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European members of United Nations Disengagement Observer Force (UNDOF) use binoculars to watch the Syrian side of the Golan Heights on August 30, 2014 in the Israeli-occupied Golan Heights, after Syrian rebel fighters took control of the Quneitra checkpoint between Israel and Syria . Philippine UN peacekeepers in the Golan Heights clashed with Syrian rebels , Defence Minister Voltaire Gazmin said in Manila. AFP PHOTO/ AHMAD GHARABLI

Blauhelmsoldat auf den Golanhöhen. Bild: AFP

gefechte auf den golanhöhen

Syrische Rebellen greifen Blauhelme an

Auf den Golanhöhen eingekesselte Blauhelmsoldaten sind von syrischen Rebellen angegriffen worden. Noch immer sind dort mehr als hundert Soldaten festgesetzt. Nur zu einigen hat die Uno direkten Kontakt. 



Ein Artikel von

Spiegel Online

Auf den Golanhöhen haben sich philippinische Uno-Soldaten Feuergefechte mit syrischen Rebellen geliefert. Eine Stellung der Blauhelmsoldaten sei angegriffen worden, sagte ein Sprecher der philippinischen Armee am Samstag. Einige der eingeschlossenen Uno-Soldaten hätten ihren Posten verlassen können. 30 weitere Männer seien in den Schusswechsel mit den Rebellen verwickelt gewesen.

Mehr als 70 schwerbewaffnete Blauhelmsoldaten von den Philippinen hatten sich am Freitag den Rebellen entgegengestellt, um zwei belagerte Stellungen in der von der Uno überwachten Zone zwischen Syrien und Israel zu verteidigen. Sie wurden von syrischen Rebellen belagert, nachdem sie sich geweigert hatten, ihre Waffen niederzulegen.

Ungeklärte Situation der Uno-Soldaten

Noch am Freitagabend hatten die Vereinten Nationen bekannt gegeben, die philippinischen Soldaten seien sicher und wohlauf. Es gebe eine direkte Funkverbindung zur eingeschlossenen Gruppe und es gehe ihnen gut.

In der Nähe der eingekesselten Soldaten sind allerdings bei Bombenabwürfen der syrischen Armee mindestens drei Rebellen ums Leben gekommen. Das berichtete die syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Samstag.

Syrische Regimegegner hatten am Mittwoch in Kuneitra den Übergang zu den von Israel besetzten Golanhöhen eingenommen – nach heftigen Kämpfen mit den syrischen Regierungstruppen. Unter den Rebellen waren auch Kämpfer der radikalen Al-Nusra-Front, die mit dem Terrornetzwerk al-Qaida verbunden ist und eine ähnliche Ideologie wie die Terrormiliz «Islamischer Staat» verfolgt.

Sind die Soldaten aus Fidji in Sicherheit?

A picture taken from the Israeli-occupied Golan Heights on August 29, 2014 shows an empty watchtower of the United Nations Disengagement Observer Force (UNDOF) overlooking the Syrian side of the Golan after rebel fighters took over the control of the Quneitra border crossing. Syrian rebels surrounded dozens of defiant Filipino peacekeepers in the Golan Heights on Friday and demanded they give up their weapons, hours after taking 43 Fijian soldiers hostage, authorities said. Syrian rebels, including fighters from the Al-Qaeda affiliate Al-Nusra Front, stormed a Golan Heights crossing at Quneitra on August 27, sparking an exchange of gunfire with Israeli troops.  AFP PHOTO / JACK GUEZ

Leerer UN-Wachtturm: Syrische Rebellen haben den Übergang zu den von Israel besetzten Golanhöhen eingenommen. Bild: AFP

Bei Gefechten waren zudem 44 Uno-Soldaten aus Fiji auf der syrischen Seite der Golanhöhen gefangengenommen worden. Mittlerweile erklärte die Uno, diese Soldaten seien «sicher und bei guter Gesundheit». Direkten Kontakt mit den Blauhelmsoldaten hatte die Uno demnach nicht.

Allerdings seien die Vereinten Nationen von einer «glaubwürdigen Quelle» informiert worden, dass es die Absicht der Rebellen gewesen sei, die Friedensschützer von einem aktiven Gefechtsfeld in sicheres Gebiet zu bringen – «zu ihrem eigenen Schutz». Über ihre Freilassung laufen derzeit Verhandlungen mit den Aufständischen.

1200 Blauhelme in der Region

Die Soldaten gehören der Beobachtungsmission Undof an, die mit der Überwachung des seit 1974 geltenden Waffenstillstands zwischen Israel und Syrien beauftragt ist. Insgesamt gehören der Mission 1200 Soldaten aus den Philippinen, Fiji, Indien, Irland, Nepal und den Niederlanden an.

Israel hatte im Jahr 1967 Teile der Golanhöhen besetzt und im Jahr 1981 annektiert, was international nicht anerkannt wird. Ein Teil blieb unter syrischer Kontrolle. Nachdem bereits im vergangenen Jahr philippinische Soldaten verschleppt und später von syrischen Rebellen freigelassen worden waren, hatte das Land ein Ende seiner Beteiligung am Undof-Einsatz erwogen.

Erst vor wenigen Tagen wurde beschlossen, den Einsatz nach der geplanten Rückkehr der Soldaten im Oktober nicht zu verlängern. Nun ist ein früherer Abzug im Gespräch. (che/AFP/dpa)

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