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US-Entertainer Trevor Noah hat sich dem Fall Epstein angenommen – und einige interessante Erkenntnisse präsentiert. screenshot: youtube/thedailyshow

War der Tod Epsteins Resultat einer Verschwörung? Trevor Noah gibt interessante Antwort

War der Tod von Jeffrey Epstein Resultat einer Verschwörung? Trevor Noah hat dazu eine Antwort gegeben, die den Nagel ziemlich genau auf den Kopf treffen könnte.



Der mutmassliche Suizid von Jeffrey Epstein beschäftigt weiter. Sein Tod hat die Zutaten, um die Mutter aller Verschwörungstheorien zu werden.

Der Multimillionär unterhielt jahrelang einen Sexring, bei dem minderjährige Mädchen beschäftigt wurden. Er soll dabei stets dafür gesorgt haben, dass er seine «drei Orgasmen täglich» bekomme.

Epstein war kein Unbekannter. Er gab sich mit den Mächtigsten der Welt ab. Donald Trump und Bill Clinton sind nur zwei Namen auf einer langen Liste.

Nach der Meldung seines mutmasslichen Suizids explodierte Social Media regelrecht. Von links bis rechts wurde sofort vermutet, dass die Sache bis zum Himmel stinkt.

Dem Thema angenommen hat sich auch Trevor Noah. Und wie so oft hat der Entertainer mit seiner Analyse ziemlich ins Schwarze getroffen. Auch er glaubt an eine Verschwörung, allerdings habe die wohl kaum jetzt stattgefunden.

Aber der Reihe nach. Noahs Analyse kann man in drei Punkten zusammenfassen.

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Hier der ganze Beitrag von Noah, er dauert nur rund sechs Minuten. Video: YouTube/The Daily Show with Trevor Noah

Schade, dass er nicht vor Gericht muss

Es sei schade, dass Epstein Suizid begangen habe, so Noah. Er habe aus zwei Gründen gewollt, dass er am Leben bleibe:

Nun, da Epstein nicht mehr lebt, gehen die Ermittlungen zwar weiter. Doch die Frage, ob und wen er sonst noch ans Messer geliefert hätte, bleibt im Raum stehen.

Zustand der Gefängnisse und der USA sind das Hauptproblem

Verschwörungstheoretiker von links behaupten nun, Trump habe etwas mit dem Tod Epsteins zu tun, von rechts wird Clinton als Übeltäter kolportiert.

Trevor Noah kommt nun zu einem anderen Schlus: «Vielleicht war es einfach Amerika.»

Das Gefängnis, in dem Epstein sass, war unterbesetzt. Die Moral der Mitarbeiter dementsprechend schlecht. Die Wächter, welche den Multimillionär zum Zeitpunkt seines mutmasslichen Suizids überwachen mussten, schoben Überstunden. Einer von ihnen bereits zum fünften Mal in dieser Woche, wie der Fernsehsender «ABC» berichtet.

Demnach hätten die Wächter teilweise sogar Insassen damit beauftragt andere Insassen zu überwachen, weil sie selber nicht nachkamen.

Noah wird deutlich: «Aufgrund überarbeiteter Gefängnis-Belegschaft und unterfinanzierter Gefängnisse ist Suizid unter Häftlingen viel zu verbreitet in den Vereinigten Staaten.»

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Die Wächter in Epsteins Gefängnis waren überarbeitet. screenshot: youtube/thedailyshow

US-Justizministerium versetzt nach Epsteins Tod Gefängnisdirektor

Das US-Justizministerium zieht aus dem Tod des US-Unternehmers Jeffrey Epstein in einer New Yorker Gefängniszelle Konsequenzen. Der Direktor der Haftanstalt wird auf Veranlassung von Minister William Barr während der laufenden Untersuchungen versetzt.

Zudem wurden die beiden Wachen, die mit der Aufsicht Epsteins in dessen Todesnacht betraut waren, beurlaubt, teilte eine Sprecherin des Ministeriums am Dienstag mit.

Medienberichten zufolge hielten die Wachen nicht die vorgeschriebenen Richtlinien ein, alle 30 Minuten nach dem 66-Jährigen zu schauen. (sda/dpa)

Die Verschwörung fand schon lange vorher statt

Eine Verschwörung habe stattgefunden, meint auch Noah. Aber nicht erst jetzt, sondern in den vergangenen zehn Jahren. Bereits 2008 wurde er zu einer Gefängnisstrafe von 18 Monaten wegen Umgangs mit Prostituierten verurteilt.

Wichtige Nachforschungen wurden von der Justiz jedoch nicht betrieben. Der ganze Umfang Epsteins Verbrechen wurde nicht ans Tageslicht geholt. So konnte er seine Strafe in einem Provinzgefängnis absitzen und durfte tagsüber zuhause arbeiten. Nach 13 Monaten wurde er frühzeitig entlassen.

Dies obschon eigentlich schon damals offensichtlich war, dass Epstein einen Sex-Sklavinnen-Ring betrieb. Es lagen jede Menge Zeugenaussagen vor.

Weshalb es Epstein möglich war, eine derart milde Strafe auszuhandeln, konnte der damalige Staatsanwalt Alex Acosta nicht beantworten. Deswegen musste er kürzlich als Trumps Arbeitsminister zurücktreten.

«Wie konnte es sein, dass Epstein damals nur 13 Monate absitzen musste und während sechs Tagen in der Woche in sein Büro fahren durfte?», fragt Noah. «Wie konnte das passieren? Das ist die Verschwörung.»

Nun, da der Öffentlichkeit aufgrund unermüdlicher Arbeit von Journalisten, den Opfern und den Zeugen das ganze Ausmass bekannt wurde, wandten sich die Mächtigen von ihm ab.

Noah schlussfolgert: «Vielleicht war das, was jetzt geschehen ist, das Resultat davon, dass plötzlich keine Verschwörung mehr da war und Epstein zum ersten Mal behandelt wurde wie alle anderen.»

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Die Dargebotene Hand: Tel.: 143, www.143.ch
Beratung + Hilfe 147 für Jugendliche: Tel.: 147, www.147.ch
Reden kann retten: www.reden-kann-retten.ch

Aktuell: Farbe an der Grenzmauer in Mexiko

Video: srf

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