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Wichtige Meilensteine auf dem Weg zur US-Präsidentenwahl



In zweieinhalb Monaten wird in den USA ein neuer Präsident gewählt. Hier ein Überblick wichtiger Termine auf dem Weg dorthin – bis zur Amtseinführung des neuen Staatschefs im Januar.

Nominierungsparteitag der Republikaner

FILE - In this July 21, 2016, file photo, Republican presidential candidate Donald Trump smiles as he addresses delegates during the final day session of the Republican National Convention in Cleveland. North Carolina public health officials told the Republican National Committee the party can have more than 10 people in a room to conduct official convention business while in Charlotte. The updated guidance eases indoor gathering limits Democratic Gov. Roy Cooper imposed in a recently extended executive order. (AP Photo/Patrick Semansky, File)
Donald Trump

So sah das 2016 bei den Republikanern aus. Bild: keystone

24. bis 27. August: Auf dem Parteitag soll US-Präsident Donald Trump offiziell als Kandidat nominiert werden. Die Corona-Pandemie hatte die Pläne der Republikaner für einen grossen Parteitag zunichte gemacht. Trump soll am ersten Tag von den Delegierten in Charlotte (North Carolina) nominiert werden. Seine Rede zur Annahme der Kandidatur will er am 27. August vom Weissen Haus aus halten.

US-Kongress tritt wieder zusammen

8. September: Die beiden Kammern des US-Kongresses, das Repräsentantenhaus und der Senat, nehmen nach der Sommerpause wieder ihre Arbeit auf. Dann dürfte es auch wieder Verhandlungen um ein weiteres Konjunkturpaket geben. Diese waren im August gescheitert.

Erstes TV-Duell zwischen Trump und Biden

ZU DEN US-PRAESIDENTSCHAFTSWAHLEN AM DIENSTAG, 8. NOVEMBER 2016, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZU DONALD TRUMP ZUR VERFUEGUNG - Republican presidential nominee Donald Trump and Democratic presidential nominee Hillary Clinton speak during the second presidential debate at Washington University in St. Louis, Sunday, Oct. 9, 2016. (KEYSTONE/AP Photo/Patrick Semansky)..

So sah es 2016 aus, als Trump gegen Hillary Clinton antrat. Bild: AP

30. September: Trump und sein demokratischer Herausforderer Biden treffen ab 03.00 MESZ in Cleveland im Bundesstaat Ohio zu ihrem ersten TV-Duell zusammen. Die Sendung soll 90 Minuten dauern.

TV-Duell der Vize-Kandidierenden

8. Oktober: In dem TV-Duell werden sich Trumps Vizepräsident Mike Pence und die Kandidatin der Demokraten, die Senatorin Kamala Harris, ab 03.00 Uhr MESZ gegenüberstehen. Die Debatte in Salt Lake City im Bundesstaat Utah soll ebenfalls 90 Minuten dauern.

Zweites TV-Duell zwischen Biden und Trump

16. Oktober: Trump und Biden treffen in Miami im Bundesstaat Florida ab 03.00 MESZ zu ihrem zweiten TV-Duell zusammen.

Letztes TV-Duell zwischen Trump und Biden

23. Oktober: Trump und Biden treffen in Nashville (Tennessee) ab 03.00 MESZ zu ihrem dritten und letzten TV-Duell zusammen.

Wirtschaftsdaten kurz vor Wahl

29. Oktober: Die Corona-Pandemie und ihre wirtschaftlichen Folgen bestimmen den Wahlkampf. Wenige Tage vor der Abstimmung wird die US-Regierung Zahlen zur Entwicklung der Wirtschaft im dritten Quartal vorlegen. Nach einem dramatischen Einbruch im zweiten Vierteljahr erwarten Analysten im Quartalsvergleich eine hohe Wachstumsrate.

Tag der Wahl: Millionen gehen an die Urne

epa05621795 Clay Smith is the first voter to cast the ballot in the US presidential election, in the small village of Dixville Notch, New Hampshire, USA, 08 November 2016, shortly after midnight. Democrat Hillary Clinton and Republican Donald Trump are running in the presidential election to choose the 45th President of the United States of America to serve from 2017 through 2020.  EPA/HERB SWANSON

Heuer dürften mehr Stimmberechtigte brieflich statt an der Urne abstimmen. Bild: EPA/EPA

3. November: Mehr als 200 Millionen US-Amerikaner sind aufgerufen, einen neuen Präsidenten und die Abgeordneten des Repräsentantenhauses zu wählen. Zudem stehen ein Drittel der 100 Senatssitze zur Wahl. Die US-Wähler entscheiden aber nur indirekt darüber, wer der nächste Präsident wird. Ihre Stimme hat Einfluss auf die Zusammensetzung des Wahlkollegiums («Electoral College»), das den Präsidenten wählt.

Wahlergebnisse: Könnte dauern

Datum unbekannt: Bislang wurde in den USA meist noch in der Wahlnacht klar, wer der neue Präsident wird. Experten warnen allerdings, dass es in diesem Jahr deutlich länger dauern könnte. Der Grund ist, dass wegen der Pandemie deutlich mehr Menschen die Möglichkeit der Briefwahl nutzen werden. Das dürfte Experten zufolge die Auszählung erschweren. Zudem ist das Wahlrecht eine Sache der Bundesstaaten: Mancherorts müssen Briefwahlunterlagen auch noch Tage nach der Wahl akzeptiert werden, sofern sie bis zur Wahl abgeschickt worden waren.

Wahlleute stimmen für nächsten Präsidenten

Protesters against Donald Trump march outside the Ohio statehouse  before the Electoral College members vote in Columbus, Ohio, Monday, Dec. 19, 2016. All 18 of Ohio's Electoral College members voted Monday for Republican Donald Trump despite opposition by protesters outside the state capitol building. (Kyle Robertson/The Columbus Dispatch via AP)

Die Abstimmung wurde letztes Mal von Protesten begleitet. Bild: AP/The Columbus Dispatch

14. Dezember: Die 538 Wahlfrauen und Wahlmänner geben ihre Stimmen in ihren Bundesstaaten ab. Die Anzahl der Wahlleute pro Bundesstaat richtet sich in etwa nach dessen Bevölkerung. Die Wahlleute richten sich bei der Abstimmung nach dem Wahlergebnis des Bundesstaats.

Wahlleute-Stimmergebnis wird bekannt gegeben

6. Januar: Im US-Kongress wird ab 19.00 Uhr MESZ bei einer gemeinsamen Sitzung der beiden Parlamentskammern bekanntgegeben, wer der nächste Präsident sein wird. Das Ergebnis der Abstimmungen der Wahlleute wird in alphabetischer Reihe vorgelesen werden. Ein Kandidat braucht für den Wahlsieg mindestens 270 Stimmen.

Amtseinführung des neu gewählten Präsidenten

President-elect Donald Trump and President Barack Obama arrive for Trump's inauguration ceremony at the Capitol in Washington, Friday, Jan. 20, 2017.  (AP Photo/J. Scott Applewhite, Pool)

Trump zusammen mit seinem Vorgänger Barack Obama bei der Amtseinführung im Jahr 2017. Bild: AP/AP Pool

20. Januar: Gut zwei Monate nach der Präsidentenwahl legt der gewählte Staatschef bei einer festlichen Zeremonie vor dem Kapitol in Washington ab 18.00 Uhr MESZ seinen Amtseid ab. Seit 1937 findet die Amtseinführung («Inauguration») an einem 20. Januar statt. (sda/dpa)

Der Amtseid des US-Präsidenten:

«I (Name) do solemnly swear (or affirm) that I will faithfully execute the Office of President of the United States, and will to the best of my ability, preserve, protect and defend the Constitution of the United States.»

Deutsch: Ich, [Name], schwöre [oder bekräftige] feierlich, dass ich das Amt des Präsidenten der Vereinigten Staaten getreulich ausführen und die Verfassung der Vereinigten Staaten nach besten Kräften wahren, schützen und verteidigen werde.

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3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Basti Spiesser 22.08.2020 16:57
    Highlight Highlight „Der Grund ist, dass wegen der Pandemie deutlich mehr Menschen die Möglichkeit der Briefwahl nutzen werden. Das dürfte Experten zufolge die Auszählung erschweren. Zudem ist das Wahlrecht eine Sache der Bundesstaaten: Mancherorts müssen Briefwahlunterlagen auch noch Tage nach der Wahl akzeptiert werden, sofern sie bis zur Wahl abgeschickt worden waren.“

    Was wenn dies bis zum 20.01.2021 dauert? Was passiert dann?
    • Juliet Bravo 22.08.2020 20:39
      Highlight Highlight Vielleicht geht er auch einfach nicht.
    • Jonaman 23.08.2020 01:36
      Highlight Highlight Die Verfassung sagt ganz klar, dass die Präsidentschaft am 20 Januar endet. Es würde also jemand anders vorläufig Präsident sein, aber nicht der Vizepräsident.

      Die Nachfolge ist ziemlich kompliziert, eine Möglichkeit wäre Nancy Pelosi.

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