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WAP

Cardi B (links) und Megan Thee Stallion betreiben eine Art Bordell der dauergeilen Frauen. Anders kann man dies jetzt kaum ausdrücken. Bild: Youtube/ Cardi B

Zwei mögen's extranass: Was will uns «WAP» von Cardi B alles sagen?

Der August wird von einer Nummer über extraheisse Nummern beherrscht. Mehr sei hier nicht gesagt, ihr lest es ja eh.



Kann eine Frau untenrum zu nass sein? Also beim Sex? Eine Frage beschäftigt die Welt. Denn Cardi B und Megan Thee Stallion berappen in «WAP» lauthals ihre Wet Ass Pussy, also eine derart luxuriös befeuchtete Vagina, dass man den Überfluss ihrer Lust mit dem Wischmop aufnehmen muss.

Eingangs Video fluten die Säfte der Leidenschaft gar die Treppe ihrer gemeinschaftlichen Villa. Diese, so lernen wir sofort, ist nichts anderes als ein Whorehouse, ein Bordell. Denn, so singt ein Mann namens Al «T» McLaran im Verlauf von «WAP» rund 80 Mal: «There's some whores in this house.» Es ist ein Sample aus dem keinerlei Sprechgewohnheiten hinterfragenden Club-Hit «Whores In This House» von 1993, der bereits von einigen Männern – etwa Lil Wayne – gecovert worden ist.

Und da sind sie dann, Gespielinnen von Cardi und Megan, jede in einem Zimmer für sich allein und jede wartet auf Kundschaft, aber nicht nur auf Geld, sondern auch auf sexuelle Befriedigung. Eine von ihnen ist Kylie Jenner.

«WAP» – das Video

abspielen

Video: YouTube/Cardi B

Man schaut ihnen allen so zu, wie sie im meistgesehenen Musikvideo der letzten Tage vierfünftelnackte Dinge tun, und denkt sich, na ja, vielleicht ist Rap, so geschlechterstereotypisch gesehen, wirklich nicht das beste Vorbild für die Jugend?

Aber wieso finden dann so viele korrekte Frauen wie etwa die Schauspielerin und Oscarpreisträgerin Viola Davis («How to Get Away with Murder?») Video und Song so sehr den Oberhammer? Sind sie alle blind und taub? Sind sie natürlich nicht.

Ist es eine Katze, Cardi B oder ein Möbelstoff? Es ist alles!

WAP

Bild: Youtube/ Cardi B

Es handelt sich bei «WAP» keinesfalls um ein diversitätssensibles oder musikintellektuelles Thinkpiece, Cardi B und Megan Thee Stallion sind ja nicht Beyoncé. Es ist eher ein sehr, sehr fröhliches Stück Brachialfeminismus.

Und es ist selbstverständlich auch nicht das erste Mal, dass Frauen den eigenen Sexhunger besingen. Sie tun es hier nur sehr, sehr anschaulich, «wie Shakespeare auf Pornhub», schrieb das Magazin «Vulture», und die Vergleiche von Geschlechtsteilen mit Autos, Food und Tieren sind denn auch endlos und einigermassen kreativ.

Trägt Kylie Jenner hier etwa Cardi Bs Kleider?

WAP

Bild: Youtube/ Cardi B

Aber vor allem geht es um diese gewisse Nässe, von der es nie zu viel geben kann. Was Gynäkologinnen und Gynäkologen auf Twitter nun bestätigen. Die Frauenärztin Jennifer Gunter etwa empfiehlt «WAP» als «beschleunigte Paartherapie»: «Ich sehe so viele Frauen, deren Partner mansplainten, sie seien zu nass. Das ist medizinisch nicht korrekt, ärgerlich, herzzerreissend und schädlich», schreibt sie, «danke, Cardi B und Megan Thee Stallion für diese Feier der Vagina! Ich wünschte, ich könnte diese ‹WAP›-Rezepte verschreiben.»

Natürlich kann es den beiden nicht einfach um besonders befriedigenden Sex gehen. Es muss schon noch mehr sein. Dieser klarflüssige Extraspritzer, das «Squirting», die «weibliche Ejakulation», der «Freudenfluss», quasi das, was sich über die Stufen der Villa ergiesst und das ausserhalb von Pornofilmen kaum als alltäglich beschrieben werden dürfte.

Und wie kriegt mann dies nun zustande? Nun, mit dem Zusammenspiel seiner standhaften «Königskobra» und seines Kontostandes natürlich. Nur Sex ohne viel Geld bringt den Damen ... wahrscheinlich nichts. Das wäre ja romantisch. Aber Romantik hat in «WAP» wahrlich nichts zu suchen. Da herrscht auf allen Leveln die krasseste Leistungsgesellschaft, da wird der Mann finanziell und sexuell geritten und gemolken und ausgenommen, und wehe, er wird dabei weich.

Megan Thee Stallion, also Megan DER Hengst, mit Riesenbüsi

WAP

Bild: Youtube/ Cardi B

Als Haustiere halten sich die lüsternen Ladies selbstverständlich biblische Schlangen und reissende Raubkatzen, stellvertretend für die Gefahr und das Karnivore, das von ihrem nimmersatten Geschlecht (und ihren Fingernägelkrallen) ausgeht. Schliesslich ist so eine WAP die Steigerung einer mythischen Vagina Dentata, einer Kastrationsangst schürenden, bezahnten Vagina, wie Sigmund Freud sie berühmt gemacht hatte.

Kritik erntete «WAP», diese laute, lustige, unflätige Lektion in «Pleasure Politics» und «Sex Positivity», nicht nur von konservativer Seite, von Menschen, die sich ihre Ohren mit Weihwasser ausspülen wollten und an der körperlichen Gesundheit allzu feuchter Frauen zweifelten.

Auch Carole Baskin aus der Netflix-Serie «Tiger King» schaltete sich ein und kritisierte den Einsatz der Raubkatzen. Es werde suggeriert, dass sich Reiche derartige Riesenbüsis als Haustiere hielten und dass dies erstrebenswert sei, sagte sie. Andere verurteilten den Auftritt von Kylie Jenner in einem «schwarzen» Video, was eh nicht stimmt, weil neben Jenner auch die Spanierin Rosalía mit dabei ist.

Viola Davis morphte sich an die Stelle von Kylie Jenner

Und was ist nun die Moral von der Geschichte? Keine. Wirklich keine. Aber allen, die sich fragen, ob dieses populär- bis vulgärfeministische Ejakulat nicht exakt das Gleiche sei wie irgendeine sexistische Nummer eines männlichen Rappers, sei die Frage gestellt: Würde ein Mann seine Sexfantasie in einem Video genau so ohne Frauen ausleben, wie Cardi B und Megan Thee Stallion in «WAP»?

Würde er nicht. Er würde die Frauen zeigen. In «WAP» bleiben die herbeigeträumten Leistungshengste reine Fantasie. Und das ist doch am Ende sehr wohlerzogen von den beiden dreisten Damen.

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94
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    Alle Leser-Kommentare
  • easy skanking 13.08.2020 18:46
    Highlight Highlight ich dachte WAP stehe für , women against pornography..
    lol
  • BVB 13.08.2020 16:29
    Highlight Highlight Wenn das der Feminismus im Jahr 2020 ist, dann bin ich Antifeminist.
  • Qui-Gon 13.08.2020 14:05
    Highlight Highlight aha. was für ein Rotz.
  • T13 13.08.2020 13:56
    Highlight Highlight Was ich mich grad Frage.
    Wenn ein Mann Frauen als Obiekte hinstellt und auf ihre Geschlechtsspezifischen Vorzüge reduziert reissen die Tore der Entrüstung auf Feminismus Seite ein.
    Wenn Frauen das tun ist das aber OK?
    • Menel 13.08.2020 15:37
      Highlight Highlight Genau, du hast es kapiert 😃👍
    • T13 13.08.2020 15:53
      Highlight Highlight Naja ich dachte immer Feminismus Ziele eine Gleichstellung der Geschlechter in an.
      Aber Wasser predigen und Wein saufen gilt wohl überall was?
    • Hans -würkli- Nötig 13.08.2020 16:59
      Highlight Highlight Es ist immer noch genau gleich sexistisch weil es immer noch "Erniedrigung aufgrund des Geschlechts" ist, da gibt es keine Unterscheidung nach Absender.
  • AdiB 13.08.2020 13:13
    Highlight Highlight Ihr beklagt euch über die jugend die es toll findet. Ihr beklagt euch über die musik (hiphop/rap) die ihr nicht toll findet. Ihr beklagt euch über die kunst die ihr nicht toll findet.
    Ich merke, viele hier finden rap nicht gut. Ok eure sache, aber beurteilt nicht ihre kunst wenn ihr nicht das genre mögt und keine ahnung davon habt.
    Über inhalt kann jeder diskutieren, aber bitt wenn ihr von rap nichts versteht bewertet die musik nicht.
    • Qui-Gon 13.08.2020 15:37
      Highlight Highlight Rap hin oder her, ich sehe, was ich sehe. Und das gilt für alle Tits and Ass-Videos von JLo bis Gangsta.
    • easy skanking 13.08.2020 18:44
      Highlight Highlight solange du das rap nennst, hast du keine ahnung, mein lieber AdiB..

    • Hardy18 14.08.2020 09:39
      Highlight Highlight AdiB, ich gebe dir recht.
      Ich mag diese Musik nicht und habe auch keinerlei Ahnung von dieser.
      Aber ☝🏼 Ich erfreue mich immer wieder über die hübschen Frauen im Videos und aktuell jetzt bei diesem Video, was da besungen oder gerapt wird.
      Ich mag Frauen die offen mit ihrem Körper/Sexualität umgehen können. Und von mir aus sollen sie mit nem Nasssauger durch die Gegend laufen 😄
    Weitere Antworten anzeigen
  • mystiker 13.08.2020 09:48
    Highlight Highlight über den inhalt... naja, muss man ja nicht sprechen. ich mag die visuellen effekten. abgesehen von den perfekten frauen.

    Besonders die szene ab 0:58 ist ja mal richtig abgefahren.
  • Nerd077 13.08.2020 09:21
    Highlight Highlight "...oder musikintellektuelles Thinkpiece, Cardi B und Megan Thee Stallion sind ja nicht Beyoncé." - Da musste ich dann doch lachen
  • Wunderplunder 13.08.2020 09:11
    Highlight Highlight Die Fingernägel finde ich das Schlimmste an dem Video! Ich hätte Angst, jemandem aus Versehen ein Auge auszustechen oder so.
  • RichiZueri 13.08.2020 08:29
    Highlight Highlight Naja, der Schund wird auch nicht besser, bloss weil man einen (nicht vorhandenen) versteckten Sinn dahinter sucht. Es ist und bleibt nun mal Schund, ob es nun Frauen oder Männer singen und ob nun eines oder beide Geschlechter im Videoclip zu sehen sind.
  • Nik G. 13.08.2020 08:10
    Highlight Highlight Es ist weibliche Provokation. Sie rappen über den weiblichen Sex. Hat schon genug mänlliche Rapper gegeben die über den männliche Sex gerappt haben. Ich finde es super dass sie es machen, auch wenn mir der Song nicht zusagt. Schlussendlich ist es geschmackssache. Gute Provoaktion in einer immer mehr verprüdeten Gesellschaft.
    • opwulf 13.08.2020 10:14
      Highlight Highlight Dies gibts schon lange und in besser, zB hier:

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    • Asha 13.08.2020 11:25
      Highlight Highlight Wenn wir schon dabei sind würd ich sagen, du hast zwei Klassiker vergessen:
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      Und natürlich vor allem:
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      Letzterer Song steht WAP tatsächlich in nichts nach. 😁
    • opwulf 13.08.2020 15:47
      Highlight Highlight Word 😁
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  • Der Buchstabe I 13.08.2020 07:46
    Highlight Highlight Oversexed and underfucked. Was hat eine solch narzistische Bumsparade noch mit Musik zu tun?
  • THEOne 13.08.2020 07:16
    Highlight Highlight meine fresse... was hab ich mir da grad angeschaut??? bin traumatisiert von dieser komplett schwachsinnigen zur schaustellung von was sich immer diese 2 darstellen wollen/sollen....
    da kriegt das wort talentfrei eine ganz neue bedeutung
  • Mad Heidi 13.08.2020 06:28
    Highlight Highlight Hihihi. Ich konnte es kaum erwarten, bis Frau Meier dieses grottenschlechte Stück Realsatire aus "feministischer" Sicht beleuchtet ...

    "Aber allen, die sich fragen, ob dieses populär- bis vulgärfeministische Ejakulat nicht exakt das Gleiche sei wie irgendeine sexistische Nummer eines männlichen Rappers, sei die Frage gestellt: Würde ein Mann seine Sexfantasie in einem Video genau so ohne Frauen ausleben, wie Cardi B und Megan Thee Stallion in «WAP»?"

    Womöglich nicht. Gegenfrage: Würde ein Mann, der als Schlappschwanz oder Fickfleisch verhöhnt wird, sich selbst in einem "Song" so bezeichnen?
    • Asha 13.08.2020 11:13
      Highlight Highlight @ Mad Heidi: Aber Männer können sich in einem Song nicht mit der gleichen Wirkung so bezeichnen, weil sie gesellschaftlich und kulturell nie die gleiche Abwertung durch Sexualität erfahren haben. Insofern liegt in dieser provokativen Aneignung der Frauen durchaus etwas selbstbestimmtes. Dass Frauen jetzt den Spiess umdrehen und die Sexualität der Männer instrumentalisieren und abwerten, hat für mich hingegen nichts mit Feminismus zu tun.
    • opwulf 13.08.2020 15:52
      Highlight Highlight ... sondern eher den Spiegel vorhalten? Guter Punkt! Dies hier könnte man eher als feministisches Rap Video bezeichen und passt auch sehr gut in unsere Zeit:

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    • Mad Heidi 13.08.2020 16:38
      Highlight Highlight Tja, @Asha, genau über diese Wirkung könnten wir jetzt lange diskutieren. Was löst es wohl beim durchschnittlichen chauvinistischen Vollpfosten aus, wenn sich die Damen selbst als dauertropfende, hypersexualisierte Nymphomaninnen präsentieren?

      Ah, ja. Respekt vor Frauen. Schon klar.
  • nicht_millenial 13.08.2020 04:00
    Highlight Highlight Schwitziges Thema, wa? wenn man sich die Kommentare anschaut. Ich hoffe niemand regt sich zu lang über die Plastikbrüste auf. Rate dringend davon ab, auch nur zwei Sekunden Ru Paul‘s Drag Race zu schauen.
    Wie viele Songs von der Männerseite gibt‘s insgesamt, die in etwa dem Schema „Reite ihn“ folgen? Tagein Tagaus im Radio? Beispiel? Voilà. „Pony“ von Genuine, link mit lyrics.
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    Ich hab meinen zwar nie getauft... aber gleich dermassen bieder und bigott wie hier alle tun.. jesses. PS: BLM = Schwarze sind nicht nur Musiker! Dekadenz gibts auch in der CH.

    • Autokorrektur 13.08.2020 09:07
      Highlight Highlight Ich mag deinen Standpunkt und deine Ausdrucksweise. 🥰
    • nicht_millenial 14.08.2020 12:52
      Highlight Highlight In Zeiten von „sorry verdammte autokorrektur!“ danke Dir @Autokorrektur. ⭐️
  • Zeit_Genosse 13.08.2020 02:13
    Highlight Highlight pls. watson, nicht auch noch.

    Bitte überlegt euch, ob die Nichtbeachtung gewisser kurzfristiger und unbedeutender Phänomene der bessere Weg ist, so etwas zu huldigen.
    • smartash 13.08.2020 08:52
      Highlight Highlight wieso überlegst du dir nicht die nicht Nichtbeachtung solcher Beiträge?
      Wäre das nicht der einfachere Weg als von anderen zu vordern sich dir anzupassen?
    • BVB 13.08.2020 16:17
      Highlight Highlight @smartash
      Weil Zeit_Genosse nicht ansatzweise so viel zur Verbreitung oder Nichtverbreitung des Themas beifügen kann wie Watson
    • smartash 13.08.2020 16:56
      Highlight Highlight @BVB Ich finde nicht, dass es Zeit_Genosse zusteht, Journalisten vorzuschreiben über was sie berichten dürfen und was nicht
    Weitere Antworten anzeigen
  • du_bist_du 13.08.2020 00:01
    Highlight Highlight Wer, egal wie, über diesen "Song" oder die Hauptdarstellerinnen dieser Tragödie schreibt, macht sich meiner Meinung nach miitschuldig am Untergang von Kunst, Kreativitität und Ergüssen die die Sinne erquicken.
    • nicht_millenial 13.08.2020 04:43
      Highlight Highlight Oooch, das wahrhaft Schöne und Gute, die Gattung in der Kunst, die während des Akademismus der vergangenen 500 Jahre vom Mann bestimmt, dirigiert und drapiert war. Das Nachkauen genau dieser Ergüsse-and I quote- hat schon fast pornographischen Wert.
    • ulmo 14.08.2020 02:19
      Highlight Highlight Ich vermisse auch die Zeit in der Musik noch nicht so Niveaulos war: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Leck_mir_den_Arsch_fein_recht_sch%C3%B6n_sauber

  • I don't give a fuck 12.08.2020 22:54
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte beachte die Kommentarregeln.
  • MSAgeha 12.08.2020 22:47
    Highlight Highlight „Brachialfeminismus“ - ich liebe dieses Wort und seinen Inhalt. Und ich finde es stark, dass Brachialfeminismus im Mainstream angekommen ist, unabhängig von den (fehlenden) Qualitäten von WAP. Gab es den Begriff schon oder ist er eine Schöpfung von Simone Meier? Einen Wikipedia-Eintrag dazu findet man jedenfalls noch nicht
  • Abu Nid As Saasi 12.08.2020 22:36
    Highlight Highlight Früher mussten Musiker entweder Gitarre, Klavier, Orgel, Blasinstrument, Schlagzeug, etc beherrschen. Heute macht ein Computador (Com puta dir, dem puta guoia) Tick tack, Frau zeigt oben und unten, schreit und nuschelt, und schon ist sie ein Megastar.
    Star Star (Stones) beschrieb das prophetisch schon 1973
    • Autokorrektur 13.08.2020 09:05
      Highlight Highlight Es ist bezeichnend wie du im ersten Teil von "Musiker" schreibst, und danach (abwertend) von "Frau". Ich ahne dass es keine Absicht war, aber das offenbart die zugrunde liegende Denkweise sehr schön.
  • dodo, dodo? 12.08.2020 22:27
    Highlight Highlight dann höre ich doch lieber titus andromedon😂😜😁
    ist wenigstens ein ohrwurm, wo man mitsummen kann🤷🏽‍♀️😂

    „bobs in california“

    • dodo, dodo? 13.08.2020 20:35
      Highlight Highlight nur zur info:
      „boobs in california“ ist ironischer song!
      (aus einer serie , produzentin tina fey) nimmt damit die musikindustrie hoch.
      wollteichjetztnurmalsosagen🤷🏽‍♀️😁
      Play Icon
  • TodosSomosSecondos 12.08.2020 22:10
    Highlight Highlight Das wirklich tragische ist nicht, dass solcher Unsinn produziert oder konsumiert wird, sondern dass die Medien darüber auch noch berichten müssen. Wie beim Bachelor? Warum?
    • freakykratos 14.08.2020 06:12
      Highlight Highlight Ohhh, hat die kleine Schneeflocke etwa ein Problem dass man über die selbstbestimmte Sexualität von Frauen schreibt? Heul leise!
  • hüttechäs 12.08.2020 21:52
    Highlight Highlight 1. Hat es jemals einen Mann gegeben der sich darüber beschwert hat dass seine Partnerin zu feucht ist?

    2. Darf man Feminismus feiern der seinerseits sexistisch ist? Da werden Männer aufgrund der Grösse ihres Penisses, ihrer Standhaftigkeit oder ihrem Kontostand entweder verherrlicht (bei Vorhandensein) oder als schlechter klassiert (bei Nicht-Vorhandensein). Ist das nicht Sexismus pur?
    • zaphod67 13.08.2020 08:10
      Highlight Highlight Natürlich ist es das. Aber männliche Sexisten sind eben dumm und ekelerregend, während weibliche Sexisten selbstbewusst und stark sind. Ist doch logisch.
    • Autokorrektur 13.08.2020 09:02
      Highlight Highlight 1. Ja. Leider sehr viele sogar. Und wenn man sich die Mühe machte, die Artikel, die man kommentiert, auch zu lesen, würde man das wissen, denn es wird erwähnt.
      2. Nein, denn Feminismus ist nicht gleich Empowerment der Frau ist nicht gleich Herabwürdigung des Mannes. Feminismus heisst zwar Feminismus, soll aber Gleichstellung bedeuten. Auf der anderen Seite tut es manchen Männern mal ganz gut, den Spiegel (wie sie sich Frauen gegenüber verhalten) so ins Gesicht geknallt zu bekommen. Oder wieso gab 50cents Bordellvideo damals nicht so zu reden?
    • hüttechäs 13.08.2020 10:16
      Highlight Highlight Hallo Autokorrektur, danke für deine Antwort!

      1. Natürlich habe ich den Artikel gelesen. Habe mir aber gedacht das könnte eines der Schönheitsideale sein die sich Frauen selbst auferlegen, da ich aus meinem Umfeld ausnahmslos Männer kenne die ihre feuchte Partnerin sehr erregend finden. Wenn du mir jetzt aber sagst dass es das gibt, glaube ich dir, darum ja auch mein Punkt 1 als Frage formuliert; ich war neugierig.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Autokorrektur 12.08.2020 21:36
    Highlight Highlight Am Ende des Tages ist es ein Musikvideo, über das wir in zehn Jahren nicht mehr reden. 🤷‍♀️
    • TodosSomosSecondos 12.08.2020 22:05
      Highlight Highlight Eher in drei Wochen...
    • Flie 12.08.2020 22:26
      Highlight Highlight Wohl hoffentlich eher in 10 Minuten nicht mehr.
    • Kruk 13.08.2020 03:58
      Highlight Highlight In zehn Jahren?

      Ich hoffe das geht schneller.
    Weitere Antworten anzeigen
  • TanookiStormtrooper 12.08.2020 21:27
    Highlight Highlight Wie schön Simone Meier über ein Rap-Video schreiben kann...
  • MaskedGaijin 12.08.2020 21:25
    Highlight Highlight Schon wieder einen Artikel über diesen sackschwachen Song? 😴😴😴
  • K1aerer 12.08.2020 21:23
    Highlight Highlight Wenn man musikalisch nichts zu bieten hat, muss man halt mit anderen Fähigkeiten kompensieren... 🤷‍♂️
    • Jacques #23 12.08.2020 22:07
      Highlight Highlight Ausser Dekadenz kann das Video gar nix.

      Weder musikalisch, ästhetisch, künstlerisch noch sonst etwas. Es ist nicht sexy, es ist nicht heiss. Es ist schlecht.

      Mir kommt es vor wie cementit, der nach zu überreifer Honigmelone riecht. Und übermotivierte Lipgloss - Gipser.
    • nicht_millenial 13.08.2020 04:07
      Highlight Highlight Wäre sicher so. Drum hat sieErfolg. 🤪
    • THEOne 13.08.2020 07:10
      Highlight Highlight und wenn auch diese nix taugen??
    Weitere Antworten anzeigen
  • E-Turn 12.08.2020 20:44
    Highlight Highlight OK...
  • DemonCore 12.08.2020 20:42
    Highlight Highlight Sex Sells. Das 20-30 Jährige Frauen mit Sex - oder einer mehr oder weniger guten Annäherung davon - Kohle machen ist weder neu noch wahnsinnig innovativ. What the hell are we talking about?

    Die auslaufenden Brüste wären nicht nötig gewesen. Finde ich irgendwie... ehh...
  • Kupetzky 12.08.2020 20:36
    Highlight Highlight The Americans are the only nation that passed from barbarism to decadence - without passing through the state of civilisation.
  • Gurgelhals 12.08.2020 20:15
    Highlight Highlight Wenn ihr mich fragt ist das – wie halt vieles aus der US Kulturindustrie – einfach das vermeintlich progressive Pendant zu Donald Trumps vulgärem Penthouse im Trump Tower. Es kommt stilistisch ähnlich penetrant daher und im Grundsatz geht es ja in beiden Fällen auch ums genau Gleiche: Um eine an sich eher armselige Vorstellung von Selbstermächtigung, nämlich eine, die sich stramm am egomanischen, lauten, grellen, stillosen, aufdringlichen, protzigen, unsolidarischen, ungesunden, (...), neoliberalen Kapitalismus US-amerikanischer Prägung orientiert. Mehr gibt es dazu m.E. nicht zu sagen.
    • uicked 12.08.2020 20:33
      Highlight Highlight Doch. Gibt es. Es ist auch noch ganz schlechte Musik. Nicht wegen dem Thema, sondern ganz nüchtern betrachtet.
    • Klarname 12.08.2020 20:57
      Highlight Highlight Meine Gedanken treffend zu Papier gebracht.
    • poltergeist 12.08.2020 21:56
      Highlight Highlight Gut gesagt. Es bringt nichts sich zu viele Gedanken um diese geistigen Tiefflüge zu machen oder mit Mühe etwas Sinnvolles darin erkennen zu wollen. Vieles ist einfach nur dumm.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Denk nach 12.08.2020 20:14
    Highlight Highlight Ist das Lied nun ein feministisch politischer Standpunkt, Realsatire oder einfach nur Mainstream Sch....?

    Ich hab in der Mitte den Faden verloren.
    • aglio e olio 12.08.2020 22:59
      Highlight Highlight sowohl. als auch. sowie. :)
  • Asha 12.08.2020 20:14
    Highlight Highlight Liebe Frau Meier, brachialfeministisch, fand ich zuerst auch. Dann meinte ein Mann, der Song sei ja wohl ultra sexistisch und würde Männer rein auf ihre Schwanzgrösse reduzieren. Er hat gefragt, ob Feminismus wirklich bedeute, dass Frauen jeden Fehler der Männer auch machen müssen. Was meinen Sie dazu?
    • TanookiStormtrooper 12.08.2020 22:30
      Highlight Highlight Gleichberechtigung bedeutet doch, dass Frauen genau so dämlich wie Männer sein dürfen. 🤷‍♂️
    • _stefan 13.08.2020 00:41
      Highlight Highlight @Asha: Cardi B hat vor ihrer Musikkarriere als Stripperin gearbeitet. In dieser Zeit hat sie auch Männer aufs Zimmer mitgenommen, unter Drogen gesetzt, gev****t und dann ausgeraubt.

      Ich denke nicht, dass diese Frau irgendwelche feministischen Ziele verfolgt. Sie ist einfach nur eine Rapperin, welche festgestellt hat, dass sie mit ihren sexuellen Reizen Geld verdienen kann. That's it.
    • nicht_millenial 13.08.2020 04:24
      Highlight Highlight @_stefan Zeigt ja wie sexistisch die Einstellung sein kann. Gehörte sie denn im Realen zu der Clique, die im JLo movie „Hustlers“ als Vorlage diente?
      Stripperinnen ist demzufolge untersagt, feministisch zu denken?

      @Tanooki Wenn‘s denn so dämlich gemeint wäre? Es passt ja, dass es bereits mit“dämlich“ gewertet wird. Sprachlich gibt‘s da im Deutschen massive noch ausstehende Verschiebungen weg vom patriarchalen Sprachgebrauch. Dämlich stammt zwar von holl. dameln ab, aber „man“ steht für Mann bzw „die Gesellschaft“. Solche Wertungen sind‘s, um die‘s im Clip geht. Sie hängen endlich schief.
      Benutzer Bild
  • SF_49ers 12.08.2020 20:14
    Highlight Highlight Schade kriegt diese art von musik sehr viel aufmerksamkeit. Aus meiner (nicht unparteiischen sicht). Wie wäre es, wenn man wieder ein bisschen mehr über rock berichten würde. Oder mal ganz zur abwechslung über metal. Ich mach da gleich den anfang. Eins von meiner albumentdeckungen des jahres „dynatzy: the dark delight. Lohnt sich reinzuhöhren.
    • Abu Nid As Saasi 12.08.2020 22:39
      Highlight Highlight Oder Mal wieder Willie Dixon
    • Autokorrektur 12.08.2020 23:06
      Highlight Highlight Wie wär's mit ein paar Genre-Überschneidungen? JazzHop? SwingPop? Oder das hier:
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    • Amateurschreiber 12.08.2020 23:27
      Highlight Highlight Zum besprochenen Video passt aber eher "Butcher Babies":

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