DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
An ultra-Orthodox Jew stands in front of the vehicle of a Palestinian motorist who rammed into pedestrians in Jerusalem November 5, 2014. For months, the streets of mainly Arab East Jerusalem, in the shadow of the Old City but where tourists seldom venture, have been ablaze, with daily clashes between armed Israeli police and Palestinians throwing rocks and Molotov cocktails. The seething anger was brought to the fore again on Wednesday, when a Palestinian man rammed his vehicle into pedestrians and Israeli border police on a road straddling East and West Jerusalem, killing one person and wounding a dozen. The attacker was shot dead by police. 
To match Insight MIDEAST-JERUSALEM/VIOLENCE     REUTERS/Ammar Awad (JERUSALEM - Tags: POLITICS CIVIL UNREST)

Der erste Anschlag: Schon wenige Stunden zuvor war in Jerusalem ein Mann in eine Menschenmenge gerast.  Bild: AMMAR AWAD/REUTERS

Zweiter Anschlag in Folge

Kleinbus rast im Westjordanland in Soldatengruppe 

Zwischen den Anschlägen vergingen nur wenige Stunden: Wieder ist in Israel ein Kleinbus in eine Menschenmenge gerast. Drei Soldaten wurden verletzt. Und die Hamas ruft anscheinend schon zu neuen Attentaten auf. 



Ein Artikel von

Spiegel Online

Nur wenige Stunden, nachdem ein Mann in Jerusalem in eine Menschengruppe gerast ist, hat es ein zweites Attentat gegeben: Ein weisser Kleinbus fuhr in eine Gruppe wartender Soldaten. Sie standen am Rande einer Schnellstrasse nahe der Siedlung Gusch Etzion im Westjordanland. Armeesprecher Peter Lerner bestätigte, dass drei Soldaten verletzt wurden, einer schwer. 

Zwei Anschläge binnen eines Tages, der vierte binnen zweier Wochen: In Israel wächst die Angst vor einer neuen Intifada, einem Aufstand der Palästinenser. Bei der letzten Intifada von 2000 bis 2005 waren bei Anschlägen mehr als 1500 Israelis und 3600 Palästinenser getötet worden.

Zu dem Anschlag am Mittwochmittag bekannte sich die radikal-islamische Hamas. Der 38-jährige Attentäter war erst in die Menschengruppe gerast und dann mit einer Eisenstange auf seine Opfer losgegangen. 13 Menschen wurden zum Teil schwer verletzt, ein Polizist und der Attentäter starben. In dem Ostjerusalemer Stadtteil, aus dem der Täter stammte, gab es nach dem Anschlag Krawallen. 

Hamas ruft zu weiteren Anschlägen auf 

Die Hamas bezeichnete den Fahrer als Helden, der darauf bestanden habe, «Angriffe auf die Al-Aksa-Moschee auf dem Tempelberg und die Märtyrer des palästinensischen Volkes zu rächen». Die israelische Zeitung «Haaretz» zitierte einen Hamas-Sprecher mit den Worten: «Wir rufen zu weiteren Taten dieser Art auf.» 

Die israelische Polizei kündigte an, als Schutz vor Haltestellen in der Stadt Betonblöcke aufzustellen. 

Am 29. Oktober hatte ein militanter Palästinenser den radikalen Tempelberg-Aktivisten Jehuda Glick niedergeschossen. Eine Woche zuvor war ein Palästinenser in eine Straßenbahnhaltestelle in Ostjerusalem gerast. Zwei Menschen starben, mehrere wurden verletzt. 

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu gab der Palästinenserführung eine Mitschuld an den jüngsten Anschlägen. Sie seien das Ergebnis der «Aufhetzung» durch Palästinenserpräsident Mahmud Abbas «und seiner Partner bei der Hamas», so Netanjahu: «Wir führen einen Kampf um Jerusalem, und ich habe keine Zweifel, dass wir siegen werden.»

Der palästinensische Vertreter bei den Vereinten Nationen, Rijad Mansur, forderte vom Uno-Sicherheitsrat die Verabschiedung einer israelkritischen Resolution: Der Rat solle die israelische Regierung aufrufen, alle «Aktivitäten und Provokationen» gegen heilige islamische Stätten einzustellen. (vet/dpa/AP)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Themen

Palästinenser ersticht Mädchen in israelischer Siedlung im Bett

Ein palästinensischer Attentäter hat am Donnerstag ein israelisches Mädchen in seinem Bett erstochen. Die Tat ereignete sich in einer jüdischen Siedlung im Süden des besetzten Westjordanlands. Der Angreifer wurde erschossen.

Der Mann drang nach Angaben der israelischen Armee am frühen Morgen in das Schlafzimmer der 13-jährigen Hallel Yaffa Ariel ein und stach mehrfach auf sie ein. Wächter der Siedlung erschossen den Mann noch im Haus. Bei ihrem Eingreifen erlitt auch einer der …

Artikel lesen
Link zum Artikel