Leben
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montage: watson / material: shutterstock

Emma Amour

Tantra-Tina, ihre Latexhandschuhe und mein Orgasmus

Cleo gönnt sich regelmässig Tantra-Massagen. Inklusive Happy End. Nachdem sie letztens vom besten Orgasmus ever schwärmt, buche ich auch eine Sitzung. Und lande bei einer Frau. Einer sehr heissen, nackten Frau.



Tina empfängt mich in einem seidigen Mäntelchen. Darunter trägt sie nichts. Das weiss ich, weil sich ihr fester Busen unter dem Hauch von Nichts abzeichnet. Ihre Stimme ist tief, sehr ruhig. Tina spricht langsam. Während ich ihr die Hand hinhalte, zieht sie mich sanft an sich und umarmt mich.

Tina und ich sehen uns zum ersten Mal. Im Tantra-Studio, in dem sie arbeitet. Meine Freundin Cleo ist hier Stammkundin. Alle paar Monate gönnt sie sich eine Sitzung, nach der sie jeweils gefühlt wochenlang strahlt. Zum einen, weil es hier die besten Massagen gibt, zum anderen: die Orgasmen. Sie erlebt hier Höhepunkte, wie sie sie aus ihrem Sexleben nicht kennt. Nicht mit sich selber, nicht mit Männern.

Tina massiert mich .... nackt!

Nach Cleos letztem Besuch ist meine Neugier geweckt. Und so stehe ich jetzt also eng an Tina geschmiegt im Eingangsbereich, der nach einem Mix aus Duftkerzen und Räucherstäbchen riecht. An den Wänden hängen eine Art Batiktücher. Das Licht ist gedimmt. Es ist sehr warm.

Nach einer Dusche hüllt mich Tina in einen Bademantel und führt mich in ihren Raum. Am Boden liegt eine riesige Matratze. Tina erklärt mir, dass auch sie während der Massage nackt sein wird. Ich schlucke leer. Sie sei aber klar in der gebenden Rolle und ich könne mich einfach fallen lassen und geniessen. Hui.

Zuerst werde sie mich rund 80 Minuten am ganzen Körper massieren. Am Schluss schenkt sie mir eine Yoni-Massage. Es gehe nicht primär darum, einen Orgasmus auszulösen, wenn ich aber komme, dann soll ich es zulassen, laut atmen, stöhnen, hier ist alles erlaubt.

Meine Nervosität steigt. Hätte ich doch lieber zu einem Mann gehen sollen? Nein, warum auch? Tina ist wunderschön. Gerne würde ich ihre Brüste anfassen. Atmen, Emma, atmen, sage ich mir.

Nun stehen wir uns gegenüber. Sie streift zuerst ihr Seidenmäntelchen ab, dann meinen Bademantel. Sie fordert mich auf, sie anzusehen. Dann nimmt sie meine Hand und führt sie an ihre Brust. Ganz sanft streichelt sie sich mit meiner Hand selber. Es ist mehr schön als sexy. Vor allem aber ist's befremdlich.

Tinas Berührungen kribbeln!

Nun streichelt Tina meine Arme, meinen Rücken, meinen Bauch und gleitet wie zufällig über meine Brüste. Dann bittet sie mich, mich hinzulegen. Im Hintergrund läuft leise – logisch – tantrische Musik. Ich rechnete ja mit Walgesang oder so. Und bin deswegen ganz happy mit diesem Panflötengedudel.

Tina massiert wie eine Göttin. An manchen Stellen tut's weh. An manchen Stellen kribbelt es. Und an weiteren Stellen schlafe ich fast ein. Ja, ich bin tiefenentspannt. Und trotz Nervosität freue ich mich auf eben diese Yoni-Massage, von der Cleo noch mehr als von Ryan Gosling schwärmt.

Nachdem die nackte Tina, ich gebe zu, ich mache meine Augen immer mal wieder auf, um sie anzusehen, mit der quasi harmlosen Massage fertig ist, zieht sie sich Latex-Handschuhe über. Das Gleitmittel steht parat. Sie würde jetzt ganz langsam anfangen. Ich solle unbedingt Wünsche äussern. Ich soll sagen, wenn ich mehr oder weniger Druck und/oder Tempo will.

Mein Herz klopft. Ich friere. Tina atmet tief. Langsam gleiten ihre Finger zwischen meine Beine. Ganz sanft berührt sie meine Klitoris, dann dringt sie fein mit einem Finger ein. Keine Frage, Tina macht alles richtig. Ich bin es, die sich hier nicht fallen lassen kann. Warum, weiss ich nicht.

Ich koooommmeee!

Tina wird immer schneller, ich atme biz lauter, weil ich nicht will, dass sich Tina schlecht fühlt. Sie aber kommt mir auf die Schliche und fragt, ob sie etwas ändern soll. Ich öffne die Augen und sage ihr, dass sie wunderbar ist. Mir das ganze Gedöns da unten vor allem im Kopf zu viel ist und sie aufhören darf.

Sie lächelt, zieht die Handschuhe aus, bittet mich, mich auf den Bauch zu legen und legt sich nun nackt auf mich. Dabei streichelt sie meine Arme und meinen Kopf. So schön sich das alles anfühlt, so irritierend ist es. Ich muss an Cleo denken und lächle. Ein guter Moment, um das Ganze hier zu Ende zu bringen.

Tina lässt mich alleine. Ich liege noch ein bisschen da. Körperlich angeturnt, im Kopf verunsichert. Die Entscheidung, es mir selber zu besorgen, fälle ich nicht mal bewusst. Aber ich tu's. Und komme. Gigantisch.

Tina wartet im Eingangsbereich auf mich. Zum Abschied umarmen wir uns. Sie würde sich freuen, mich mal wieder hier zu begrüssen, sagt sie. Ich lächle. Eine halbe Stunde später sitze ich mit Cleo im Café. Sie freut sich über meinen Orgasmus. Dass ich ihn mir aber selber geschenkt habe, enttäuscht sie sehr viel mehr als mich.

Für mich ist es sehr okay, dass Tantra wohl mehr Cleos als mein Ding ist. Was mein Ding ist, weiss ich also noch nicht. Bin aber sehr offen für Inputs. Anyone?

PS: Im KitKat in Berlin war ich schon. Und einen Threesome hatte ich auch schon einmal. Für alles andere bin ich offen. Glaubs. Und wenn nicht, dann gibt's wenigstens neuen Stoff für diesen Blog hier. Win-Win. Olé-Olé!

Adieu,

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PS: Wozu sich Pornodarsteller selbst befriedigen

Die Geschichten aus dem Leben von Emma Amour:

Emma Amour ist ...

... Stadtmensch, Single, Anfang 30 – und watsons Bloggerin, die nicht nur unverfroren aus ihrem Liebesleben berichtet, sondern sich auch deinen Fragen annimmt. Und keine Sorge, so wie auch Emma, wirst auch du mit deiner Frage anonym bleiben. Madame Amour ist es nämlich sehr wichtig, auch weiterhin undercover in Trainerhosen schnell zum Inder über die Strasse hoppeln zu können.

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Das bin nicht ich, aber so würde ich als Illustration aussehen. Öppe. bild: watson

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