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Israel
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Israeli Prime Minister Benjamin Netanyahu looks on as he speaks at the opening ceremony of the Holocaust Remembrance Day at the Yad Vashem Holocaust Memorial in Jerusalem, Wednesday, April 15, 2015. (AP Photo/Sebastian Scheiner)

Benjamin Netanjahu, Ministerpräsident von Israel. Bild: Sebastian Scheiner/AP/KEYSTONE

Netanjahu vergleicht Iran mit NS-Regime



Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu zieht einen drastischen Vergleich: Aus Sicht des Regierungschefs ähnelt der derzeitige Iran-Kurs des Westens dem Umgang mit dem NS-Regime vor dem Zweiten Weltkrieg. Hintergrund ist das geplante Atom-Abkommen.

«Die Westmächte haben einen fatalen Fehler vor dem Zweiten Weltkrieg gemacht, und wir sind überzeugt, dass sie auch jetzt einen bitteren Fehler machen», sagte Netanjahu am Mittwochabend in einer TV-Ansprache zum Tag des Gedenkens an den Holocaust. Der Westen verschliesse die Augen vor der aggressiven Politik des Irans wie einst gegenüber Nazi-Deutschland.

Damals habe die freie Welt versucht, das NS-Regime zu beschwichtigen und seinen guten Willen zu kaufen. Warnungen seien ignoriert worden. Und auch heute sei die Blindheit gross. Dabei finde die Aggression des Irans und dessen Unterstützung radikaler islamistischer Gruppen etwa im Jemen, in Syrien oder Gaza vor aller Augen statt, sagte er.

Mit Blick auf die Atomverhandlungen warnte Netanjahu vor einer Aufhebung der Sanktionen. Irans nukleare Infrastruktur könnte nach den Vorgaben von Lausanne bestehen bleiben und gar ausgeweitet werden.

Cars of delegations leave the Beau Rivage Palace Hotel after a break in the Iran nuclear program talks in Lausanne April 1, 2015. Six world powers and Iran negotiated past a March 31 deadline into the wee hours of Wednesday, struggling to conclude an outline accord on Tehran's nuclear programme in the face of a U.S. threat to abandon the talks. With Iran asserting its

In diesem Lausanner Edel-Hotel fanden die Atom-Verhandlungen statt. Bild: RUBEN SPRICH/REUTERS

Der Iran und die UNO-Vetomächte sowie Deutschland hatten sich in Lausanne in einem Rahmenabkommen auf Begrenzungen sowie Überwachungsmechanismen des Atomprogramms geeinigt. Im Gegenzug sollen Sanktionen aufgehoben werden. Der Westen will sicherstellen, dass der Iran nicht in den Besitz von Atomwaffen gelangt. Israel ist ein entschiedener Gegner des Abkommens. (feb/sda/dpa)

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