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Predigt mit homophoben Aussagen sorgt in Türkei für Aufregung



Turkey's President Recep Tayyip Erdogan, right, shakes hands with Ali Erbas, Chief of Religious Affairs, at his palace in Ankara, Turkey, Wednesday, Sept. 27, 2017. Erdogan's office has confirmed that he will meet with Russia's President Vladimir Putin in Ankara on Thursday to discuss bilateral issues, Iraq and Syria.(Pool photo via AP)

Ali Erbas mit Erdogan. Bild: AP/Pool Presidential Press Service

Der Chef der Religionsbehörde Diyanet in der Türkei hat mit Äusserungen über Homosexualität für Aufregung gesorgt. Die Oberstaatsanwaltschaft in Ankara leitete am Montag Ermittlungen gegen die Anwaltskammer der Hauptstadt unter anderem wegen der Herabwürdigung religiöser Werte ein, nachdem diese Diyanet-Chef Ali Erbas scharf kritisiert hatte.

Hintergrund ist eine Predigt Erbas' zu Beginn des Fastenmonats Ramadan am vergangenen Freitag. Darin hatte er gesagt, dass Homosexualität Krankheiten mit sich bringe und Generationen «verrotten». Er kritisierte zudem Ehebruch und das Zusammenleben unverheirateter Paare.

Die Anwaltskammer in Ankara warf Erbas daraufhin unter anderem vor, einen Teil der Menschheit mit Hass herabzuwürdigen und diese zum Ziel zu machen. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan stellte sich hinter Erbas und sagte, seine Aussagen seien korrekt, aber nur bindend für Muslime. Für alle anderen handele es sich lediglich um eine Meinung. An die Anwaltskammer gerichtet warnte Erdogan: «Jeder soll seinen Platz kennen, jeder soll seine Grenzen kennen.» Justizminister Abdulhamit Gül und Erdogan-Sprecher Fahrettin Altun verteidigten Erbas ebenfalls.

Homosexualität ist in der Türkei nicht verboten. Aktivisten beklagen jedoch immer wieder Diskriminierung. Die traditionelle Gay-Pride-Parade im Zentrum Istanbuls war in den vergangenen Jahren verboten worden. (aeg/sda/dpa)

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