International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa05581626 The US Democratic party's presidential candidate and former Secretary of State Hillary Clinton speaks during her presidential campaign event at the Miami Dade College, in Miami, Florida, USA, 11 October 2016.  EPA/CRISTOBAL HERRERA

Hielt mehrere Reden bei Goldman Sachs: Hillary Clinton.  Bild: CRISTOBAL HERRERA/EPA/KEYSTONE

Wikileaks veröffentlicht Reden Clintons bei Goldman Sachs



Die Enthüllungsplattform Wikileaks hat am Samstag (Ortszeit) drei Reden der US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton veröffentlicht. Diese hatte die Demokratin vor ihrer Kandidatur gegen Bezahlung bei der Investmentbank Goldman Sachs gehalten.

Die Reden stehen nicht in klarem Widerspruch zu Clintons Wahlkampfäusserungen, allerdings äusserte sie sich damals freimütiger über Themen wie die Finanzmarktregulierung. In einer Rede vom Oktober 2013 legte Clinton demnach nahe, dass etwas gegen Eingriffe in die Finanzmärkte «aus politischen Gründen» unternommen werden müsse.

«Es müsste da auch etwas getan werden, denn aus politischen Gründen kann man, wenn man ein Kongressmitglied ist und die Leute im Wahlkreis ihre Jobs verlieren und Unternehmen dicht machen und alle in der Presse sagen, dass die Wall Street Schuld ist, nicht untätig rumsitzen und nichts tun», sagte Clinton den Unterlagen zufolge.

Clintons Wahlkampfteam bestritt die Echtheit der Redemanuskripte nicht. Wikileaks veröffentlicht seit gut einer Woche Unterlagen, die von einem Hackerangriff auf das E-Mail-Konto von Clintons Wahlkampfmanager John Podesta stammen. Clintons Team wie auch die US-Regierung machen Russland für die Cyberattacke verantwortlich, die aus ihrer Sicht eine Einmischung in den US-Wahlkampf zugunsten von Clintons republikanischem Rivalen Donald Trump darstellt. Russland weist diese Darstellung zurück.

Kritik an Nähe zur Finanzbranche

Clinton hielt die Reden bei Goldman Sachs, nachdem sie als Aussenministerin aus dem Amt geschieden war und bevor sie ihre Präsidentschaftsbewerbung verkündete. Im Vorwahlkampf hatte ihr parteiinterner Rivale Bernie Sanders die Tatsache, dass Clinton sich von einer Grossbank bezahlen liess, als Hinderungsgrund für ihre Präsidentschaft angeführt. Sie könne nicht eine Branche regulieren, von der sie sich selbst habe bezahlen lassen.

Sanders forderte damals, Clinton solle die Reden veröffentlichen, die ihr von der Wall Street hunderttausende Dollar eingebracht hätten. Dass Wikileaks dies nun tun konnte, hat damit zu tun, dass Wahlkampfmitarbeiter die Reden unter sich per E-Mail ausgetauscht hatten, um sich auf allfällige Angriffe vorzubereiten. Diese Mails wurden schliesslich gehackt.

Auch Trump kritisiert Clinton immer wieder als Teil des Washingtoner Establishment und als Kandidatin, die sich von Grossunternehmen einspannen lässt. (cma/sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Aktuelle Zahlen zum Coronavirus in der Schweiz und der internationale Vergleich

Die Corona-Zahlen für die Schweiz steigen im Moment rapide. Deshalb findest du hier einen Überblick zu allen neuen sowie aktuellen Fallzahlen für die Schweiz und einen Vergleich zu internationalen Daten zu Neuansteckungen mit dem Coronavirus.

Das Coronavirus hält die Schweiz weiterhin in Atem. Die Zahl der Neuansteckung steigt nach neuesten Entwicklungen in den unterschiedlichen Kantonen seit dem August wieder, die zweite Welle in der Schweiz und Europa ist da.

Damit du den Überblick über die sich stetig verändernde epidemiologische Lage behältst, zeigen wir dir hier alle relevanten Statistiken zu den Neuansteckungen, Positivitätsrate, Hospitalisierungen und Todesfällen in den Schweizer Kantonen sowie im internationalen Vergleich:

Am …

Artikel lesen
Link zum Artikel