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Untereinander nennen sich die Ladys übrigens Girls und chillen auch mal einfach gern in der Küche. Bild: chmedia

Review

High Heels und «Massasche»: Wird Bachelor Alan Wey zu Christian Grey?

In Folge 8 der 9. Staffel müssen wir uns schon mal fragen: Gab es jemals einen Bachelor, der mehr Bestätigung brauchte als Alan?



Die Luft, meine Lieben, wird neuerdings nicht nur dick oder dünn, sondern eng wie in «‹D'Luft wird äng!› – Denkwürdiges und Tiefgründiges von Bachelor Alan». Der Mann hat ja ein riesiges Problem, es heisst: Gefühle fühlen und Emotionen spüren. Alan will die Ladys spüren und ihre Gefühle für ihn fühlen.

Es gibt dafür zwei Methoden, die physische und die metaphysische. Die physische ist simpel, Alan muss dafür mit den Ladys knutschen oder sich auf oder unter sie legen, dann spürt er sie schon. Ein tiptopper Einstiegssatz für die Spürphysik ist etwa: «Irgendwie hanich s'Gfühl, du wotsch e Massasch.» Fabienne jedenfalls wot e Massasch, was Alan so kommentiert: «Sie git mir würklich es sehr schpeziells Gfühl und das fühlt sich guet aa.»

Fifty Shades of ... Füdli

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Schon klar, dass so die Luft «eng» wird

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Komplizierter ist es mit der Metaphysik der Emotionen. Xenia zum Beispiel ist ja so eine unzähmbare Widerspenstige. Xenia sagt ihm zwar, dass er «woah, voll min Typ» sei und dass sie ihn fair, sensibel und rücksichtsvoll fände, aber natürlich reicht ihm das nicht, denn er ist jetzt in dem Stadium, in dem er konkret über Familienplanung und Sexpraktiken reden und von feuchten Rehaugen vollgeschmachtet werden will.

Der bestätigungssüchtige Alan will die Emotionen endlich aus Xenia «usepresse wie usere Orange».

Nur kurzfristig lösen Küsse die Probleme von Alan und Xenia

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Alles kommt anders. Also: Endlich kommt mal was ganz anders. Xenia beteuert, dass sie keine Liebe heucheln könne, was wir alle verstehen, weil Liebe kein Instant-Kaffee ist. Sie verachtet die anrührbare Rührseligkeit der andern, das Arsch-Zeigen und In-den-Arsch-Kriechen ebenfalls, aber sie sagt ihm, dass sie im Falle der letzten Rose ganz und gar für ihn da wäre und dass es zwischen ihnen doch – spürbar! – eine Verbindung gäbe, die aber «keini zum betitle» sei.

Xenias Unwilligkeit, die Schwebezustände der Seele auszudeutschen, verunsichert Alan zu sehr. Ihm dürstet nach dem Orangensaft klarer Worte.

Er hat Schiss, dass er an ihrer Seite «emotional würd verhungere». Er will das jetzt einfach durchstieren mit den Gefühlsbekenntnissen. Sie nicht. Er schickt sie nach Hause. Und die Frage, die sich für mich aufdrängt, ist: Handelt es sich bei Xenia um Lara Stolls verschollene Zwillingsschwester? Oder seh nur ich die frappierende Ähnlichkeit zwischen den beiden?

Das ist Lara Stoll.

Die Schweizer Slam-Poetin Lara Stoll posiert am Samstag, 17. Maerz 2018 im Backstagebereich des Casinotheaters in Winterthur. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

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Das ist Xenia. Beide trinken was. Auch weitere Ähnlichkeiten sind beabsichtigt.

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Apropos Zwillinge: Francesca will Zwillinge. Alan auch. Francesca kocht gerne. Alan isst gerne. Francesca sagt, sie könne einen Mann auch mal mit High Heels im Bett erwarten. Alan hat ein Herz für High Heels.

Na, sind das Zufälle oder sind das Zufälle? Nein! Es ist der süsse Keulenschlag des Schicksals! Die beiden sind jedenfalls meeeegabegeistert über so viel Gemeinsamkeit und planen, gemeinsam in Alans Heimat Brasilien zu fliegen, um dort nackt bei Nacht im Meer in die Sterne zu schauen. Ist das romantisch oder ist das romantisch? Und das, obwohl Alans Mutter sagt: «Chlini Fraue sind Giftzwärge!» Ähm ... hüstel ... kleine Männer nicht? Napoleonkomplex und so?

Alan auf Francesca

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Alan schon wieder auf Francesca

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Jedenfalls jumpen die beiden noch ein bisschen Bungee, was Alan prompt wieder in seinen«Geil, geil, geil, so geil wie der erste Orgasmus»-Modus katapultiert, den er zum letzten Mal beim Date mit Fabienne, Veronika, Mia, Angie Fallschirmsprung erlebte. Sie jumpen auch aufeinander und spüren sich, beide schwören sich, dass sie auch Lust auf Dinge jenseits von «Blüemlisex» haben – und jetzt ist Francesca im Finale.

Das Kreuzlinger Doppel Fabienne und Veronika ist auch im Finale. Aber ganz ehrlich denke ich: Francesca gewinnt die letzte Rose. Das dachte ich bis jetzt noch nicht, aber nun wird es so sein, dass Fabienne und Veronika zu viel Energie dafür verbrauchen werden, einander zu zerfleischen, während Francesca ganz ihre Influencer-Qualitäten channelt und ein Füllhorn der Gefühligkeit und Bestätigung über Alan ausschütten wird, bis ihm die Luft richtig, richtig eng und das Herz umso weiter wird.

Zum Schluss noch ein paar denkwürdige Sätze, wie sie zwischen Fabienne und Alan fielen:

Fabienne: «Wenn d'jetzt du heigasch und nüme mit üüs Ladys bisch. Was dänksch denn du?»
Alan: «Das Dänke gfallt mer. Dini Frog au. Ich los immer Revue passiere.»
Fabienne: «Ich ha gmerkt, der Alan isch e sehr tüfgründige Mänsch.»

Wir auch liebe Fabienne, wir auch! Oder auch nicht.

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