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USA setzen chinesische Firmen wegen Uiguren auf schwarze Liste



Wegen des Vorgehens gegen die muslimische Minderheit der Uiguren haben die USA 28 chinesische Regierungsorganisationen und Unternehmen auf eine schwarze Liste gesetzt. Dies erklärte US-Handelsminister Wilbur Ross am Montag (Ortszeit).

epa07904655 US President Donald J. Trump takes questions from the press after the US-Japan Trade Agreement and US-Japan Digital Trade Agreement were signed in the Roosevelt Room of the White House in Washington, DC, USA, 07 October 2019.  EPA/Ron Sachs / POOL

Erhöht den Druck auf China: Donald Trump. Bild: EPA

Demnach würden die USA die «brutale Unterdrückung ethnischer Minderheiten» in China nicht tolerieren. Die betroffenen Organisationen und Firmen dürften fortan keine US-Produkte mehr kaufen, hiess es. Unter ihnen sind die Videoüberwachungsfirma Hikvision und die Unternehmen Megvii Technology und SenseTime, die auf künstliche Intelligenz spezialisiert sind.

Die Firma Hikvision bezeichnet sich selbst als weltweit grössten Hersteller von Video-Überwachungssystemen und hat derzeit einen Börsenwert von etwa 42 Milliarden Dollar. Unternehmen auf der «Schwarzen Liste» ist es untersagt, Produkte oder Komponenten ohne Zustimmung der US-Regierung an amerikanische Firmen zu verkaufen. Zuletzt hatte das Handelsministerium im August neben weiteren Unternehmen auch Huawei Technologies auf die Liste gesetzt.

Ausweitung des Handelsstreits

Mit der nun verhängten Massnahme solle verhindert werden, dass US-Technologie zur Unterdrückung «wehrloser Minderheiten» eingesetzt werde, sagte Ross weiter. Das US-Handelsministerium erklärte zudem, die 28 Organisationen und Firmen seien an der Unterdrückung, massenhaften Festnahme und High-Tech-Überwachung von Minderheiten in Xinjiang beteiligt.

Commerce Secretary Wilbur Ross walks into the East Room of the White House before a news conference with President Trump and Australian Prime Minister Scott Morrison, Friday, Sept. 20, 2019, in Washington. (AP Photo/Patrick Semansky)
Wilbur Ross

Wilbur Ross verurteilt die Verfolgung der Uiguren in China. Bild: AP

Nach Einschätzung von Menschenrechtsgruppen sind in der uigurisch geprägten chinesischen Region Xinjiang mehr als eine Million Uiguren und Angehörige anderer muslimischer Minderheiten in Umerziehungslagern inhaftiert, wo sie zur Aufgabe ihrer Religion, Kultur und Sprache gezwungen werden. Peking bestreitet dies und spricht von «Bildungszentren», die dem Kampf gegen islamistische Radikalisierung dienten.

Kurz vor Verkündung dieser Massnahme hatte das Weisse Haus mitgeteilt, Washington wolle hochrangige Handelsgespräche mit Peking Ende dieser Woche wieder aufnehmen.

Auch Hongkong im Fokus

US-Präsident Donald Trump rief unterdessen zu einer gewaltfreien Beilegung der Krise in Hongkong auf. «Wir wollen einfach eine humane Lösung sehen», sagte Trump am Montag (Ortszeit) in Washington. «Ich denke, sie müssen das in einer friedlichen Weise tun.» Es gebe in Hongkong «grossartige Menschen». Viele von ihnen schwenkten US-Fahnen, sagte Trump weiter.

Die Zahl der Demonstranten sei im Verlauf der Monate aber zurückgegangen, fügte der US-Präsident hinzu. Zu Beginn seien «zwei Millionen Menschen» auf die Strassen gegangen. «So etwas habe ich noch nie gesehen», sagte Trump. Inzwischen sei ihre Zahl «viel kleiner». (sda/afp/reu/dpa)

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Die unterdrückten Uiguren in China

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8Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Beat-Galli 08.10.2019 09:50
    Highlight Highlight Gibt es da Öl?
  • Spitzbuab 08.10.2019 09:33
    Highlight Highlight Dass ich nicht lache!! HaHaHa!!
    Wie wenn es den USA um die Uiguren gehen würde.
    Es geht nur um den Handelskrieg.
    Ansonsten müssten sie ja auch Saudi-Arabien wegen Unterdrückung der Christen oder die Türkei wegen der Unterdrückung der Kurden sanktionieren. Und noch etliche andere Länder mit denen sie Geschäfte machen.
  • Auric 08.10.2019 07:50
    Highlight Highlight So eine Meldung über die geknechteten Uiguren hat der bekannte Blogger Fefe im August auch verbreitet.

    https://blog.fefe.de/?ts=a587ec3f

    Immerhin war er so frei auch eine Gegendarstellung zu veröffentlichen.

    • Kaktus Salat 08.10.2019 09:15
      Highlight Highlight Zum Einen ist der Blog-Post vom 18. August 2018 zum Anderen ist die einleitende Sprache des Blogs nicht gerade vertrauenserweckend.

      Wenn in einem Artikel zuerst mal mit suggestiver Schreibweise gegen eine Position geschossen wird, kaufe ich dem rest des Artikels keine objektive und neutrale Aussagekraft mehr zu.

      Die zum Teil herablassende schreibweise (ich weiss es besser, ihr wisst nix, hört auf mich) sollte einem ja auch vom unsympatischen Trump bekannt vorkommen.

      Im Endeffekt wirft der Herr auch nur Fragen auf ohne Beweise dafür zu haben, dass die Lager NICHT existieren.
    • Auric 09.10.2019 09:25
      Highlight Highlight Meinst du jetzt den Blog?

      oder die verlinkte Gegendarstellung wenn es um das Vertrauen angeht?

    • Kaktus Salat 09.10.2019 23:23
      Highlight Highlight @Auric Die Gegendarstellung
  • Glenn Quagmire 08.10.2019 07:26
    Highlight Highlight ...währenddessen respektiert Trump natürlich muslimische US Büger genau so wie die Rednecks aus Alabama.
    • Xnce 08.10.2019 11:22
      Highlight Highlight Orange Man = Bad

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