Leben
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bild: watson / material: shutterstock

Emma Amour

Wie die Sexparty (und ich mit einer Peitsche in der Hand) endete... 😬

Kid Cleo
Kid Cleo

So: Die Fortsetzung der Sexparty!



(FYI: Fotos von der Party gibts keine. Da könnt ihr googlen, was ihr wollt. Das Handy musste man beim Eingang abgeben. Deshalb wusste auch niemand, inklusive mir, wie lange er oder sie schon da war. Verheeerend.)

Aber zurĂŒck zu der Frau mit dem Umschnall-Dildo, die fragte, ob ich ihn mal ausleihen, also den Dildo mal umschnallen wolle. Ich reagierte nicht schnell genug, denn sie schnallte ihn schon ab und legte ihn mir in die HĂ€nde. (Leute, so ein Ding ist wahnsinnig schwer!)

«Nimm ihn ruhig! Ich brauch eh eine Pause.»

«Danke, ist grad gut.»

(«Ist grad gut»! Das habe ich echt gesagt. Als wÀre es nur in diesem Moment etwas unpÀsslich, aber sonst eine irre gute Idee.)

>>> Hier geht es ĂŒbrigens zu Teil 1 der Story

Sie fand mein «grad gut» leider nicht gut. Sag nie nein zum Dildo! Okay, das hat sie nicht gesagt, aber sie hat sich sofort weggedreht und ein GesprÀch mit einer sehr jung-aussehenden, sehr kurvigen Frau angefangen.

Mit dem dritten Gin Tonic ging ich zurĂŒck ins GetĂŒmmel. Der ganze Club war unglaublich gross. Zwei Stockwerke, verschiedene Bars und Dancefloors und Darkrooms. In einem Raum lagen Dutzende Körper ineinander verschlungen am Boden. Ein grosses Wirrwarr. MĂŒnder, Finger, Penisse, Muschis, Beine. Alles durcheinander. Dass Leute sowas gut finden, ĂŒberrascht mich. So viel Fleisch ĂŒberall! Und du weisst nie, wessen Finger du grad irgendwo in dir drin hast!

In einem anderen Raum wurden FussnĂ€gel lackiert – please explain! – und noch in einem Raum wurde ein Lesbenporno gezeigt. Ein paar MĂ€nner standen vor der Leinwand und holten sich einen runter, als wĂ€re es das Logischste und NatĂŒrlichste der Welt, jetzt entspannt bisschen zu masturbieren.

Ich fĂŒhlte mich wie auf einem Filmset. Einfach, dass nichts gespielt war. Ich fand es (nach dem dritten Gin Tonic) nun auch irgendwie ganz gut alles. Dass ich alleine unterwegs war, störte mich nicht mehr. Es war jeder so mit sich selbst beschĂ€ftigt, so in seinem eigenen Film, dass ich kaum angesprochen wurde.

Ich setzte mich auf einen Stuhl – kurz ausruhen – und merkte zu spĂ€t, dass das Paar auf dem Stuhl gegenĂŒber Zeitlupen-Sex hatte. Er drehte eine Zigarette, sie rutschte im Schneckentempo rauf und runter und trank dabei ein Bier. Warum stillsitzen, wenn man die Partypause nutzen kann? Ich starrte wohl nicht unauffĂ€llig genug. Sie prostete mir zu, ich stand ertappt auf und holte mir noch einen Drink.

Ich ging auf die TanzflĂ€che. Marschierte noch paar mal durch alle RĂ€ume. Irgendwann taten mir die FĂŒsse weh. Verdammte Stiefel. Zehn Zentimeter Absatz! Killt mich jedes Mal.

Ein letzter Rundgang.

Ich blieb in einem Raum stehen, in dem eine Frau einen Typen auspeitschte. Er war mit Handschellen an die Wand gekettet. Eine grosse Traube Menschen hatte sich um die beiden gebildet. Die Frau fand ich sehr attraktiv, exotisches, asiatisches Gesicht, lange Haare, kleine BrĂŒste. Den Mann sah ich nur von hinten, guter Körper, gute Schenkel, auf dem Kopf hatte er eine Maske. Ich stand am Rand, schaute zu, trank meinen Drink. Ich war fasziniert, aber auch sehr erschöpft, irgendwie Sex-ĂŒbersĂ€ttigt. Sie schlug ihn, kĂŒsste ihn, schlug ihn, kĂŒsste ihn. Irgendwann waren die beiden fertig, sie band ihn los, Performance zu Ende. Die Menschenmenge löste sich auf. Kein Applaus. Stilles Wegschleichen.

Ich weiss nicht, was ich richtig oder falsch gemacht habe, auf jeden Fall kamen die beiden direkt auf mich zu. Ob ich auch einmal Herrin sein wolle, fragte die Frau. Ich schĂŒttle den Kopf.

«Ich wollte gerade gehen.»

Der Typ kniete vor meine FĂŒssen und begann, meine Stiefel zu lecken. (Gruselt mich noch heute. Die waren total dreckig!)

«Er wĂŒrde sich freuen», sagte die Frau und legte mir ihre Peitsche in die Hand.

«Du musst ihn nicht auspeitschen, nimm ihn an der Leine und spazier bisschen rum!»

Ich gab ihr die Peitsche dankend zurĂŒck.

«Ich muss wirklich gehen.»

Die Frau schaute ihren Typen mitleidig an: «Schatzi, ich glaube, das MÀdchen hat Angst vor uns.»

Sie sagte «Schatzi»! SCHATZI! Die stellt den Typen an die Wand und peitscht ihn aus und dann nennt sie ihn Schatzi!

Es war das Normalste, das ich an diesem Abend erlebte, und es war doch irgendwie das Absurdeste: Beide umarmten mich herzlich zum Abschied.

Sie stolzierte davon. Der Typ kroch hinterher. Und ich
 ich bin gegangen. Ich konnte nicht mehr. Es war aber auch schon acht Uhr morgens.

Mein Fazit: Ich wĂŒrde nicht, wie bei Dreiern, sagen, dass Sexpartys ĂŒberbewertet sind. Einfach ĂŒberfordernd. Jedenfalls fĂŒr jemanden wie mich.

Kiss und Klits fĂŒr euch – und fĂŒr mich bitte bald wieder mal ganz normalen One-to-One-Sex,

Cleo

Kid Cleo ist ...

... eine der besten Freundinnen von Emma Amour und aktuell ihre Ferien-Vertretung. Cleo ist Mitte 20, pendelt zwischen ZĂŒrich und Genf und liebt MĂ€nner und Frauen gleichermassen – und ihren Hund Bella. WĂ€hrend den nĂ€chsten Wochen wird uns Cleo mit Storys aus ihrem Leben unterhalten – so lange, bis Ems genug vom «Sommer ihres Lebens» hat. Und noch ein Hinweis von Emma selbst: «Seid nett zu Cleo, sie ist noch sehr klein!» (PS: Cleo ist grösser als Emma.)

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Das bin nicht ich. Aber so wĂŒrde ich als Illustration aussehen. Öppe. PS: Einen Hund hab ich tatsĂ€chlich. Aber meiner sabbert. bild: watson / shutterstock

Der Sex im Kopf:

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