International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Moschee gehackt: Aus dem Lautsprecher dröhnt «Bella Ciao» statt des Gebetsrufs



Partisanenhymne statt Gebetsruf – in der westtürkischen Stadt Izmir haben sich Unbekannte in das Lautsprechersystem von Moscheen gehackt.

Und so hörte sich das Ganze an:

abspielen

video: youtube.com/ahaber

Am Mittwoch sei da plötzlich aus 30 Gebetshäusern etwa zehn Sekunden lang das antifaschistische Lied «Bella Ciao» über die Stadt geschallt, bestätigte der Chef der Religionsbehörde Diyanet in Izmir, der Mufti Recep Sükrü Balkan, am Freitag. Es sei sehr traurig, dass dies im heiligen Fastenmonat Ramadan und kurz vor den hohen Eid-Feiertagen geschehen sei.

Die meisten Imame in den Moscheen hätten schnell geschaltet und die Musik gestoppt, sagte Mufti Balkan. Vorsichtshalber werde aber nun das zentrale System für die Gebetsrufe nicht mehr verwendet, bis dessen Sicherheit verbessert worden sei. Jede Moschee werde vorerst individuell zum Gebet rufen.

Die Staatsanwaltschaft von Izmir hatte am Donnerstag verlauten lassen, sie habe wegen der «öffentlichen Herabwürdigung religiöser Werte» eine Ermittlung begonnen. Die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu berichtete, dass sich das auch gegen Menschen richte, die Videos von der Aktion mit positiven Kommentaren geteilt hätten. Anadolu zufolge waren zwei Menschen festgenommen worden. Einer kam demnach wieder frei. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Italiens Sardinenschwarm singt

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Affäre um Kinderbeihilfen: Niederländische Regierung vor Rücktritt

In den Niederlanden verdichten sich die Anzeichen für einen bevorstehenden Rücktritt der Regierung wegen einer Affäre um Kinderbeihilfen. Das Kabinett unter Leitung von Ministerpräsident Mark Rutte kam am Freitag in Den Haag zu Beratungen über politische Konsequenzen aus der Affäre zusammen.

Verschiedene Minister deuteten vor Beginn der Sitzung an, dass ein Rücktritt unvermeidlich sei. Ein deutlicher «Bruch» sei notwendig, sagte die Ministerin für Aussenhandel, Sigrid Kaag. «Das Vertrauen in …

Artikel lesen
Link zum Artikel