», die nach der Abdankung von Juan Carlos als König im Juni 2014 erfolgt seien, teilte die Staatsanwaltschaft am Obersten Gericht am Montag mit.

In der sogenannten «Affäre um den Wüsten-Zug» ermitteln die für Korruption und Wirtschaftsdelikte zuständigen Behörden schon seit 2018. Im Jahr 2008 soll Juan Carlos Schmiergeld in Höhe von 100 Millionen US-Dollar aus Saudi-Arabien kassiert haben.

Die von mehreren spanischen Firmen gebaute Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Mekka und Medina wurde im Oktober 2018 eingeweiht. Für die rund 450 Kilometer benötigt der «Al Haramain»-Schnellzug etwa zwei Stunden. Für die Passagiere, darunter Millionen Pilger, verkürzte sich die Fahrzeit um über 50 Prozent.

Für die vier Jahrzehnte, die er König und Staatsoberhaupt von Spanien war (22. November 1975 bis 14. Juni 2014) geniesst Juan Carlos Immunität. Nach seinem Thronverzicht zugunsten seines Sohnes Felipe VI. hat der heute 82-Jährige zwar noch Sonderrechte, er kann aber vom Obersten Gericht auf die Anklagebank gesetzt werden. Obwohl die mutmassliche Schmiergeldzahlung 2008 erfolgte, könnte Juan Carlos in Zusammenhang mit dem Skandal unter anderem der Geldwäsche in der Zeit nach 2014 beschuldigt werden. (aeg/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

«Klare Beweislage» – Nekane kämpft weiter um ihre Freilassung aus Zürcher Haft

Die Schweizer Behörden halten daran fest, die Baskin Nekane Txapartegi an Spanien auszuliefern. Auch das Asylgesuch der Aktivistin wurde abgelehnt. Txapartegis Anwälte werfen der Schweizer Justiz vor, geschlampt zu haben.

Nekane Txapartegi sei erst wütend, dann enttäuscht gewesen über den Entscheid vom 22. März des Bundesamts für Justiz (BJ), sagt Rechtsanwältin Stephanie Motz an der Medienkonferenz am Donnerstag. Motz ist eine der beiden Anwälte, die Txapartegi in der Schweiz vertreten. Noch am selben Morgen hatte sie die baskische Aktivistin in Auslieferungshaft besucht. Gleich zwei niederschmetternde Entscheide hatte Txapartegi in den letzten Tagen verdauen müssen: Das BJ hält daran fest, die Baskin …

Artikel lesen
Link zum Artikel