Schweiz
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Würde heute abgestimmt, hätte die Begrenzungsinitiative keine Chance – sagt diese Umfrage



Würde heute abgestimmt statt am 27. September, hätte die SVP-Begrenzungsinitiative keine Chance, neue Kampfflugzeuge würden hingegen beschafft, allerdings knapp. Der Vaterschaftsurlaub und die Erhöhung des Kinderabzugs bekämen klare Mehrheiten, das Jagdgesetz würde durchfallen.

Zu diesen Ergebnissen kommt eine Umfrage der Tamedia-Zeitungen und der Gratiszeitung «20 Minuten», die am Freitag veröffentlicht wurde. Tamedia sieht sich als «die führende private Schweizer Mediengruppe».

Am Montag und Dienstag dieser Woche, den Befragungstagen, hätten 56 Prozent die Begrenzungsinitiative abgelehnt und 41 Prozent der Vorlage zugestimmt, heisst es im Bericht zur Umfrage.

Die Initiative findet demnach nur bei den SVP-Sympathisanten eine Mehrheit – bei der CVP und der FDP hingegen unterstützt bloss ein Drittel die Vorlage . Die Unterstützung ist am schwächsten in den Städten (34 Prozent), gefolgt von den Agglomerationsgemeinden (42 Prozent). Aber auch auf dem Land findet sich keine Mehrheit für die Vorlage (47 Prozent).

Darum geht's bei der Begrenzungsinitiative:

Video: watson/Lino Haltinner

Bei den Argumenten zeige sich je ein starkes Hauptargument: Befürworter heben die Souveränität hervor, während die Gegner betonen, dass die Personenfreizügigkeit massgeblich zum Wohlstand der Schweiz beitrage.

Offene Ausgangslage bei den Kampfjets

Bei der Kampfflugzeug-Beschaffung sieht die Umfrage eine offene Ausgangslage: 50 Prozent der Befragten wollen die Vorlage unterstützen und 47 Prozent wollen dagegen stimmen.

Das Unterstützungsmuster folge den Erwartungen, heisst es weiter: Frauen seien dieser Neuanschaffung gegenüber skeptischer eingestellt als Männer (43 Prozent Zustimmung bei den Frauen, 58 Prozent bei den Männern). Und die Westschweiz erweise sich als armeekritischer im Vergleich zur Deutschschweiz und dem Tessin. Die Unterstützung sei ausserdem auf dem Lande stärker als in den Agglomerationsgemeinden und den Städten.

Bei den Parteien zeigt sich laut der Umfrage, dass die Unterstützung von links nach rechts zunimmt.

Väter- und Kinder-freundlich

Beim Vaterschaftsurlaub zeigt sich eine sehr breite Unterstützung: Zwei Drittel sprechen sich dafür aus und ein Drittel dagegen. Die Vorlage findet eine Mehrheit bei den Wählern aller Parteien mit Ausnahme der SVP. Die Vorlage ist sehr populär bei den jüngeren Altersgruppen (82 Prozent bei den unter 35-Jährigen), findet aber auch eine solide Mehrheit von 53 Prozent bei den über 65-Jährigen.

Ähnliches Bild bei der Erhöhung des Kinderabzugs: auch hier gibt es eine Mehrheit für die Vorlage. 55 Prozent wollen sie unterstützen und 37 Prozent sind dagegen. Es finden sich Mehrheiten bei den Anhängern aller Parteien mit Ausnahme der SVP. Männer und Frauen unterstützen die Vorlage gleichermassen. Dafür zeigt sich, dass die Unterstützung deutlich ausgeprägter ist bei Wählern unter 50 Jahren.

Jagdgesetz fällt durch

Das Jagdgesetz würde durchfallen. Es sprechen sich derzeit 53 Prozent dagegen und nur 37 Prozent dafür aus. Es gibt aber einen hohen Anteil an Befragten, der sich noch nicht festgelegt hat. Die Vorlage findet nur bei Anhängern der CVP und der SVP eine Mehrheit, und sie ist auch populärer auf dem Land – aber mit 43 Prozent findet sie auch dort keine Mehrheit.

Tamedia und «20 Minuten» befragten am 10. und 11. August 2020 insgesamt 17'255 Personen aus der Deutschschweiz, 5994 Personen aus der französischsprachigen Schweiz und 1043 aus dem Tessin. Der Stichproben-Fehlerbereich lag bei 1.0 Prozentpunkten für Schätzungen basierend auf der gesamten Stichprobe. (sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Gran Torino 14.08.2020 14:44
    Highlight Highlight Es stehen uns auch so, im Zuge von Corona, wirtschaftliche turbulente Zeiten bevor, auch wenn man im Moment nur ungern davon spricht. Wenn allerdings diese verantwortungslosen Simplifizierer mit ihrer BGI Erfolg haben sollten, dann wird die Wirtschaft so richtig abschmieren.
  • Gran Torino 14.08.2020 14:30
    Highlight Highlight Kampfflugzeuge...
    Die Schweiz sollte einen Blick auf die Realität und die Landkarte werfen. Wir müssen, schon rein geographisch, wirtschaftlich mit der EU und militärisch mit der NATO kooperieren.
    Nicht konventionelle Kriege, militärische Auseinandersetzungen, sondern Terrorismus, auch Cyberterrorismus, Katastrophenschutz, Pandemien sind die eigentlichen Bedrohungen der Zukunft, auf die eine sinnvolle Landesverteidigung ausgerichtet sein muss. Und sehr viel davon muss in Kooperation mit unseren Nachbarn geschehen. Man sollte Zukunft gestalten, nicht Feindbilder aus der Vergangenheit pflegen.
  • Antichrist 14.08.2020 13:28
    Highlight Highlight Ich bin gegen die Begrenzungsinitiative. Meine Putzfrau könnte sonst viel zu viel verlangen und meine Firma kann die alten teuren Ü40er nicht mehr durch billige Deutsche ersetzen.
  • Bibubaebu 14.08.2020 12:27
    Highlight Highlight BGI
    Was würde die EU wohl machen, wenn Sie weiss, dass wir Genau 1 Jahr Zeit haben, um zu verhandeln...(Also ich würde genau nichts machen)
  • the Wanderer 14.08.2020 12:15
    Highlight Highlight 41% für die Begrenzungsinitiative gemäss dieser Umfrage?

    Ein erschreckend hoher Ja-Anteil, finde ich.
  • Platon 14.08.2020 11:23
    Highlight Highlight 2/3 des Geldes vom Kinderabzugsbschiss gehen an die top 15%-Einkommen. Man bräuchte lediglich ein marginales Verständnis von ökonomischen Inzidenzanalysen, um sowas zu bemerken. Ein weiterer Beweis dafür, dass den Bürgerlichen dieses Grundlegende ökonomische Verständnis fehlt. Es wäre so simpel eine fairere Vorlage auszuarbeiten: https://blogs.letemps.ch/samuel-bendahan/2019/10/09/voici-comment-on-peut-distribuer-350-millions-a-la-classe-moyenne-sans-cadeaux-fiscaux/amp/?__twitter_impression=true
    • Posersalami 14.08.2020 11:43
      Highlight Highlight Wieso glaubst du, den bürgerlichen fehlt das? Die WOLLEN die Reichen und Superreichen entlasten weil sie immer noch an das Märchen des Trickle-down-Effekts glauben.

      Gerade am Wochenende mit einem FDP Wähler darüber diskutiert. Diese Leute sind einfach ideologische derart verblendet, das man ihnen gar nicht erst mit Evidenz kommen kann.
    • Tikvaw 14.08.2020 12:32
      Highlight Highlight Fehlendes Verständnis? Die haben doch das ganz bewusst so gemacht.
  • Ass 14.08.2020 09:47
    Highlight Highlight BGI: Können dann die Bauern immer noch Erntehelfer einfliegen lassen oder müssen sie die Ernte verfaulen lassen? Und entlässt Ems-Chemie dann alle seine ausländischen Angestellten oder gibt es da ein Schlupfloch?
    Fragen über Fragen!
    • Eskimo 14.08.2020 12:58
      Highlight Highlight Wie wärs wenn du dich über die Initiative informieren würdest und nicht nur den linken Ideologisten nachplapperst...?
    • Garp 14.08.2020 13:44
      Highlight Highlight @Eskimo Für Dich ist wohl alles links, was nicht der SVP nachplappert.
    • nadasagenwirjetzteinfachmal 14.08.2020 14:16
      Highlight Highlight @Eskimo...erklär uns doch was du nicht verstanden hast an der Initiative?
    Weitere Antworten anzeigen
  • cdrom 14.08.2020 09:46
    Highlight Highlight Ist schon klar dass die BGI keine Chancen hat. Ich würde bei einer Umfrage die Initiative auch ablehnen.
    Bei der Abstimmung aber zustimmen. 😉
    • Superreicher 14.08.2020 10:59
      Highlight Highlight So, du Schlaumeier du! Was bringt das, bei einer Umfrage anders zu antworten als man eigentlich denkt?
    • the Wanderer 14.08.2020 12:18
      Highlight Highlight @cdrom

      uhhh, bist Du aber ein cleveres Bürschchen, wow, das bleibt aber unter uns, das sagen wir niemandem weiter, wie Du das machst
    • Garp 14.08.2020 13:45
      Highlight Highlight @Superreicher, die Gegner in Sicherheit wiegen, also geht alle abstimmen!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Notabik 14.08.2020 09:41
    Highlight Highlight Wenn man die Durchmischung der Völker nicht gutheissen will, dann bedeutet das lediglich, dass man die Buntheit der Menschheit erhalten möchte. Es behauptet ja keiner, ein Schweizer sei besser als ein Italiener oder ein Mensch aus Sierra Leone. Im Gegenteil! Aber Kulturen können nur dort unverfälscht gedeihen, wo nur wenig Durchmischung stattfindet. Mit der Annahme der Initiative möchte ich auch dem Multikulti Einheitsbrei entgegenwirken
    • Superreicher 14.08.2020 11:02
      Highlight Highlight Was für eine Durchmischung der Völker? Was für Völker meinst du überhaupt? Sprachgemeinschaften? Bürger eines Staats? Christen? Europäer? Hellhäutige?

      Nun, letzteres wäre Rassismus, und die anderen Gemeinschaften wurden früher oft mit Waffengewalt erzwungen.
    • Posersalami 14.08.2020 11:45
      Highlight Highlight Oha, ein Ethnopluralist. Letzten Endes ein sehr schwacher Versuch, euren Rassismus zu tarnen und vom denkenden Teil der Menschen durchschaut.

    • Notabik 14.08.2020 11:54
      Highlight Highlight @Superteicher
      Das Europa der Vergangenheit bis in die Gegenwart ist bunt. Traditionen, Küche, Mentalität: Alles erfrischende Zutaten einer Gesellschaft, ob in Italien, Spanien oder Schweden. Letten beispielsweise sind heute noch Stolz auf ihre Volkslieder und Naturgötter. All dies droht im Zuge der masslosen Globalisierung unweigerlich zu verschwinden. Eine weltumspannende Ami Kultur will wohl niemand oder?

    Weitere Antworten anzeigen
  • Fairness 14.08.2020 08:47
    Highlight Highlight
    Nach erfolglosen Verhandlungen würden nicht alle 120 Verträge oder wieviele immer es sind auch gekündigt. Es sind nur deren sechs, die durch die Kündigung der PFZ ebenfalls dahin fallen KÖNNTEN. Da diese zum Vorteil der EU sind, wäre das nicht so ein Riesenproblem. Ein JA zur Begrenzungsinitiative ist wichtig, um unsere Sozialwerke zu schonen, das bereits gesunkene Lohnniveau und Arbeitsplätze für ü45 zu erhalten (statt günstige junge EU-Leute zu holen). Die Unternehmen kriegen die Leute, die sie brauchen auch ohne PFZ. Alles andere ist reine Angstmacherei.
    • wasps 14.08.2020 08:56
      Highlight Highlight @Fairness, "nur deren 6". Das sind für uns lebensnotwendige Verträge. Und nochmals, wenn du meinst, wir hätten in Brüssel die bessere Lobby als die Briten (die bis zur Nasenspitze in der Scheisse sind), dann irrst du dich gewaltig! Warum wohl ist ein SVP Stadler gegen die Initiative? Weil sie den Werkplatz Schweiz um Jahrzehnte lähmen würde.
    • MarGo 14.08.2020 09:24
      Highlight Highlight Guillotineklausel! Nix mit KÖNNTE, die Bil I werden fallen!
      Und wenn du glaubst, dass diese tatsächlich eher zum Vorteil der EU sind, würd ich dir raten, nochmal über die Bücher zu gehen....
      Aber das wirst du ohnehin nicht machen... du willst einfach keine Ausländer hier haben... Dass du beratungsresistent bist, zeigt sich ja schon, dass du bei jedem Artikel zu diesem Thema immer den gleichen Sch...marn schreibst...
    • Sternengucker 14.08.2020 09:36
      Highlight Highlight Es sind dies neben der Personenfreizügigkeit: Beseitigung technischer Handelshemmnisse (Zertifizierungs- und Zulassungsprozesse), Öffentliches Beschaffungswesens, Handel mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen, Landverkehr und Luftverkehr. Und immer daran denken, das ist gegenseitig.
    Weitere Antworten anzeigen
  • PC Principal 14.08.2020 08:29
    Highlight Highlight Ausländer werden von der Mehrheit heute nicht als Bedrohung wahrgenommen. Die Schweiz profitiert wirtschaftlich, aber auch menschlich und kulturell.
    • Fairness 14.08.2020 08:47
      Highlight Highlight Der Normalbürger hat die letzten zwanzig, dreissig Jahren an Wohlstand verloren. Oben wird immer mehr abgeschöpft und der Rest des Kuchens muss durch immer mehr geteilt werden.
    • wasps 14.08.2020 09:00
      Highlight Highlight @Fairness, natürlich hast du keine Belege für deine Aussage. Denn dem Durchschnittsbürger geht es heute besser denn je. Auch dank den ausländischen Arbeitskräften, die mithelfen, unsere Wirtschaft am Laufen zu halten.
    • Shabbazz 14.08.2020 09:20
      Highlight Highlight @ Fairness, naja, vor 20 Jahren gab es auch deutlich weniger Luxus als heute!! Nicht jeder hatte einen TV, kaum einer hatte Handys, Laptops oder Internet, 2 Autos für eine Familie waren in meiner Kindheit sehr selten (heute ist das oft standard)...eigentlich haben wir heute deutlich mehr Geld für Luxus/Nebensächliches als noch vor 20-30 Jahren!

    Weitere Antworten anzeigen
  • bullygoal45 14.08.2020 07:16
    Highlight Highlight Die reichsten 10% bezahlen 70% der direkten Bundessteuer, woraus die Kampfjets bezahlt werden. Wir Normalos werden nicht mal eine Schraube mitfinanzieren 😜!

    Falls die Kampfjets nicht durchkommen, sparen wir gleich nochmals 5Mia pro Jahr. Die Armee können wir dann gleich mit in die Grünabfuhr stecken..
    • Superreicher 14.08.2020 11:07
      Highlight Highlight Meines Erachtens braucht es noch immer nicht neue Kampfjets. Klar, wenn man die Militärs fragt, dann sagen sie, es brauche sie. Aber ich kenne diesen Club. Vergleiche mit Österreich: Unser östliches Nachbarland hat den doppelten Luftraum zu verteidigen und nur halb so viele Kampfjets wie die Schweiz. Ich gehe davon aus, dass die Schweiz mit den bestehenden ca. 30 F/A-18 ganz gut noch eine Zeit lang leben kann, ohne Gefahr zu laufen, schlecht gerüstet zu sein.
    • bullygoal45 14.08.2020 12:24
      Highlight Highlight Für mich ist die Frage Militär ja oder nein. Entweder machen wir es richtig mit Luftwaffe oder wir kaufen uns in die Nato ein. Was willst du jährlich 5‘000‘000‘000 Franken (!!) für eine Armee ausgeben ohne Luftwaffe 😅..

      Aber ja, am Schluss kommt es raus wie es kommt und das gute ist, so Flughäfen wie in Payerne oder Meiringen kann man bestimmt super umfunktionieren 💪🏻
    • Swen Goldpreis 14.08.2020 15:41
      Highlight Highlight Ich bin ja auch eher Pazifist. Aber man muss schon sehen, dass die Schweizer Luftwaffe mit den F5 auf ein etwa 50 Jahre altes Modell setzt. Und die etwas modernere F18 ist um die 30 Jahre alt.

      Man kann sich natürlich fragen, ob wir in der Schweiz überhaupt eine Luftwaffe brauchen, schliesslich haben wir ja keine feindlichen Nachbarn. Aber wenn man eine Luftwaffe will, sollte man schon bald einmal die ältesten Teile ersetzen.

      Ich war bisher in allen Abstimmungen gegen Neubeschaffungen, diesmal dafür. Nicht zuletzt auch, weil wir auf sehr viel turbulentere Jahre zugehen.
  • diderot 14.08.2020 07:15
    Highlight Highlight Nur damit später keine und keiner kommt, wir hätten das ja nicht wissen können: Verdient Ihr Haushalt weniger als 150'000 CHF steuerbares[!] Einkommen, tun Sie gut daran, den Kinderabzug abzulehnen. Von den 350 Millionen, die das geschätzt kosten wird, gehen 250 Millionen an das wohlhabendste Viertel unserer Gesellschaft. Diese Entlastung entlastet in erster Linie diejenigen, die keiner Entlastung bedürfen; bezahlen dürfen wir aber alle anteilsmässig mit. Also handelt es sich um eine subtile Verteilung von unten nach oben. Kann man gut finden, muss man aber nicht.
  • MacB 14.08.2020 07:03
    Highlight Highlight Die Erhöhung des Kinderabzug ist eine gute Sache, denn für ein seltenes mal wird der klassische Mittelstand entlastet. Die, die keine Prämienverbilligung bekommen, genug arbeiten aber trotzdem überall den höchsten Satz zahlen dürfen, sobald es nach Einkommen geht.

    Und nein, mit 100'000 steuerbarem Einkommen ist man noch lange nicht reich.
    • Nate Smith 14.08.2020 07:14
      Highlight Highlight Ich nerv dann mal mit den Fakten. Spricht für sich?
      Benutzer Bild
    • Posersalami 14.08.2020 07:17
      Highlight Highlight Ja, mit 1000000.- ist man nicht reich, aber man hat definitiv genug Geld für ein sorgloses Leben und braucht keine Unterstützung.

      Das Geld, das bei einer Annahme in der Bundeskasse fehlt, muss eingespart werden und üblicherweise treffen Einsparungen nicht die, mit >100000.- Einkommen..
    • Dan Rifter 14.08.2020 07:40
      Highlight Highlight Kostet den Staat 370mio und bringt denn allerwenigsten mehr Geld ein - und nein, 20.- Ersparnis pro Jahr zählt nicht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Nate Smith 14.08.2020 06:43
    Highlight Highlight Eine Annahme des Jagdgesetz bedeutet, dass wir das Rad der Zeit 30 Jahre zurückdrehen und Wolf, Luchs, Bieber und jedes andere Tier das kleinste Probleme verursacht wieder ausrotten. Dies liegt dann in der Kompetenz der Kantone und z.B. das Wallis wird keine Sekunde zögern. Das muss einfach jedem Befürworter bewusst sein. Eine Annahme wäre in Sachen Umweltschutz ein riesiger Schritt rückwärts.
    • Lafayet johnson 14.08.2020 10:32
      Highlight Highlight Man sollte das Jagdgesetz unbedingt annehmen, wenn man nicht zusehen will wie ganze Schafherden als Experiment an neue alte fressfeinde verfüttert werden!
    • Campino 14.08.2020 11:18
      Highlight Highlight Ich würde nicht 30 Jahre sagen, sondern 100 Jahre!
    • Campino 14.08.2020 13:18
      Highlight Highlight Lafayet johnson
      Vielleicht sollte der Bauer wieder entscheiden, wieviele Tiere er auf der Alp halten will, damit man sie schützen kann?
      Die Möglichkeit Schutzhunde anzuschaffen sollte ebenfalls möglich sein...
      Und ausserdem finde ich es gut wenn diese Schafe reduziert werden, den sie verbreiten Gämsblindheit.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Nate Smith 14.08.2020 06:37
    Highlight Highlight Ein guter Tag für reiche Familien. Im Fahrwasser des Vaterschaftsurlaub und Schatten der anderen, wichtigeren Vorlagen bekommen sie ihre Steuererleichterung für reiche und superreiche Familien ohne mediale Aufmerksamkeit ins Trockene.
    • MacB 14.08.2020 07:00
      Highlight Highlight Mit einem Einkommen von 100'000 ist man noch lange nicht reich!
    • Nate Smith 14.08.2020 07:11
      Highlight Highlight MacB: Dann bekommst du auch nur 2.95 Fr. Richtig Geld bekommst du wenn du erst bei 300k.
    • E7#9 14.08.2020 07:12
      Highlight Highlight Endlich mal eine Vorlage für den Mittelstand, der ständig zur Kasse gebeten wird ohne Abzüge geltend machen zu können. Hab keine Kinder, werde wohl aber JA stimmen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Rethinking 14.08.2020 06:28
    Highlight Highlight 50% der Familien bezahlen keine Bundessteuern...

    Dies bedeutet einerseits dass diese von der Erhöhung des Kinderabzugs überhaupt nichts haben...

    Andererseits bedeutet dies auch, dass Familien bereits heute massiv unterstützt werden...

    Kinderabzug, Kitaabzug, Kinderzulagen, Betreeungsgutschriften, Kinderrabatte, Familienpackungen etc. etc. etc.

    Dabei ist die Gründung einer Familie eine ganz private Entscheidung aus höchst persönlichen Gründen...

    Kinderlose Paare und Singels haben hingegen keine Lobby in Bern. Sie bezahlen überall den vollen Preis, erhalten weder Gutschriften noch Abzüge..
    • bokl 14.08.2020 10:12
      Highlight Highlight Selber schuld. Geht halt in Bern lobyieren. Zeit genug habt ihr ja, wenn die Kinderbetreuung wegfällt ...
    • Nate Smith 14.08.2020 11:08
      Highlight Highlight @bokl: Selber Schuld ist man als Minderheit, die von der Mehrheit diskriminiert, wird selten.

      Es ist echt zum müssig, dass diese Diskriminierung mit fadenscheinigen Argumenten begründet und sogar noch ausgebaut wird. Und die profitierende Mehrheit findet es toll. Bravo, grossartiges Soziales- und Gerechtigkeitsverständnis.
    • Bibubaebu 14.08.2020 12:32
      Highlight Highlight Die Gründung einer Familie ist schon Privatsache. Hingegen die spätere Einbindung der Kinder in die Gesellschaft mit all ihren Abgaben nicht mehr. So kommen dann Kinder der Gesellschaft zu Gute. Den „privaten“ Teil dürfen aber die Eltern finanzieren.
    Weitere Antworten anzeigen
  • echter Züricher 14.08.2020 06:26
    Highlight Highlight Würde sich die SP noch um echte Arbeiter kümmern, wären Sie ganz klar für die Begrenzungsiniatitive. Leider ist sie mittlerweile eine elitäre Akademiker Partei ohne Bezug zur Working Class.
    • Superreicher 14.08.2020 10:56
      Highlight Highlight @Marx

      Im Gegensatz etwa zur SVP kümmert sich die SP sehr wohl um den einfachen Arbeiter.
    • Juliet Bravo 14.08.2020 13:25
      Highlight Highlight Indem die flankierenden Massnahmen bei Kündigung der Bilateralen fallen, ist eben genau nicht den Angestellten und Arbeitern geholfen.
    • Gran Torino 14.08.2020 16:03
      Highlight Highlight Karl Marx, früher hast Du Klügeres von Dir gegeben...
  • Schneider Alex 14.08.2020 06:20
    Highlight Highlight Jeder Umfrage-Profi weiss, dass die Ergebnisse einer Umfrage in hohem Masse abhängig sind von der konkreten Fragestellung. Diese kann suggestiv formuliert oder vorgetragen werden.
    • Tikvaw 14.08.2020 10:16
      Highlight Highlight In dieser Umfrage lauteten die Fragen folgendermassen:
      - Werden Sie für die Begrenzungsinitiative stimmen?
      - Werden Sie für die Beschaffung neuer Kampfflugzeuge stimmen?
      - Werden Sie für den Vaterschaftsurlaub stimmen?
      - Werden Sie für die Änderung des Jagdgesetzes stimmen?
      - Werden Sie für den allgemeinen Kinderabzug stimmen?
    • Gran Torino 14.08.2020 16:04
      Highlight Highlight Tikvaw, ein Abgrund an (Auto-)Suggestion - bei Schneider Alex...
  • chnobli1896 14.08.2020 06:08
    Highlight Highlight Sehr gut. Alles so ausser die Kampfjets, dann passt das.
    • Nate Smith 14.08.2020 06:38
      Highlight Highlight Den reichsten Familien Geld zu schenken findest du also toll?
    • chnobli1896 14.08.2020 06:48
      Highlight Highlight Naja, auch Mittelstandfamilien profitieren davon. Da Alleinerziehende oftmals richtigerweise fast keine Steuern zahlen können sie da nicht entlastet werden.
    • chnobli1896 14.08.2020 06:49
      Highlight Highlight Die Reichen könnten locker via Dividendenbesteuerung oder Mikrofinanztransaktionssteuer besteuert werden. Wenn der Willa da wäre
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