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USA und EU besorgt

Zwei Israelis bei Messerattacken von Palästinensern getötet 



epa04484004 Israeli policemen patrol outside an apartment building where a Palestinian man who allegedly stabbed an Israeli soldier is questioned after his arrest in Tel Aviv, Israel, 10 November 2014.  According to Israeli media, the suspect is a Nablus resident who was illegally in Israel. After the suspect allegedly stabbed an IDF soldier at a train station in south Tel Aviv he was chased and arrested by police in an apartment building in close proximity to the crime scene.  EPA/OLIVER WEIKEN

Tatort Tel Aviv: Ein Soldat wurde lebensgefährlich verletzt. Bild: OLIVER WEIKEN/EPA/KEYSTONE

Palästinensische Angreifer haben am Montag bei zwei Messerangriffen zwei Israelis getötet. In Tel Aviv wurde am Vormittag ein Soldat niedergestochen, der später im Spital starb. Wenig später starb eine junge Israelin, als ein Palästinenser im südlichen Westjordanland auf Wartende an einer Haltestelle einstach.

EU bemängelt fehlende «politische Perspektive»

Nach den USA hat sich auch die Europäische Union zutiefst besorgt angesichts der jüngsten Gewalt im Nahen Osten gezeigt. Die EU-Aussenbeauftragte Federica Mogherini verurteilte in einer Erklärung die «furchtbaren Terrorakte». Brüssel sei besorgt angesichts der jüngsten Spannungen zwischen Israelis und Palästinensern. Die Lage könne sich noch verschärfen, wenn sich nicht bald eine «politische Perspektive» auftue, hiess es in der Erklärung weiter. Mogherini rief darin die politischen Führungen zum verantwortungsvollen Handeln auf. (kad/sda)

Der erste tödliche Vorfall ereignete sich nahe dem Hagana-Bahnhof im Süden der Küstenmetropole. Der 18-jährige Angreifer stamme aus Nablus im nördlichen Westjordanland und halte sich illegal in Israel auf, teilte ein Polizeisprecher mit.

Der Verletzte war noch in ein Spital gebracht und dort notoperiert worden. Der 20-Jährige starb jedoch an seinen schweren Stichverletzungen in der Bauchgegend. 

epa04483973 Palestinian Nour Ab Hashye, who allegedly stabbed an Israeli soldier. is led into an ambulance after his arrest in Tel Aviv, Israel, 10 November 2014. According to Israeli media, the suspect is a Nablus resident who was illegally in Israel. After the suspect allegedly stabbed an IDF soldier at a train station in south Tel Aviv he was chased and arrested by police in an apartment building in close proximity to the crime scene.  EPA/OLIVER WEIKEN

Bild: OLIVER WEIKEN/EPA/KEYSTONE

«Akte des Widerstandes von Menschen im Westjordanland oder in Ostjerusalem sind eine normale Reaktion auf die Verbrechen Israels».

Hamas

In Nablus hiess es, der Angreifer sei Hamas-Mitglied. Die im Gazastreifen herrschende radikal-islamische Organisation bekannte sich jedoch nicht zu dem Anschlag. In einer Hamas-Stellungnahme hiess es nur: «Akte des Widerstandes von Menschen im Westjordanland oder in Ostjerusalem sind eine normale Reaktion auf die Verbrechen Israels».

Auf Menschen an Haltestelle eingestochen 

Bei dem zweiten Anschlag wurden eine 26-jährige Israelin getötet und zwei israelische Männer verletzt. Ein israelischer Polizeisprecher sagte, der palästinensische Angreifer sei aus einem Auto ausgestiegen und habe auf Menschen eingestochen, die an einer Schnellstrasse an einer Haltestelle standen. Daraufhin habe der Wachmann der nahegelegenen Siedlung Alon Schvut auf ihn geschossen und ihn verletzt.

Zu diesem Anschlag bekannte sich die palästinensische Extremistengruppe Islamischer Dschihad, dessen Mitglied der Täter war. Der Vorfall ereignete sich an demselben Ort, an dem im Juni drei israelische Jugendliche entführt und später ermordet worden waren.

Schon vor dem Anschlag waren die Sicherheitskräfte aus Furcht vor neuen Unruhen in Israel und den Palästinensergebieten in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt worden. In den vergangenen Wochen hatten Palästinenser dreimal mit Autos Passanten gerammt. Bei Unruhen im Norden Israels töteten israelische Polizisten in der Nacht zum Samstag einen 22-jährigen israelischen Araber.

«Jenen, die gegen den Staat Israel und für den Palästinenserstaat demonstrieren, sage ich einfach: Geht dorthin, in die Palästinenserbehörde oder nach Gaza.»  

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sagte am Montag, Terror kenne keine Grenzen. Er sagte nach Medienberichten zudem: «Jenen, die gegen den Staat Israel und für den Palästinenserstaat demonstrieren, sage ich einfach: Geht dorthin, in die Palästinenserbehörde oder nach Gaza.»  

epa04182630 Israeli Economics Minister Naftali Bennet who leads the right-wing political party The Jewish Home (HaBayit Yehudi) speaking to the Foreign Press Association in a Jerusalem hotel, 27 April 2014. Bennet spoke mainly about his vision for dealing with the Palestinians in the current break-up of the US-sponsored peace talks between Israel and the Palestinians and called for what he called 'self rule on steroids' for the Palestinians, with full freedom of movement with their areas of self rule.  EPA/JIM HOLLANDER

«Terrorist im Anzug»: Naftali Bennett über Mahmud Abbas. Bild: JIM HOLLANDER/EPA/KEYSTONE

Der rechtsorientierte Wirtschaftsminister Naftali Bennett rief zu einer härteren Bestrafung palästinensischer Angreifer auf. Er bezeichnete Palästinenserpräsident Mahmud Abbas als «Terroristen im Anzug» und forderte, Israel müsse ihn dementsprechend behandeln. 

Palästinensische Fischer verletzt 

Vor der Küste von Gaza verletzte die israelische Marine am Montag nach palästinensischen Berichten zwei Fischer und zerstörte ihr Boot. Eine israelische Armeesprecherin in Tel Aviv sagte, es handle sich um ein Schmugglerboot, das auf dem Rückweg aus Ägypten gewesen sei. Die Insassen hätten auf Aufrufe zum Anhalten nicht reagiert. 

Der jüngste Gaza-Krieg, der 50 Tage dauerte, war im August mit einer von Ägypten vermittelten Waffenruhe zu Ende gegangen. Teil der Vereinbarung war eine Ausweitung der Fischereizone von drei auf sechs Seemeilen. Seit Ende dieses Gaza-Krieges ist es vor der Küste mehrfach zu ähnlichen Vorfällen gekommen. (kad/sda/dpa/afp) 

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