International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
dpatopbilder - Donald Trump, Präsident der USA. Foto: Patrick Semansky/AP/dpa

Trump hat keine Freude an den neuesten Bestätigungen haben (Archivbild). Bild: sda

Arizona und Wisconsin bestätigen Bidens Sieg – und Trump spricht von «totaler Korruption»

Nach der Bestätigung des Wahlsiegs von Joe Biden im Bundesstaat Arizona ist der amtierende US-Präsident Donald Trump den Gouverneur des Bundesstaates, Doug Ducey, auf Twitter angegangen.



Was ist passiert?

Arizona und Wisconsin haben als weitere umkämpfte US-Bundesstaat das Ergebnis der Präsidentenwahl mit dem Sieg von Joe Biden offiziell bestätigt. Damit erlitt Amtsinhaber Donald Trump einen weiteren Rückschlag bei seinen Versuchen, den Ausgang der Wahl am 3. November mit juristischen Attacken zu kippen. Biden gewann in Arizona mit einem Vorsprung von fast 10'500 Stimmen, in Wisconsin waren es nach einer Neuauszählung rund 20'700 Stimmen. Trumps Anwälte scheiterten vor Gericht mit Klagen gegen die Wahlergebnisse.

Zuvor hatten bereits unter anderem wichtige Bundesstaaten wie Georgia und Pennsylvania das Ergebnis der Wahl mit Bidens Sieg bestätigt. In Iowa wurde am Montag dagegen wie erwartet Trump offiziell zum Sieger erklärt.

Was sagt Trump?

Der amtierende Präsident nahm kein Blatt vor den Mund und griff den republikanischen Gouverneur von Arizona an: «Warum überstürzt er es, einen Demokraten ins Amt zu bringen?», schrieb Trump am Montagabend auf Twitter und beklagte erneut angeblichen Betrug bei der Wahl, für den es keine Beweise gibt.

«Was ist los mit Doug Ducey? Die Republikaner werden sich lange daran erinnern!», schrieb Trump. Nebenbei ätzte er erneut gegen seinen (ehemaligen?) Lieblingssender «Fox News», da diese nichts über den angeblichen Wahlbetrug berichteten. Stattdessen lobte er den rechten Verschwörungssender OAN (One America News Network) für deren Beiträge.

Er verbreitete anschliessend Tweets anderer Nutzer weiter, darunter eine Nachricht, wonach Republikaner Ducey die Menschen in Arizona «betrogen» habe. Trump schrieb in Grossbuchstaben dazu: «Stimmt!»

Wenige Minuten später sprach Trump von «totaler Korruption». Das ganze sei «so sad» für das Land.

Kuriose Szene vor Beglaubigung

Bevor Trump über Ducey twitterte, hatte sich auf der Plattform eine Szene der Beglaubigung der Wahlergebnisse am Montag verbreitet: Ducey holt sein Handy aus dem Jackett, bei genauem Hinhören ist kurz das Lied zu Ehren des amerikanischen Präsidenten «Hail to the Chief» zu erkennen. Wenige Minuten später vibriert ein Handy etwa 20 Sekunden lang, bis Ducey nach seinem greift und es ruhig wird.

Ducey hatte im Juli bei einer Pressekonferenz über seine guten Beziehungen ins Weisse Haus gesprochen und gesagt, er habe einen so direkten Austausch mit Trump und dessen Stellvertreter Mike Pence, dass er sich «Hail to the Chief» als Klingelton eingerichtet habe, «weil ich keinen weiteren Anruf direkt aus dem Weissen Haus verpassen wollte». Es gab keine offizielle Bestätigung dafür, dass es Duceys Handy war, das während der Beglaubigung mit «Hail to the Chief» klingelte – und dass es sich wirklich um Anrufe aus dem Weissen Haus handelte.

Trump versucht bislang ohne Erfolg, das Ergebnis der Wahl zu kippen, aus der er als Verlierer hervorgegangen ist. Vor Arizona hatten auch schon andere Bundesstaaten wie Georgia die Ergebnisse der Wahl mit Bidens Sieg bestätigt. Den dortigen Gouverneur, den Republikaner Brian Kemp, hatte Trump in der Folge auch attackiert. Er schäme sich, ihn unterstützt zu haben, sagte Trump etwa am Sonntag bei Fox News. (jaw/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

«You're hired»: So berichteten die Zeitungen über Bidens Sieg

Kannst du dich noch an diese Trump-Momente erinnern? Ein Best-of der letzten 4 Jahre

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Die besten Karikaturen, die Trumps Abgang auf Raten treffend beschreiben

Ein Blick auf Donald Trumps Wahltheater in den USA durch die Brille der Karikaturisten.

Donald Trump will die Amtsübergabe an Joe Biden nun doch ermöglichen. Damit ist sein Abgang eingeleitet, auch wenn der Präsident seine Wahlniederlage weiterhin nicht eingesteht. Die USA haben somit noch einige turbulente Wochen vor sich und bis Trump definitiv weg ist, kann noch vieles passieren. Doch zumindest für Karikaturisten ist es eine gute Zeit.

Trump reiht Pleite an Pleite: Nach Georgia und Michigan haben auch Pennsylvania und Nevada Joe Bidens Sieg offiziell bestätigt. Zuvor waren …

Artikel lesen
Link zum Artikel