DE | FR
International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Workers stand next to a engine of a Boeing 737-MAX 8, Wednesday, Nov. 14, 2018, at Boeing Co.'s 737 assembly facility in Renton, Wash. Boeing didn't tell airline pilots about features of a new flight-control system in its 737 MAX that reportedly is a focus of the investigation into an October 2018 deadly crash in Indonesia, according to pilots who fly the jet in the U.S. (AP Photo/Ted S. Warren)

Eine Boeing 737 bei der Beoing-Produktionsstätte in Washington. Bild: AP/AP

Nach Flugzeugabstürzen: Boeing drosselt 737-Max-Produktion um einen Fünftel



Nach zwei Abstürzen und Flugverboten fährt der US-Luftfahrtriese Boeing die Produktion seiner Baureihe 737 Max herunter. Die monatliche Fertigungsrate werde ab Mitte April um fast ein Fünftel von 52 auf 42 Maschinen gedrosselt, teilte das Unternehmen am Freitag mit.

Eigentlich war geplant gewesen, die Produktion der bestverkauften Modellserie bis zum Sommer deutlich zu erhöhen. Doch nachdem innerhalb weniger Monate zwei baugleiche Maschinen vom Typ 737 Max 8 in Indonesien und Äthiopien abstürzten, lenkt Boeing ein.

Nach den Unglücken, bei denen insgesamt 346 Menschen ums Leben kamen, waren weltweit Startverbote für die Boeing-Serie erlassen worden. Die Flugzeuge können derzeit nicht ausgeliefert werden und es drohen Stornierungen.

Aktienkurs unter Druck

Konzernchef Dennis Muilenburg bezeichnete die Produktionskürzung als vorübergehende Massnahme. Wegen der noch nicht abschliessend geklärten Unfallursachen und Problemen mit einer Steuerungssoftware ist momentan unklar, wann die 737-Max-Maschinen von den Aufsichtsbehörden wieder in die Luft gelassen werden.

Nach der Ankündigung der Produktionsdrosselung sank der Boeing-Kurs im nachbörslichen Handel um 2.3 Prozent.

Am 10. März war eine 737 MAX 8 der Ethiopian Airlines in Äthiopien kurz nach dem Start abgestürzt, alle 157 Menschen an Bord kamen ums Leben. Im Oktober verunglückte eine Maschine des gleichen Typs vor der indonesischen Insel Java, alle 189 Insassen starben.

Computer übersteuert Piloten

Als Ursache beider Abstürze steht die Steuerungssoftware MCAS im Verdacht. Diese drückt bei einem drohenden Strömungsabriss die Nase des Flugzeugs automatisch nach unten, auch wenn die Piloten gegensteuern. Boeing arbeitet an einem Softwareupdate, das die US-Luftfahrtbehörde FAA genehmigen muss.

Das Software-Update wurde auf die kommenden Wochen verschoben. Boeing-Chef Muilenburg sagte am Freitag, bei der Aktualisierung des Programms gebe es Fortschritte, «damit es nie wieder zu solchen Unfällen» komme. Es werde im Konzern zudem eine Kommission gebildet, die die Entwicklung von Flugzeugen unter die Lupe nehmen und Verbesserungsvorschläge vorlegen soll. (leo/sda/dpa/afp/reu)

Auch Schweiz sperrt Luftraum für Unglücksmaschine

Video: srf/SDA SRF

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Über 6500 Menschen starben bei Bauarbeiten zur WM 2022 in Katar

Atemberaubende Stadien, neue Strassen und Flughäfen, teure Hotels: Für die WM 2022 in Katar wird viel gebaut. Doch die Lebensumstände für die Gastarbeiter sind unwürdig. Die Zahl der Toten ist schockierend hoch.

Mehr als 6500 Gastarbeiter sind im Rahmen der Vorbereitungen für die WM 2022 in Katar von 2010 bis 2020 gestorben. Das meldet der «Guardian» nach Berechnungen verschiedener Daten. Unter anderem verzeichnet allein die pakistanische Botschaft in Katar 824 Tote Gastarbeiter aus ihrem Land in diesem Zeitraum.

Vor allem in den engen Wohnräumen mangelt es an Hygiene, Sauberkeit und Sicherheit. Acht Personen auf wenigen Quadratmetern sind in Katar Alltag. Die Lebensbedingungen sind unwürdig. Immer …

Artikel lesen
Link zum Artikel