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Wie ein Dorfteich zum «Instagram-Pool» wurde – und nebenbei ein indonesisches Dorf rettete



Vor 15 Jahren war im indonesischen Dorf Ponggok tote Hose. Hohe Arbeitslosigkeit, kaum Chancen für die Jugend – das Dorf mitten in der Provinz Zentral-Java schien abgehängt, verloren. Doch dann wurde gewählt, und der neue Dorfvorsteher wurde ein Mann namens Junaedi Mulyono.

Und Mulyono hatte - wie die «South China Morning Post» berichtet - eine Idee: Mulyono hatte nämlich bemerkt, dass der moosbedeckte Teich in der Nähe des Dorfes einen Schatz barg. Bislang wuschen die Dorfbewohner dort lediglich ihre Kleidung – doch Mulyono wusste mehr. Denn in dem Teich floss das Wasser aus 40 verschiedenen natürlichen Quellen, ein Teich reich an Nahrung für Fisch und Flora.

Mulyono überzeugte, so berichtet die Zeitung aus Hongkong, mehr als die Hälfte der 700 Familien des Dorfes, in ein Unternehmen zu investieren, das aus dem Teich Gewinne schlagen sollte. Das Gewässer wurde gesäubert, um dort Koi-Fische sesshaft werden zu lassen.

Später wurde der Teich um eine Touristen-Attraktion erweitert: Fernseher, Motorräder wurden in das klare Wasser des Teichs hinabgelassen – Touristen konnten mit den Spielereien für Fotos posieren. Die kuriosen Bilder sollten weitere Touristen anlocken. Die Hoffnung der Dorfbewohner bestätigte sich.

Der Teich – heute heisst er «Umbul Ponggok» – hat sich in Fernost zu einem Social-Media-Hit entwickelt. Woche für Woche kommen Touristenscharen, um in dem «Instagram-Pool» für ein Foto abzutauchen – und das zum Eintrittspreis von umgerechnet einem US-Dollar. Unterwasserkameras, Requisiten und Schnorchelausrüstung lassen sich ebenfalls mieten.

Für die Fotos bekommen die Touristen tausende Likes – und auch der Pool selbst feiert Instagram-Erfolge. Mittlerweile folgen dem offiziellen Account des Teichs, @Umbul_Pongokk, mehr als 40'000 Menschen.

Um den Teich wurden Kioskgeschäfte, Hotels und Restaurants eröffnet – aufgrund der hohen Instandhaltungskosten gehört der Teich den Dorfbewohnern heute nur noch zu etwa 40 Prozent. Der Rest gehört der Regierung.

Dennoch gäbe es dank der Beschäftigung rund um die Touristenattraktion in Ponggok heute beinahe Vollbeschäftigung, erklärt Dorfvorsteher Mulyono in dem Zeitungsbericht. Und jede Menge Likes. (pb/watson.de)

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