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Members of Death Penalty Alternatives for Arizona demonstrate against the scheduled execution of the only Native American on federal death row, Tuesday, Aug. 25, 2020, outside the Sandra Day O'Connor Federal Courthouse in Phoenix. Lezmond Mitchell, who was tried at that courthouse, is set to die Wednesday for the 2001 slayings of a 9-year-old and her grandmother nearly two decades ago on the Navajo Nation, though many Navajos are hoping for last-minute intervention by President Donald Trump to halt the execution. (AP Photo/Terry Tang)

Menschen demonstrieren vor dem Gerichtsgebäude gegen die Tötung des verurteilten Mörders. Bild: keystone

Trotz Protesten: Navajo-Indianer in den USA hingerichtet



Ungeachtet von Protesten ist in den USA ein wegen Doppelmordes verurteilter Angehöriger des Indianerstamms der Navajo hingerichtet werden. Das Todesurteil gegen Lezmond Mitchell wurde am Mittwoch im Gefängnis von Terre Haute im Bundesstaat Indiana per Giftspritze vollstreckt, wie das US-Justizministerium mitteilte. Der 38-Jährige, der zuletzt der einzige Ureinwohner in einer US-Todeszelle war, wurde um 18.29 Uhr Ortszeit für tot erklärt.

Mitchell hatte 2001 gemeinsam mit einem Komplizen bei einem Autoraub im Bundesstaat Arizona eine 63-Jährige und deren neunjährige Enkelin ermordet. Die jungen Männer erstachen die Grossmutter mit 33 Messerstichen. Dann zwangen sie das Mädchen, während einer rund 50 Kilometer langen Fahrt im Auto neben der Leiche der Grossmutter zu sitzen, bevor sie der Neunjährigen die Kehle durchschnitten und ihr mit Steinen den Schädel zertrümmerten.

Mitchell wurde 2003 zum Tode verurteilt – ein umstrittenes Urteil. Laut einem Bundesgesetz braucht die US-Justiz für die Verhängung der Todesstrafe die Zustimmung eines Indianerstammes, wenn die Tat sich in dessen Territorium ereignete und Täter und Opfer dem Stamm angehören.

Navajos forderten lebenslange Haft

Die Navajos verweigerten aber die Zustimmung, auch die Opferfamilie forderte lediglich lebenslange Haft. Die Anklage umging den Widerstand, indem sie den Straftatbestand Autoraub mit Todesfolge aufführte, der nicht unter das fragliche Bundesgesetz fällt.

Das US-Justizministerium betonte am Mittwoch, einige Opferangehörige hätten die Vollstreckung der Todesstrafe unterstützt. «Knapp 19 Jahren, nachdem Lezmond Mitchell brutal das Leben von zwei Menschen beendet und das Leben vieler anderer zerstört hat, wurde der Gerechtigkeit nun Genüge getan.»

FILE - This Oct. 25, 2018, file photo shows Monument Valley, Utah. The Navajo Nation is ordering all people on the tribe’s sprawling reservation to wear protective masks when out in public to help fight the spread of the coronavirus. Tribal officials announced Friday, April 17, that the Navajo Department of Health issued an emergency health order for the reservation, which includes parts of Arizona, New Mexico and Utah. The Navajo Nation has been hit harder by the coronavirus than any other Native American tribe. (AP Photo/Rick Bowmer, File)

Der Navajo Stamm lebt in Arizona. Bild: AP

Auf Bundesebene vollstreckt

Mitchell war von einem Bundesgericht verurteilt worden, entsprechend wurde das Todesurteil auf Bundesebene vollstreckt. Die meisten Kriminalfälle in den USA werden vor Gerichten auf Ebene der Bundesstaaten verhandelt, einige Prozesse finden allerdings vor Bundesgerichten statt.

Darunter fallen Hassverbrechen, eine Reihe besonders schwerer Verbrechen sowie Straftaten, die auf militärischen Einrichtungen oder in Reservaten der indigenen Bevölkerung verübt werden. Hinrichtungen auf Bundesebene waren Mitte Juli nach 17-jähriger Unterbrechung wieder aufgenommen worden. (cki/sda/afp)

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27 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
Gulasch
27.08.2020 08:44registriert March 2014
Es ist schon krank, was die beiden verbrochen haben, aber eine 10x Lebenslänglichstrafe in einem US-Steinbruch wäre viel schlimmer als die Todesstrafe!
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Der Buchstabe I
27.08.2020 08:01registriert January 2020
Die Todesstrafe ist ein weiterer Beweis, was die USA doch für ein Drittweltland sind.
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