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Palestinian minister Ziad Abu Ein (L) argues with Israeli soldiers during a protest near the West Bank city of Ramallah December 10, 2014. The Palestinian minister died on Wednesday shortly after an altercation with Israeli border police in the West Bank during which one of the policeman grabbed him by the neck. Ziad Abu Ein, 55, a minister without portfolio, was taking part in a protest against Israeli settlements when he was involved in clashes with around 30 Israeli troops and border police, a Reuters witness said. It was not clear what caused his death. The Israeli army said it was looking into the incident. Prime Minister Benjamin Netanyahu's Arabic language spokesman said the circumstances leading to the death of the minister were being investigated.  
REUTERS/Mohamad Torokman (WEST BANK - Tags: POLITICS CIVIL UNREST MILITARY)

Siad Abu Ain (l.) am Mittwoch an einem Protest, kurz bevor er starb.. Bild: X02127

UNO

Umstände des Todes von Palästinenserfunktionär «verstörend»



Der UNO-Hochkommissar für Menschenrechte Said Ra'ad al-Hussein hat die Umstände des Todes des ranghohen Palästinenserfunktionärs Siad Abu Ain als «verstörend» bezeichnet. Der Fall müsse rasch und unparteiisch untersucht werden, forderte Al-Hussein am Freitag in Genf.

Die von der israelischen Armee eingeleiteten Ermittlungen begrüsste er. Diese müssten aber «schnell und absolut transparent verlaufen, wenn die Menschen Vertrauen in deren Erkenntnisse haben sollen», sagte der Menschenrechtskommissar.

Friedliche Proteste seien ein Menschenrecht, betonte er. Die Sicherheitskräfte müssten sich angemessen zurückhalten, wenn sie Proteste im Einklang mit internationalen Standards überwachten. Angesichts des «illegalen Charakters der israelischen Siedlungen» würden Proteste wie im besetzten Westjordanland und in Ost-Jerusalem «unvermeidlicherweise» auch in Zukunft veranstaltet.

Abu Ain war am Mittwoch nach einer Konfrontation mit der israelischen Armee gestorben. Diese hatte einen Protestmarsch nördlich von Ramallah gewaltsam aufgelöst.

Die palästinensische Autonomiebehörde machte die israelische Armee für den Tod des 55-Jährigen verantwortlich. Das israelische Gesundheitsministerium nannte dagegen unter Verweis auf die Autopsie einen Herzinfarkt infolge einer Stress-Situation als wahrscheinliche Todesursache.

Al-Hussein forderte auch eine «angemessene» Untersuchung der Schüsse der israelischen Armee auf einen 14-jährigen Palästinenser bei Zusammenstössen im Flüchtlingslager Dschelasun bei Ramallah. (sda/afp)

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