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Indien: Zyklon Fani trifft auf Land 2019
quelle: ap/ap / str
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Zyklon «Fani» hat Indien erreicht – eine Million Menschen in Sicherheit gebracht



Ein ungewöhnlich starker Zyklon ist an Indiens Ostküste auf Land getroffen. Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu Tempo 195 erreichte der tropische Wirbelsturm «Fani» am Freitagmorgen die Gegend um die Küstenstadt Puri, wie die indische Meteorologiebehörde mitteilte.

Mehr als eine Million Menschen waren zuvor nach Angaben der Regierung des Bundesstaates Odisha in Sicherheit gebracht worden.

Alle Flüge am Freitag von und nach Bhubaneswar, der Hauptstadt von Odisha, waren am Donnerstagabend abgesagt worden. In der Metropole Kolkata (früher Kalkutta) sollten alle Flüge zwischen 21.30 Uhr am Freitag und 18.00 Uhr am Samstag ausfallen.

epa07542365 Indian people stand near the coastal line at Konark in Puri district on the eve of cyclone Fani's landfall in Odisha coast, India, 02 May 2019. According to news reports, the National Disaster Response Force and the Indian Coast Guard have been put on high alert as Cyclone Fani, termed as 'Very Severe' is expected to hit the southern Puri on 03 May 2019. Around 800,000 people were evacuated along the eastern coast of India as cyclone Fani that has already intensified as extremely severe cyclonic storm and high alert has been sounded with Indian Army and Indian Air Force units put on standby.  EPA/STR

Inder in der Region Puri: Hier traf der Zyklon «Fani» auf Land. Bild: EPA/EPA

Schulen blieben in der betroffenen Gegend geschlossen, und auch zahlreiche Züge fielen aus. Fischer wurden gewarnt, nicht hinauszufahren. Auch im Nachbarland Bangladesch wurden Vorbereitungen getroffen. Insgesamt könnten viele Millionen Menschen betroffen sein.

In der Folge dürfte der Sturm nach aktuellen Berechnungen in Richtung Nordosten und somit über die Metropole Kalkutta und das dicht besiedelte Bangladesch in Richtung Bhutan ziehen. In den Gebieten leben rund 100 Millionen Menschen.

Am Donnerstag hatte der Wirbelsturm nochmals deutlich an Wucht zugenommen. Über dem Golf von Bengalen wurden Windgeschwindigkeiten von bis zu 305 Kilometern pro Stunde gemessen, wie es das Joint Typhoon Warning Center schreibt.

1999 starben 10'000 Menschen

In indischen Schulen und Regierungsgebäuden wurden rund tausend Notunterkünfte für mehr als eine Millionen Menschen eingerichtet. Am Donnerstag zog «Fani» über dem Golf von Bengalen in Richtung Westen, ungefähr 450 Kilometer von der indischen Ostküste entfernt. Berichten zufolge könnte es der grösste Sturm der vergangenen 20 Jahre in Ostindien sein.

epa07542364 Locals and fishermen take shelter in a makeshift shelter in Puri district on the eve of cyclone Fani's landfall in Odisha coast, India, 02 May 2019. According to news reports, the National Disaster Response Force and the Indian Coast Guard have been put on high alert as Cyclone Fani, termed as 'Very Severe' is expected to hit the southern Puri on 03 May 2019. Around 800,000 people were evacuated along the eastern coast of India as cyclone Fani that has already intensified as extremely severe cyclonic storm and high alert has been sounded with Indian Army and Indian Air Force units put on standby.  EPA/STR

Fischer in der Region Puri wurden in eine Notunterkunft gebracht. Bild: EPA/EPA

Indiens Wetterdienst warnte davor, dass die enormen Windgeschwindigkeiten des Zyklons Bäume ausreissen und Häuser zerstören könnten. Auch Überschwemmungen seien in einigen Gegenden möglich.

Tropische Wirbelstürme sind am Golf von Bengalen keine Seltenheit, vor allem zwischen April und November. Bei «Fani» handelte es sich aber um den stärksten seit vielen Jahren. Im Jahr 1999 war ein Zyklon mit bis zu 260 Kilometer pro Stunde über Odisha (damals Orissa) hinweggefegt und hatte mehr als 10'000 Menschen getötet. Bei dem bislang wohl tödlichsten Zyklon kamen 1970 in Bangladesch mindestens 300'000 Menschen ums Leben. (cma/mlu/sda/dpa)

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