International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Angeklagter Lev Parnas übergibt belastendes Video-Material über Giuliani und Trump



This Facebook screen shot provided by The Campaign Legal Center, shows President Donald Trump standing with Lev Parnas, top left photo, at the White House in Washington, posted on May 1, 2018.  (The Campaign Legal Center via AP)

Lev Parnas und Donald Trump. Bild: AP

Der angeklagte Giuliani-Mittelsmann Lev Parnas ist laut Aussagen seines Anwalts umfassend zur Kooperation mit Strafverfolgung und Kongress bereit. Der Mann im Zentrum der Ukraine-Affäre könnte dabei entscheidend zur Aufklärung beitragen: Bisherigen Erkenntnissen zufolge arrangierte er im Auftrag des Trump-Anwalts zahlreiche Treffen mit Ukrainern und versuchte selbst an Material für die Schmutzkampagne gegen den Demokraten Joe Biden zu gelangen.

FILE - In this Oct. 23, 2019, file photo, Lev Parnas makes a statement to the media following his arraignment in New York. According to his attorney, Parnas is willing to cooperate with Congress in its impeachment inquiry. (AP Photo/Mark Lennihan, File)

Lev Parnas. Bild: AP

Nun wird ein neues Detail bekannt: Offenbar hat Parnas dem Geheimdienstausschuss bereits Foto-, Audio- und Videomaterial zur Verfügung gestellt, das Treffen mit Giuliani dokumentiert – und auch mit dem US-Präsidenten Donald Trump. Das berichtet der Sender ABC. Bislang ist unbekannt, was das Material zeigt. Weiteres Material soll New Yorker Staatsanwälten vorliegen, die die Ermittlungen gegen Parnas führen.

Zuvor hatte CNN bereits berichtet, Parnas habe sich nach einem privaten Treffen im Weißen Haus laut eigener Darstellung auf einer «geheimen Mission für Trump» gefühlt: Er solle die ukrainische Regierung unter Druck setzen, Ermittlungen gegen die Bidens einzuleiten. Demnach habe es eine Befehlskette gegeben: Trump – Giuliani – Parnas. Der US-Präsident bestreitet bislang, Parnas zu kennen, obwohl Fotos von Treffen sowohl mit Trump selbst als auch mit seinem Sohn existieren.

Nunes unter Verdacht

Derweil kommt der ranghohe US-Republikaner Devin Nunes. der sich bei den Impeachment-Untersuchungen als Verteidiger des Präsidenten hervor tat, unter Beschuss. Womöglich ist er nämlich selbst in die Affäre verstrickt, die Donald Trump das Amt kosten könnte. Das legen gleichlautende Berichte des US-Mediums «The Daily Beast» und des Senders CNN nahe.

Demnach belastet ihn der angeklagte Mittelsmann von Trump-Anwalt Rudy Giuliani schwer. Dessen Anwalt zufolge arrangierte Lev Parnas für den Abgeordneten Treffen mit Ukrainern in Europa – um kompromittierendes Material über Trumps demokratischen Rivalen Joe Biden auszugraben. Gleiche Bemühungen von Trump und seinem Team sind Gegenstand der Untersuchungen zur Amtsenthebung.

Nunes wäre also federführend an Ermittlungen beteiligt, die ihn selbst betreffen – und damit in einem schwerwiegenden Interessenkonflikt. Die US-Demokraten haben deswegen eine Untersuchung der Ethik-Kommission beantragt. Nunes gab einem Bericht der «Newsweek» zufolge 57.000 US-Dollar Steuergeld für seine Privat-Ermittlungen in Europa aus. Ihm wird deswegen auch vorgeworfen, öffentliche Gelder zweckentfremdet zu haben. Nunes bestreitet die Vorwürfe. (t-online/aeg)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das Impeachment-«Who is who»: Diese Zeugen treten auf

Schafft es Trump im Amt zu bleiben?

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Biden beginnt Amtszeit mit Demontage von Trumps Vermächtnis – in 4 Punkten

Unmittelbar nach seinem Amtsantritt hat der neue US-Präsident Joe Biden mit der Demontage von besonders umstrittenen Entscheidungen seines Vorgängers Donald Trump begonnen.

Biden leitete am Mittwoch die Rückkehr zum Klimaabkommen von Paris ein, stoppte den US-Austritt aus der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und hob ein Einreiseverbot für Menschen aus muslimisch geprägten Ländern auf. Auch abseits konkreter Massnahmen wurde bereits nach wenigen Stunden deutlich, dass Biden im Weissen Haus …

Artikel lesen
Link zum Artikel