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Studie: Millionen Tonnen Mikroplastik im Atlantik



epa07430587 (04/19) A fish swims amongst micro plastics and debris in the Atlantic ocean off the 400-year-old village of Ngor on the western most tip of Africa, Dakar, Senegal, 22 February 2019. Senegal is choking on plastic waste with tens of thousands of tons of it ending up in the ocean every year. A problem that is not only threatening the coastal population but also the economy. Due to a lack of comprehensive municipal waste management mechanisms, communities have engaged in their own clean ups in some villages. Environmentalists urge a change of policy regarding the use of plastics is urgently needed by government.  EPA/NIC BOTHMA  ATTENTION: For the full PHOTO ESSAY text please see Advisory Notice epa07430583

Der Fisch ist nicht alleine im Ocean Bild: EPA/EPA

Im Atlantik befinden Millionen Tonnen Mikroplastik. Allein in den oberen Wasserschichten der ersten 200 Meter seien es näherungsweise 12 bis 21 Millionen Tonnen. Zu dem Schluss kommen Forscher des «National Oceanography Centre» (NOC) in Grossbritannien.

Bisher habe es wegen fehlender Mikroplastik-Messungen keine Möglichkeit für Wissenschaftler gegeben, die angenommene Menge von in den Ozean gelangten Kunststoff mit der im Wasser abzugleichen, sagte Studienleiterin Katsiaryna Pabortsava. «Unsere Forschung ist die erste, die dies über den gesamten Atlantik von Grossbritannien bis zu den Falklandinseln durchgeführt hat.»

Die NOC-Foscher berechneten dabei die Häufigkeit von drei verschiedenen Plastiksorten, die zusammen mehr als die Hälfte des weltweiten Kunststoffabfalls ausmachten. Dafür nahmen sie an insgesamt 12 Orten Proben aus drei unterschiedlichen Tiefen innerhalb der ersten 200 Meter unterhalb der Wasseroberfläche. Sie fanden bis zu 7000 Mikroplastik-Partikel mit einer Grösse von mindestens 0.0032 Zentimeter pro Kubikmeter Meerwasser, berichten sie im Fachmagazin «Nature Communications».

Mikroplastik wird über Kontinente hinweg transportiert

Die Wissenschaftler wollen mit ihren Erkenntnissen die Grundlage für eine bessere Bewertung der ökologischen Schäden durch Mikroplastik legen. Bislang fehlten solide Schätzungen zur Menge der Kunststoffe vor allem in abgelegenen Orten wie zum Beispiel mitten auf dem Ozean. Der gesundheitliche Einfluss des allgegenwärtigen Mikroplastiks auf Lebewesen beschäftigt die Forschung. Solche winzigen Partikel wurden unter anderem bereits in Schnee, Lebensmitteln und Trinkwasser nachgewiesen.

Alleine in den USA verursache jeder der rund 330 Millionen Einwohner jeden Tag rund 340 Gramm Plastikmüll, geht aus einer vor wenigen Monaten veröffentlichten Studie hervor. Dieser landet teilweise in der Natur und zerfällt dort langsam in immer kleinere Bestandteile. Die Mikroplastik-Partikel gelangen in Flüsse und Seen, das Meer, die Böden und auch die Atmosphäre. Ein Teil der Partikel sei über die Atmosphäre etwa bei Regen eingetragen worden - sie seien so klein, dass sie selbst über Kontinente hinweg transportiert würden. (aeg/sda/dpa)

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