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Angriff auf schwarzen Jogger: Angeklagte plädieren auf nicht schuldig



Im Fall des im US-Bundesstaat Georgia erschossenen schwarzen Joggers Ahmaud Arbery haben sich die drei wegen Mordes angeklagten Weissen nicht schuldig bekannt. Die Beschuldigten Gregory M., sein Sohn Travis sowie der mitangeklagte William R. erschienen am Freitag bei einer Gerichtsanhörung.

Arbery war beim Joggen am 23. Februar in der Stadt Brunswick getötet worden. Die Ermittlungen kamen erst mehr als zwei Monate später richtig in Gang, als der Fall durch ein verstörendes Handy-Video der Tat breite Aufmerksamkeit erlangte.

Anfang Mai wurden der 64 Jahre alte Gregory M. und sein 34 Jahre alter Sohn Travis festgenommen. Den Ermittlern zufolge hatten die Tatverdächtigen Arbery zunächst mit ihrem Fahrzeug verfolgt und dann mit Schusswaffen konfrontiert. Dem Autopsiebericht zufolge wurde Arbery von zwei Schüssen mit Schrotmunition aus nächster Nähe in die Brust getroffen, ein dritter Schuss streifte sein rechtes Handgelenk. William R. hatte die Tat nach Angaben des Kriminalamts GBI gefilmt.

Arberys Tod sorgte für Proteste. Diese Proteste eskalierten dramatisch, als Ende Mai der Schwarze George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz in Minneapolis getötet wurde. (sda/dpa)

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10Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Gawayn 18.07.2020 05:59
    Highlight Highlight Also faßen wir mal zusammen was dem Bericht steht...

    Sie haben ihn mit dem Fahrzeug verfolgt. Einen Jogger. Die tragen kaum je Waffen.
    Sie haben zu dritt ihn gestellt.

    Ihn mit vorgehaltener Waffe bedroht.
    Darauf haben sie ihn aus nächster Nähe erschoßen...

    Keine Ahnung wie sie auf Unschuldig plädieren können und hoffen damit durch zu kommen.
    Selbst Totschlag fällt weg.
    Denn sie haben es ja geplant und auf Video fest gehalten.

    Das einzige mögliche Urteil:
    Mord!
  • Victor Paulsen 17.07.2020 22:00
    Highlight Highlight Für mich die Frage:
    Was für Leute und aus welchem Bundestaaten waren Geschworene. Wenn es auch in Georgia war, dann ist der Entschluss nicht ganz so überaschend.

    So oder so, einerseits wieder mal eine Lachnummer über das Ami Justizsystem, aber eigentlich nicht anderes als traurig.
    Mein Beileid
    • Kolo 17.07.2020 22:26
      Highlight Highlight Ball flach halten. Die angeklagten haben auf "nicht schuldig". Da ist dein Kommentar eher verfehlt.
    • MEI 18.07.2020 08:05
      Highlight Highlight Die Angeklagten behaupten, sie seien nicht schuldig. Es gibt noch kein Urteil.
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 18.07.2020 09:11
      Highlight Highlight Es war erst eine Anhörung, noch keine Verhandlung.
      Artikel richtig und aufmerksam lesen hilft.
    Weitere Antworten anzeigen
  • DerTaran 17.07.2020 21:46
    Highlight Highlight Nicht Schuldig? Echt jetzt? Und wie wollen sie das begründen?
    • thelastpanda 18.07.2020 02:08
      Highlight Highlight Im Amiland ist das Rechtssystem etwas speziell. Sobald du auf schuldig plädiert hast, bekommst du keinen Gerichtsprozess mehr, sondern wirst aufgrund der Anklage weggesperrt. Nicht, dass ich die Tat der beiden nur im Geringsten entschuldigen will. Aber wenn sie sich gegen die Anklage wehren wollen (und sei es nur, um ein geringeres Strafmass zu erhalten), haben sie keine amdere Wahl, als auf nicht schuldig zu plädieren. Von daher keine grosse Überraschung.
    • DerTaran 18.07.2020 12:22
      Highlight Highlight Danke für die Klarstellung.
    • Letthetruthbeknown 18.07.2020 16:00
      Highlight Highlight @thelastpanda, was du behauptest stimmt nicht ganz. Ein Prozess findet statt egal wie man plädiert, letztendlich hängt nur die schwerer des Straffes davon ab falls man verurteilt wird. Man bekommt mehr Gnade vom Richter bei der Vollstreckung des Straffes wenn man schuldig Plädiert und doch als schuldig zum Schluß gefunden.

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