Migration
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epa04939002 Migrants from Hungary arrive in Nickelsdorf, Burgenland, Austria, 19 September 2015. Austria is the main gateway for the migrants to Germany, the top destination for asylum seekers. The other two countries that most refugees strive for are France and Sweden.  EPA/HERBERT P. OCZERET

Flüchtlinge aus Ungarn treffen in Nickelsdorf, Burgenland ein. 
Bild: EPA/APA

Über 20'000 Flüchtlinge treffen in Österreich ein

In Österreich sind am Wochenende erneut Zehntausende Flüchtlinge eingetroffen. Von Samstagmorgen bis Sonntagmittag strömten über 22'000 Menschen vor allem aus Ungarn in die Alpenrepublik.



Am Sonntag kamen bis zum frühen Nachmittag 10'700 Menschen im Burgenland an, das waren mehr als am gesamten Vortag.

Damit könnten in den nächsten Tagen auch wieder mehr Flüchtlinge nach Deutschland kommen. Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel hatte ihrem österreichischen Kollegen Werner Faymann bei dessen Besuch am Dienstag zugesagt, Deutschland werde sich solidarisch verhalten, wenn das Nachbarland Probleme mit der Aufnahme von Flüchtlingen bekomme.

epa04940197 Migrants climb through the window to get aboard a train bound for Hungary and Austria at a railway station at the Croatian-Serbian border, near Tovarnik, Croatia, 20 September 2015. More and more migrants arrive in Croatia on alternative routes to enter the European Union. Serbia's border with Croatia has become the latest flashpoint in Europe's refugee crisis as migrants sought alternative routes to Western Europe after Hungary slammed its doors shut. Hungary on 15 September sealed the last gap in the barricade along its border with Serbia, closing the passage to thousands of refugees and migrants still waiting on the other side and some groups decided to pass over Croatia.  EPA/ANTONIO BAT

In der Nähe des Grenzdorfes Tovarnik: Eine Migrantin klettert in den Zug in Richtung Ungarn – Österreich. Sie will – wie viele andere – weg von der kroatisch-serbischen Grenze.  
Bild: ANTONIO BAT/EPA/KEYSTONE

Auch aus Slowenien

Auch die Polizei an der südlichen Grenze Österreichs ist kaum in der Lage, Flüchtlinge am Grenzübertritt zu hindern. Eine Gruppe von etwa 100 Migranten überquerte den österreichisch-slowenischen Grenzübergang Spielfeld:

«Sie sind so massiv aufgetreten, dass wir sie nicht zurückhalten konnten»

Polizeisprecher

Die Polizei hatte die Flüchtlinge zuvor zurückgewiesen, da sie weder Reisedokumente hatten noch Asylersuche vorbrachten.

A group of migrants at the Austria-Slovenia border walk towards Bad Radkersburg, Austria, September 20, 2015.  Reuters/Srdjan Zivulovic

Eine Gruppe von Flüchtlingen an der österreichisch-slowenischen Grenze gehen in Richtung Bad Radkersburg.
Bild: X00501

Mehrere Hundert weitere Menschen näherten sich der Grenze, fügte der Polizeisprecher hinzu. Es werde erwartet, dass auch diese versuchen, nach Österreich einzureisen. Schon am Samstag war eine Gruppe von etwa 350 Menschen am Grenzübergang Bad Radkersburg an der Polizei vorbei über die Grenze gestürmt. (sda/reu/dpa)

Passend dazu: Im kroatischen Grenzdorf Tovarnik: Keine Medizin, keine Infrastruktur – aber täglich tausend neue Flüchtlinge

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