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Nahost-Konflikt

Umfrage: Mehrheit der jüdischen Israelis hält Waffenruhe für Fehler



Mehr als jeder zweite jüdische Israeli hält die Waffenruhe im Gaza-Krieg einer Umfrage zufolge für einen Fehler. 58 Prozent finden, die israelische Armee hätte die radikal-islamische Hamas weiter angreifen müssen, um sie militärisch zu schwächen.

Das geht aus einer Umfrage hervor, die die Zeitung Jerusalem Post am Freitag veröffentlichte. 61 Prozent glauben demnach nicht, dass die jüngste Runde im Konflikt zu einem Ende des Raketenbeschusses auf Israel führen wird.

Eine unbefristete Feuerpause zwischen Israel und den militanten Palästinensern war am Dienstagabend in Kraft getreten. Seitdem sieht sich der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wachsender Kritik ausgesetzt. Rechtsgerichtete Minister hatten eine Fortsetzung der Offensive gefordert, um die Hamas zu stürzen.

Abbas fordert klare Grenzen

Palästinenserpräsident Mahmud Abbas forderte Israel unterdessen auf, seine Grenzen zum Westjordanland genau zu definieren. Die palästinensische Autonomiebehörde sei zwar bereit, «noch einen Tag zu warten, eine Woche oder einen Monat», sagte Abbas in einer Fernsehansprache am späten Donnerstagabend. «Aber wir warten nicht noch 20 Jahre.»

Die palästinensische Regierung hatte am Donnerstag eine diplomatische Offensive angekündigt, um Israel zu einem Rückzug aus dem Westjordanland zu zwingen. Geplant sei, sich am 15. September an den UNO-Sicherheitsrat zu wenden, um dort einen «Fahrplan» für den Abzug Israels aus den besetzten palästinensischen Gebieten zu verlangen.

Gelänge keine Resolution, plant Abbas nach Medienberichten, den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag einzuschalten, um Israel wegen möglicher Kriegsverbrechen zur Rechenschaft zu ziehen. (rar/sda/dpa)

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