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Angriff mit Raketenwerfer geplant?

Israels Geheimdienst will Hamas-Attentat auf Aussenminister Lieberman vereitelt haben



Israels Sicherheitsbehörden haben nach eigenen Angaben ein geplantes Mordattentat auf Aussenminister Avigdor Lieberman vereitelt. Im Westjordanland seien mehrere Mitglieder der radikalislamischen Palästinenserbewegung Hamas festgenommen worden.

Die Festgenommenen hätten den Konvoi des Chefdiplomaten mit einem Raketenwerfer attackieren wollten, erklärte der Inlandsgeheimdienst Schin Bet am Donnerstag. Lieberman wohnt in der Siedlung Nokdim im Westjordanland und sollte den Angaben zufolge nach Verlassen seines Anwesens oder auf dem Rückweg dorthin ermordet werden.

«Der Dobermann von Rechtsaussen»

Der Gründer der ultranationalistischen Partei Unser Haus Israel gilt als aussenpolitischer Hardliner und vielen moderat gesinnten Landsleuten als Hindernis bei den Friedensbemühungen mit den Palästinensern. Lieberman fällt immer wieder mit einer antiarabischen Einstellung und aufbrausenden Schmähreden auf.

epa04303520 Israeli Foreign Minister Avigdor Lieberman (C) speaks to the media at a news conference in the Knesset parliament in Jerusalem, 07 July 2014.  Others are not identified. Lieberman is ending his political alliance with Prime Minister Benjamin Netanyahu, he announced 07 July, signaling rough waters ahead for the governing coalition. Although Lieberman will keep his Israel Beiteinu party in the coalition for now, he said his party will be a competitor to Netnyahu's nationalist Likud party the next time voters head to the polls, with Lieberman at its head. Lieberman expressed his deep disappointment over the performance of the Prime Minister in the recent escalations between Israel and the Palestinians.  EPA/ABIR SULTAN

Avigdor Lieberman. Bild: EPA

Der «Dobermann von Rechtsaussen», wie er genannt wird, bezeichnete Palästinenserpräsident Mahmud Abbas in der Vergangenheit wiederholt als «diplomatischen Terroristen», mit dessen Autonomiebehörde in Ramallah es keinen Frieden geben könne. Manche Gegner bezeichneten ihn wegen dieser Verbalattacken als «Rassisten» und Bedrohung für die arabische Minderheit in Israel.

In den vergangenen Tagen und Wochen hatte sich die Sicherheitslage in Jerusalem durch neue Spannungen zwischen Israelis und Palästinensern nochmals verschlechtert. Am Dienstag überfielen zwei palästinensische Attentäter vier jüdische Gläubige in einer Synagoge beim Gebet und töteten sie. (feb/sda/afp)

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