DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
A man rides his motorcycle through a street flooded by the Negro River, in downtown Manaus, Amazonas state, Brazil, Tuesday, June 1, 2021. Rivers around Brazil's biggest city in the Amazon rain forest have swelled to levels unseen in over a century of record-keeping, according to data published Tuesday by Manaus' port authorities. (AP Photo/Edmar Barros)

Ein Mann fährt sein Motorrad durch eine geflutete Strasse. Bild: keystone

Jahrhundert-Hochwasser in Brasilien: Amazonas-Flüsse brechen Rekorde



Die Flüsse rund um die brasilianische Amazonas-Metropole Manaus haben nach starkem Regen Rekordstände erreicht und heftige Überschwemmungen verursacht. So wies der Rio Negro, der bei Manaus in den Amazonas mündet, mit 29.98 Meter den höchsten Wasserstand seit dem Jahr 1902 auf, wie das Nachrichtenportal «G1» am Dienstag (Ortszeit) berichtete. Beim historischen Hochwasser von 2012 war der Fluss auf 29.97 Meter gestiegen. Die Höhe für «ernsthafte Überschwemmung» liegt bei 29 Metern. Es wird erwartet, dass der Pegelstand weiter bis über 30 Meter steigen dürfte.

Mehr als 24 000 Familien und 15 Stadtteile von Manaus waren «G1» zufolge betroffen, viele Menschen mussten ihre Häuser verlassen. Insgesamt wurden in den am stärksten betroffenen Gegenden mehr als 9000 Meter Holzbrücken - die sogenannten Marombas - gebaut. Auf Fotos war zu sehen, wie Passanten sich darauf fortbewegten, manche machten auch wie vor Sehenswürdigkeiten Fotos mit dem Rekord-Hochwasser.

A man pushes a shopping cart loaded with bananas through a street flooded by the Negro River in downtown Manaus, Amazonas state, Brazil, Tuesday, June 1, 2021. Rivers around Brazil's biggest city in the Amazon rain forest have swelled to levels unseen in over a century of record-keeping, according to data published Tuesday by Manaus' port authorities. (AP Photo/Edmar Barros)

Die Einkäufe müssen nach Hause gebracht werden. Bild: keystone

Unter Wasser standen Teile der Hafengegend und des historischen Zentrums von Manaus. Das Wasser drang in Läden ein und überschwemmte den wichtigsten Markt, die Verkäufer wurden mit Booten weggebracht. Manchen Bewohnern, die ausharrten, soll der Fluss laut «G1» Fische in die Küche gespült haben.

Das Hochwasser führt nahezu im gesamten Bundesstaat Amazonas, der etwa viereinhalb Mal so gross ist wie Deutschland, zu Überschwemmungen. In fast 60 von 62 Gemeinden verursachte es Schäden, mehr als 450 000 Menschen sind betroffen. Auch der Amazonas erreichte in Städten wie Itacoatiara Höchststände. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Versunkene Kirchen: 7 Türme, die der Flut trotzen

1 / 21
Versunkene Kirchen: 7 Türme, die der Flut trotzen
quelle: wikimedia/i.parpan05
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Überschwemmungen in Australien – Hier schwimmt ein Haus weg

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

In Nordamerika werden gerade alle Hitzerekorde gebrochen – und es ist noch nicht mal Juli

Der Nordwesten der USA und Kanadas erlebt gerade eine Hitzewelle, wie sie nur alle 1000 Jahre vorkommt. Schuld daran ist ein sogenannter Hitzedom – und der Klimawandel.

Der pazifische Nordwesten der USA sowie der Bundesstaat British Columbia in Kanada erleben derzeit eine Hitzewelle, wie sie seit Messbeginn noch nie aufgezeichnet wurde. Es wird erwartet, dass so ziemlich alle Temperaturrekorde gebrochen werden. Und dabei ist es noch nicht einmal Juli.

Meteorologen sprechen von einem Ereignis, das nur einmal alle 1000 Jahre auftritt und warnen davor, dass diese Regel aufgrund des Klimawandels bald nicht mehr zutreffen dürfte.

Ein Blick auf die Zahlen, was genau …

Artikel lesen
Link zum Artikel