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Tyrese Haspil, 21, is escorted out of the 7th precinct by NYPD detectives, Friday, July 17, 2020, in New York.

Der Tatverdächtige wird von Polizisten aus einem Polizeirevier in New York gebracht. Bild: keystone

Leiche zerstückelt – Mordfall in New York scheint aufgeklärt



Der brutale Mord an einem 33 Jahre alten Technologie-Unternehmer in New York scheint nur wenige Tage nach dem Fund seiner wohl mit einer elektrischen Säge zerstückelten Leiche aufgeklärt. Der 21 Jahre alte frühere Assistent des Opfers sei am Freitag festgenommen worden und werde wegen Mordes angeklagt, sagte Rodney Harrison von der New Yorker Polizei.

Während eines Gerichtstermins am Samstag sprach die Staatsanwaltschaft der «New York Post» zufolge von «erdrückenden Beweisen». Überwachungskameras hätten gefilmt, wie der Mann die Säge in einem Baumarkt kaufe. Er sei auf den Aufnahmen von mehreren Personen identifiziert worden.

Der Mann war der Polizei zufolge für die Finanzen und persönlichen Angelegenheiten des Opfers zuständig gewesen. Er habe seinem früheren Arbeitgeber aber «eine signifikante Geldsumme» geschuldet. Der Fall hatte weltweit für Schlagzeilen gesorgt.

Der Leichnam des Opfers war Anfang der Woche von dessen Cousine in der Luxuswohnung des Mannes in einem Szene-Stadtteil im Süden Manhattans gefunden worden. Die Cousine wollte Medienberichten zufolge nach dem Rechten sehen, weil sie länger nichts mehr von ihm gehört hatte. In der Wohnung fand sie die zerstückelte Leiche – mehrere Körperteile waren in grosse Plastiktüten gestopft – und rief die Polizei. Eine elektrische Säge lag noch per Kabel mit einer Steckdose verbunden in der Nähe der Leiche.

This undated photo, provided by Gokada, shows company founder and CEO Fahim Saleh. A personal assistant arrested Friday, July 17, 2020, in the slaying of thge 33-year-old tech entrepreneur who was found dismembered inside his luxury Manhattan condo was believed to have owed his boss a â??significant amount of money,â? police said. Tyrese Haspil, 21,2 faces a murder charge in the death of Saleh. (Ademola Odusami/Gokada via AP)

Fahim Saleh, das Opfer. Bild: keystone

Der mutmassliche Täter sei seinem Opfer am Montag mit dem Aufzug in die Wohnung gefolgt, hiess es nun von der Polizei. Mit einer Elektroschockpistole habe er seinen früheren Chef ausser Gefecht gesetzt und dann angegriffen. Dem Gerichtsmediziner zufolge starb das Opfer aufgrund zahlreicher Stichwunden an Hals und Oberkörper.

Danach wollte der mutmassliche Täter Medienberichten zufolge wohl die Spuren seiner Tat beseitigen und kaufte dafür extra noch Reinigungsprodukte. Möglicherweise störte ihn aber der Besuch der Cousine am Dienstag und er verschwand durch den Hintereingang der Wohnung. Drei Tage später wurde er in der nicht weit entfernt gelegenen Wohnung einer Freundin festgenommen.

Der Mann habe mehrere Jahre lang für das Opfer gearbeitet, hiess es. Nachdem der Technologie-Unternehmer demnach merkte, dass er ihm rund 90'000 Dollar gestohlen hatte, feuerte er ihn – zeigte die Tat aber nicht an und setzte einen Rückzahlungsplan auf.

«Wir sind tief traurig, über den plötzlichen und tragischen Tod unseres Gründers informieren zu müssen», hatte Gokada, das Start-up des Unternehmers, das Motorradfahrten vor allem in Nigerias Hauptstadt Lagos anbietet, per Kurznachrichtendienst Twitter mitgeteilt. «Er war eine grossartige Führungsperson, eine Inspiration und ein positives Licht für uns alle.» Die Familie des Opfers erklärte, der Mann habe einen «brillanten und innovativen Geist» gehabt.

Die Eltern des Opfers stammen aus Bangladesch. Der Mann wurde in Saudi-Arabien geboren. Später zog die Familie in den US-Bundesstaat New York, wo er mehrere Internet-Firmen gründete. (sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Unicron 19.07.2020 14:13
    Highlight Highlight Bah, auch die Cousine tut mir leid.
    Eine Leiche zu finden ist schon schlimm genug, und dann ist es noch jemand den du kennst und er ist zerstückelt.

    Jemanden umbringen ist das eine, aber um dann auch noch die Leiche zu zersägen muss man schon sehr skrupellos sein.
  • nadasagenwirjetzteinfachmal 19.07.2020 12:42
    Highlight Highlight Nur auf das Foto bezogen.
    Warum trägt der Verdächtige eine Schutzmaske und alle anderen nicht ?
  • MartinZH 19.07.2020 12:31
    Highlight Highlight Fürchterlich, was für Menschen es doch gibt. 😔

    Wenn jemand in diesem jungen Alter so gezielt und geplant zu einer solchen äusserst brutalen Tat schreitet, muss schon eine ganze Menge in seinem Leben schief gelaufen und kaputtgegangen sein. Wirklich sehr traurig, dass es sowas gibt. 😔
    • Garp 19.07.2020 12:43
      Highlight Highlight Es muss nicht sein, dass in seinem Leben schon viel schief lief. Manche werden schon so geboren. Es gibt da noch viel Forschungsbedarf. Ja, es ist erschreckend was es für Menschen gibt.
      Er bekommt eine super Chance von seinem Chef und zum "Dank" wird er umgebracht. 😢
    • nadasagenwirjetzteinfachmal 19.07.2020 12:44
      Highlight Highlight Vielleicht war der Täter eine 80jährige Frau. Ich lese hier einen Bericht über einen Tatverdächtigen.
    • mrmikech 19.07.2020 12:46
      Highlight Highlight "... muss schon eine ganze Menge in seinem Leben schief gelaufen und kaputtgegangen sein"..

      Nö, sind meist nur psychopathen die so etwas tun. Psychopath wird man nicht, so wird man geboren. Zum glück sind nur die wenigste psychopathen gewalttätig.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ehrenmann 19.07.2020 11:39
    Highlight Highlight Stiehlt Geld wird nicht mal Angezeigt, sondern darf es abbezahlen damit seine Karriere nicht den Bach runter geht, nicht ins Gefängniss muss und als Dankeschön wird man zerstückelt.. ohne Worte
    • nadasagenwirjetzteinfachmal 19.07.2020 12:43
      Highlight Highlight ...ich lese etwas von einem Tatverdächtigen. Du machst ihn ohne Prozess zum Täter.
    • Ehrenmann 20.07.2020 09:15
      Highlight Highlight Erdrückende Beweise hab ich gelesen.
    • nadasagenwirjetzteinfachmal 20.07.2020 11:25
      Highlight Highlight Beweise sind egal wie erdrückend keine Verurteilung. Da gab es doch gerade den Fall in der CH dass ein Täter Strafmilderung erhielt weil er in der Presse vorverurteilt wurde.

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